Beim 13. Treffen der „Internationalen Kommission für den offiziellen Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen“ in Kairo wurde der „Dialog zwischen Schwesterkirchen“ als Vorrangig erachtet.

Die Tagung vom 30. Jänner bis 7. Februar stand unter dem Thema, „in welcher Weise die Nichtglaubenden und die Nichtgetauften Anteil an der Erlösung haben, da Gott doch das Heil aller Menschen will“. Zu Beginn statteten die Kommissionsmitglieder dem koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. einen Besuch in dessen Residenz in Kairo ab. (JA vom 21. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Zum diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan wünscht der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog im Namen des Papstes allen Muslimen „Gelassenheit, Freude und zahlreiche geistliche Gaben“. In der Glückwunschbotschaft wird auch daran erinnert, dass sich am 19. Mai 1964 Papst Paul VI. als erster Papst während zum Ende des Fastenmonats an die Muslime wandte. In der diesjährigen Botschaft aus dem Vatikan wird auf die Enzyklika ‚Laudato Si‘ Bezug genommen. Die Zerstörung der Umwelt sei ein Problem sei eine Herausforderung, die über die Religionszugehörigkeit hinausgehe. Der interreligiöse Dialog-Rat des Vatikan hoffe deshalb, dass Katholiken und Muslime gemeinsam für die Erhaltung der Schöpfung einstünden. Die Botschaft wurde vom Präsidenten des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, und dem Ratssekretär Miguel Ángel Ayuso Guixot am 19. Mai unterzeichnet. (rv v. 2. 6.)

     

  • Aus Sicht des römisch-katholischen Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode muss über die Zulassungsbedingungen für Priester nachgedacht werden. „Die Frage der ‚viri probati‘, der bewährten Männer in Beruf und Familie, kann man ernsthaft prüfen“, sagte er im Interview der Osnabrücker Bistumszeitung „Kirchenbote“: Man müsse fragen, „ob Priesteramt und Zölibat immer miteinander verbunden sein müssen“. Die völlige Aufgabe der Pflicht zur Ehelosigkeit halte er aber für nicht sinnvoll, betonte Bode. Zur Weihe von Frauen meint er: „Wir sollten aber Frauen verstärkt in kirchliche Leitungspositionen bringen und über den Diakonat der Frau nachdenken.“ (kna u. rv v. 1. 6.)

     

  • An der Universität Salzburg ist am 1. Juni erstmals der Ökumene-Preis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche verliehen worden. Er ging an die Initiative „Vernetzte Ökumene Wien West“ – die Dekanate 13 bis19. Eingereicht wurde das Projekt: „ ‚Tag des Judentums‘ in christlich-jüdischer Zusammenarbeit – Ein Leitfaden“ durch die Projektautorin Dr. Elisabeth Lutter. (JA v. 11. 6.)

     

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