Der Passauer Bischof Stefan Oster hat in einem Zeitungsinterview über den priesterlichen Dienst gesprochen:

Die Priester müssten „noch mehr fähig sein, Gruppen zu begleiten, aber auch […] Menschen wachsen zu lassen in der Teilhabe am gemeinsamen Priestertum des Volkes Gottes“. Sie sollten nicht alles bei sich halten, sondern auch etwas abgeben können. Aufbrüche in der Kirche lebten „aus Bekehrung, aus immer wieder erneuerter Hinwendung zu Gott […] Erneuerung geht nicht, indem der Bischof Bekehrung verordnet“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. (KNA vom 19. 12.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Zum diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan wünscht der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog im Namen des Papstes allen Muslimen „Gelassenheit, Freude und zahlreiche geistliche Gaben“. In der Glückwunschbotschaft wird auch daran erinnert, dass sich am 19. Mai 1964 Papst Paul VI. als erster Papst während zum Ende des Fastenmonats an die Muslime wandte. In der diesjährigen Botschaft aus dem Vatikan wird auf die Enzyklika ‚Laudato Si‘ Bezug genommen. Die Zerstörung der Umwelt sei ein Problem sei eine Herausforderung, die über die Religionszugehörigkeit hinausgehe. Der interreligiöse Dialog-Rat des Vatikan hoffe deshalb, dass Katholiken und Muslime gemeinsam für die Erhaltung der Schöpfung einstünden. Die Botschaft wurde vom Präsidenten des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, und dem Ratssekretär Miguel Ángel Ayuso Guixot am 19. Mai unterzeichnet. (rv v. 2. 6.)

     

  • Aus Sicht des römisch-katholischen Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode muss über die Zulassungsbedingungen für Priester nachgedacht werden. „Die Frage der ‚viri probati‘, der bewährten Männer in Beruf und Familie, kann man ernsthaft prüfen“, sagte er im Interview der Osnabrücker Bistumszeitung „Kirchenbote“: Man müsse fragen, „ob Priesteramt und Zölibat immer miteinander verbunden sein müssen“. Die völlige Aufgabe der Pflicht zur Ehelosigkeit halte er aber für nicht sinnvoll, betonte Bode. Zur Weihe von Frauen meint er: „Wir sollten aber Frauen verstärkt in kirchliche Leitungspositionen bringen und über den Diakonat der Frau nachdenken.“ (kna u. rv v. 1. 6.)

     

  • An der Universität Salzburg ist am 1. Juni erstmals der Ökumene-Preis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche verliehen worden. Er ging an die Initiative „Vernetzte Ökumene Wien West“ – die Dekanate 13 bis19. Eingereicht wurde das Projekt: „ ‚Tag des Judentums‘ in christlich-jüdischer Zusammenarbeit – Ein Leitfaden“ durch die Projektautorin Dr. Elisabeth Lutter. (JA v. 11. 6.)

     

Artikelempfehlungen

Von 2014 bis 2018 werden im baden-württembergischen Konstanz von Stadtgemeinde, Landesregierung und Kirchen jährliche...
Wie die italienische Tageszeitung "La Repubblica" berichtete, soll derzeit diese große Wohnung im Vatikan hergerichtet...
Dies zeigt, dass die römisch-katholische Kirche wirklich auf das Volk Gottes hören will und kommende Entscheidungen...