Bei der Vorbereitung von weltweiten Bischofssynoden soll auch künftig immer das Volk Gottes befragt werden.

Das ist eines der Ergebnisse der Studientagung, die vom Sekretariat der Bischofssynode vom 6. bis zum 9. Februar in Rom abgehalten wurde. Ausgangspunkt der Tagung unter dem Titel „Die Bischofssynode im Dienst an einer synodalen Kirche“ sei die Ansprache von Papst Franziskus zum Jubiläum der Bischofssynode im Oktober 2015 gewesen. Diese Ansprache sei der programmatische Text, der auch die theologischen Hausaufgaben für die Kirche beschreibe. Insbesonders werde die Teilnahme von Experten und anderen Auditoren gewünscht, die gemäß der antiken Tradition der Synode auch in den Unterscheidungs- und Entscheidungsprozessen eine größere Rolle spielen sollten. Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit der Synode mit den Synoden der orientalischen Kirchen. Man wünsche sich außerdem eine theologische Einordnung der Synode in eine „synodale Ekklesiologie“. Synodalität soll aber nicht auf weltkirchlichem Niveau stehen bleiben, ein weiteres Thema war deswegen die Synodalität der Ortskirchen, beginnend mit den Pfarreien, über die Bischofskonferenzen bis hin zur römischen Kurie. (www.de.radiovaticana.va vom 18. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Die römisch-katholische Kirche in Russland kritisiert das Verbot der Zeugen Jehovas. Alle religiösen Gemeinschaften hätten ein Recht zu existieren, sagte der Generalsekretär der russischen Bischofskonferenz, Igor Kovalevsky, dem „Catholic News Service“. Zugleich äußerte er die Sorge, dass das Urteil auch neue Einschränkungen für die römisch-katholische Kirche bringen könnte. Die Regierung müsse den Bürgern versichern, „dass die Gewissensfreiheit bestehen bleibt“. (kna u. rv v. 1. 5.)

     

  • Papst Franziskus hat am 8. Mai den chassidischen Rabbiner Edgar Gluck (80) mit einer Delegation im Vatikan empfangen. Der 1936 in Hamburg geborene jüdische Gelehrte ist Rabbiner für Galizien mit Sitz in Krakau. (JA v. 21. 5.)

     

  • Mehr Laien soll es in Zukunft in den vatikanischen Gremien geben. Dieses Ziel hat der Präfekt des neuen Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, Kardinal Kevin Joseph Farrell, genannt. In der Verfassung des Dikasteriums ist festgelegt, „dass Untersekretäre Laien seien müssen und Sekretäre Laien seien können“, sagte Kardinal Farrell der Nachrichtenagentur CNA. Sein Dikasterium ist auch für das Weltfamilientreffen 2018 in Dublin, die Jugendsynode im selben Jahr und den Weltjugendtag 2019 in Panama zuständig. Für das Treffen junger Gläubiger aus der ganzen Welt, aber auch für die Synode im Vatikan sollen die Jugendlichen umfassend befragt und daran beteiligt werden. „Wir wissen schon, was die Bischöfe und Priester sagen; jetzt wollen wir wissen, was die jungen Menschen sagen wollen“, sagte Kardinal Farrell. Der entsprechende Fragebogen werde Ende Mai online gestellt. (cna u. rv v. 8. 5.)

     

  • In der Wiener Kirche „Maria vom Siege“ fand am 7. Mai ein ökumenischer Festgottesdienst statt anlässlich des Jahrestages der Übergabe der Kirche an die koptisch-orthodoxe Gemeinde. Der Wiener koptisch-orthodoxe Bischof Anba Gabriel dankte Kardinal Christoph Schönborn und erinnerte an die fürchterlichen Anschläge gegen Kopten in Ägypten. Das Zeugnis der koptischen Märtyrer bedeute, dass „der Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt stärker sein wird als der Hass“. Bei dem Gebet in der Kirche waren u. a. der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic), der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der koptisch-orthodoxe Bischof von Sydney sowie zahlreiche weitere Geistliche der der syrisch-orthodoxen und der armenisch-apostolischen Kirche sowie auch der ägyptische Botschafter anwesend. (JA vom 21. 5.)

     

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