Gotthold Hasenhüttl, Christen gegen Christen

Der katholische Priester und Professor der Dogmatik feierte auf dem ersten Ökumenischen Kirchentag mit katholischen und evangelischen Christen gemeinsamen Eucharistie. Vorbereitet haben diese Messe „Wir sind Kirche“ Deutschland und die „Initiative Kirche von unten“. Die Gethsemane-Kirche in Berlin war voll. Die Tore mussten geschlossen werden und die Kommunion wurde bis über die davor liegende Straße ausgeteilt. Bereits Mitte Juli suspendierte ihn sein damaliger Bischof, der heutige Erzbischof von München, Reinhard Marx, wegen dieser Messe von Priesteramt, welches er 44 Jahre ausgeübt hatte. Anlass genug für den Dogmatiker Hasenhüttel sich eingehend mit dem theologischen Hintergrund, mit den Grundlagen eingehend auseinanderzusetzen. »Wo bleibt der Geist Jesu Christi in der katholischen Kirche? Wo die frohe Botschaft, das Evangelium, wenn Christen einander von der Tischgemeinschaft ausschließen?« fragt der Autor in seinem Buch. Und er schreibt weiter: »Kein Hierarch irgendeiner Kirche hat das Recht, Menschen, die mit Jesus Christus Gemeinschaft haben wollen, diese zu verweigern.«  

Auf die Frage eines Freundes, warum wird Hasenhüttl nicht einfach evangelisch, antwortet Fulbert Steffensky: Das wäre der falscheste Weg. Denn er ist durch und durch katholisch, und seine Stimme wäre verloren, wenn er diesen Schritt täte.

Deshalb liegt nun eine wichtige Streitschrift für die Ökumene vor.

 

Hans Peter Hurka

 

Gotthold Hasenhüttl, „Christen gegen Christen, Der Streit um das gemeinsame Abendmahl“, RADIUS-Verlag Stuttgart, 240 Seiten, Preis 15,- €, ISBN 978-3-87173-903-3

 

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