Die presbyterianische Kirche Schottlands und die anglikanische Kirche von England erkennen sich in der sogenannten Columban-Declaration gegenseitig an.

Sie wurde schon im Dezember unterzeichnet, doch jetzt erst veröffentlicht. Die Erklärung benennt Ansätze zum weiteren Zusammenwachsen. Die Erklärung mit dem Titel „Wachstum in der Gemeinschaft, Partnerschaft in der Mission“ ist nach dem irischen Mönch Columban (6. Jhdt.) benannt. In dem Text betonen die beiden Kirchen, dass sie der einen, apostolischen Kirche Jesu Christi angehören. Sie erkennen die Sakramente der Taufe und des Abendmahls der jeweils anderen Kirche an. Anglikaner und Presbyterier laden ihre Gläubigen dazu ein, Mitglieder der jeweils anderen Kirche aufzunehmen, und bekräftigen die gegenseitige Anerkennung der Weiheämter. Der Dialog über das Bischofsamt, das in der presbyterianischen Kirche bislang fehlt, soll vertieft werden. Die beiden Kirchen erinnern an gemeinsame theologische Positionen, die sie bereits in früheren Dokumenten, wie etwa der Gemeinsamen Erklärung von Reully 2001, festhielten. (www.de.radiovaticana.va vom 4. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Zum diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan wünscht der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog im Namen des Papstes allen Muslimen „Gelassenheit, Freude und zahlreiche geistliche Gaben“. In der Glückwunschbotschaft wird auch daran erinnert, dass sich am 19. Mai 1964 Papst Paul VI. als erster Papst während zum Ende des Fastenmonats an die Muslime wandte. In der diesjährigen Botschaft aus dem Vatikan wird auf die Enzyklika ‚Laudato Si‘ Bezug genommen. Die Zerstörung der Umwelt sei ein Problem sei eine Herausforderung, die über die Religionszugehörigkeit hinausgehe. Der interreligiöse Dialog-Rat des Vatikan hoffe deshalb, dass Katholiken und Muslime gemeinsam für die Erhaltung der Schöpfung einstünden. Die Botschaft wurde vom Präsidenten des Rates, Kardinal Jean-Louis Tauran, und dem Ratssekretär Miguel Ángel Ayuso Guixot am 19. Mai unterzeichnet. (rv v. 2. 6.)

     

  • Aus Sicht des römisch-katholischen Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode muss über die Zulassungsbedingungen für Priester nachgedacht werden. „Die Frage der ‚viri probati‘, der bewährten Männer in Beruf und Familie, kann man ernsthaft prüfen“, sagte er im Interview der Osnabrücker Bistumszeitung „Kirchenbote“: Man müsse fragen, „ob Priesteramt und Zölibat immer miteinander verbunden sein müssen“. Die völlige Aufgabe der Pflicht zur Ehelosigkeit halte er aber für nicht sinnvoll, betonte Bode. Zur Weihe von Frauen meint er: „Wir sollten aber Frauen verstärkt in kirchliche Leitungspositionen bringen und über den Diakonat der Frau nachdenken.“ (kna u. rv v. 1. 6.)

     

  • An der Universität Salzburg ist am 1. Juni erstmals der Ökumene-Preis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche verliehen worden. Er ging an die Initiative „Vernetzte Ökumene Wien West“ – die Dekanate 13 bis19. Eingereicht wurde das Projekt: „ ‚Tag des Judentums‘ in christlich-jüdischer Zusammenarbeit – Ein Leitfaden“ durch die Projektautorin Dr. Elisabeth Lutter. (JA v. 11. 6.)

     

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