Wer hat das Ave Maria geklaut?
Die wechselvolle Geschichte musikalischer Ohrwürmer

Sie mögen das berühmte Adagio von Albinoni? Es stammt leider nicht von ihm, ist auch keine Barockmusik, sondern entstand zwei Jahrhunderte später in der Stube eines italienischen Musikgelehrten. Oder Sie hören Händels berühmtes Largo bei einer Hochzeit? Es eröffnete ursprünglich eine Schmunzeloper über den antiken Feldherrn Xerxes. Zur Trauung erklingt in der Kirche Mendelssohns Hochzeitsmarsch? Er wurde für Shakespeares romantischen Bühnenjux „Ein Sommernachts-traum“ komponiert und hat sich erst später in die Kirche verirrt. Ravels Bolero? Keine Komposition – nur eine Instrumentations-studie …

So und ähnlich erzählt sich die wechselvolle Geschichte vieler Musikikonen, musikalischer Ohrwürmer, die sich – berühmt geworden, aber zweckentfremdet – in immer neuen klanglichen Verkleidungen durch die Musikgeschichte winden. Peter Paul Kaspar zeichnet die oft erstaunlichen und überraschenden Geschichten rund um diese Ohrwürmer nach und bringt dabei eine Fülle von musikhistorischem Wissen auf amüsante und eingängige Weise den Lesern näher.
 

Peter Paul Kaspar

in Wien geboren, Musik- und Theologiestudium in Wien und Innsbruck, arbeitete als Akademiker und Künstlerseelsorger und lehrte an der Anton Bruckner Universität in Linz, konzertierte als Organist und Cembalist und verfasste über dreißig Bücher, zuletzt fünf Bücher über Musik.

 

Peter Paul Kaspar: Wer hat das Ave Maria geklaut?, Verlag Anton Pustet Salzburg, 1.Aufl.  März 2016

Umfang144, zahlreiche Abbildungen, Preis € 22,00, ISBN 978-3-7025-0831-9

 

 

 

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