Die Donaupriesterinnen: Eine heterotope Provokation
Barbara Velik-Frank

Die Autorin Barbara Velik-Frank beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der Stellung der Frau in der katholischen Kirche.
Obwohl es bis dato ein eindeutiges Nein des katholischen Lehramtes zur Frauenordination gibt, lassen sich im Jahr 2002 sieben Frauen auf einem Donauschiff zu Priesterinnen weihen und werden in Folge aus der Kirche ausgeschlossen. Die sogenannten "Donaupriesterinnen" (Danube Seven) werden damit zu den Begründerinnen der Bewegung der "Roman Catholic Womanpriests".

Insgesamt ist es sehr gut gelungen ein emotional polarisierendes Thema wissenschaftlich neutral darzustellen und gleichzeitig fundierte Hintergrundinformationen zu liefern. Die Arbeit analysiert die Situation der Frau in der katholischen Kirche aus diskurswissenschaftlicher Perspektive und zeigt Machtverhältnisse eines hierarchischen Systems auf. Vereinfacht gesagt: es geht um Denk- und Deutungsmuster, die die aktuelle Konstellation bestimmen. Das Buch bietet eine spannende und systematische Darstellung der Fakten, analysiert das kirchliche "Denkmuster" und erarbeitet im theologischen Teil das Ereignis der Weihe, in Anlehnung an Michel Foucault, in seiner heterotopen Bedeutung.

 

  • Taschenbuch: 404 Seiten
  • Verlag: tredition (29. März 2017)
  • ISBN-10: 3743911337

 

 

Artikelempfehlungen

Schriftenreihe der KirchenVolksBewegung im Format DIN A5 je Heft etwa 32 bis 56 SeitenPreis je Heft 2 Euro / ab 2011...
Texte, die aufhorchen lassen: ‚Konstruktive Kritik und gezielte Rebellion gegenüber der Kirche sind ein kräftigeres...
09.11.2012   Der 60. Geburtstag von Helmut Schüller ist der Anlass für das Buch. Schon lange, so schreibt die...