Die Anglikanische Beratende Versammlung (Anglican Consultative Council, ACC) verabschiedet bei ihrer jüngsten Tagung in Lusaka (Sambia) mehrere Beschlüsse zu ökumenischen Fragen.

Wie die Anglikanische Weltgemeinschaft in London mitteilte, rief das Leitungsgremium zum gemeinsamen Gedenken des 500. Jahrestags des Reformationsbeginns auf und erinnert an die mittlerweile erreichten Dialogvereinbarungen mit Lutheranern, Katholiken, Methodisten und Orthodoxen. In der Resolution heißt es, der ACC „begrüße und bestätige“ die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ des Lutherischen Weltbundes und des Vatikan von 1999. Lobend erwähnt der Beschluss auch den „Helsinki-Bericht“ über ein gemeinsames Verständnis von Anglikanern und Lutheranern von Gottes rechtfertigender Gnade und die 1986 von der Internationalen Anglikanisch-Katholischen Kommission vorgelegte Erklärung „Erlösung und die Kirche“. Anglikaner sollten gemeinsam mit Lutheranern und anderen ökumenischen Partnern in Gottesdiensten sowie im Studium und der Mission an dieses Ereignis erinnern und sich das Leitwort des Lutherischen Weltbunds „Befreit durch Gottes Gnade“ zu eigen machen. (www.de.radiovaticana.va u. kna vom 3. 5.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Zum diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan wünscht der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog im Namen des Papstes allen Muslimen „Gelassenheit, Freude und zahlreiche geistliche Gaben“. In der Glückwunschbotschaft wird auch daran erinnert, dass sich am 19. Mai 1964 Papst Paul VI. als erster Papst während zum Ende des Fastenmonats an die Muslime wandte. In der diesjährigen Botschaft aus dem Vatikan wird auf die Enzyklika ‚Laudato Si‘ Bezug genommen. Die Zerstörung der Umwelt sei ein Problem sei eine Herausforderung, die über die Religionszugehörigkeit hinausgehe. Der interreligiöse Dialog-Rat des Vatikan hoffe deshalb, dass Katholiken und Muslime gemeinsam für die Erhaltung der Schöpfung einstünden. Die Botschaft wurde vom Präsidenten des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, und dem Ratssekretär Miguel Ángel Ayuso Guixot am 19. Mai unterzeichnet. (rv v. 2. 6.)

     

  • Aus Sicht des römisch-katholischen Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode muss über die Zulassungsbedingungen für Priester nachgedacht werden. „Die Frage der ‚viri probati‘, der bewährten Männer in Beruf und Familie, kann man ernsthaft prüfen“, sagte er im Interview der Osnabrücker Bistumszeitung „Kirchenbote“: Man müsse fragen, „ob Priesteramt und Zölibat immer miteinander verbunden sein müssen“. Die völlige Aufgabe der Pflicht zur Ehelosigkeit halte er aber für nicht sinnvoll, betonte Bode. Zur Weihe von Frauen meint er: „Wir sollten aber Frauen verstärkt in kirchliche Leitungspositionen bringen und über den Diakonat der Frau nachdenken.“ (kna u. rv v. 1. 6.)

     

  • An der Universität Salzburg ist am 1. Juni erstmals der Ökumene-Preis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche verliehen worden. Er ging an die Initiative „Vernetzte Ökumene Wien West“ – die Dekanate 13 bis19. Eingereicht wurde das Projekt: „ ‚Tag des Judentums‘ in christlich-jüdischer Zusammenarbeit – Ein Leitfaden“ durch die Projektautorin Dr. Elisabeth Lutter. (JA v. 11. 6.)

     

Artikelempfehlungen

Diese solle sich allerdings nicht auf die Weihestufe, sondern auf das traditionelle frühkirchliche Amt des Diakons...
Die Vertreibungen der Christen durch die radikale Gruppe Islamischer Staat (IS) seien ein „inakzeptables Verbrechen“,...
„Wir müssen dringend die Zulassungsbedingungen zum Weihepriestertum überdenken“. Das Zustandekommen einer...