Im Anschluss an die Begegnung des Papstes Franziskus mit dem Patriarchen der orthodoxen Kirche von Moskau und ganz Russland, Kyrill I., am Flughafen von Havanna (Kuba) am 12. Februar wurde eine „Gemeinsame Erklärung“ veröffentlicht.

Darin heißt es: „In einer Welt, die von uns nicht nur Worte, sondern auch konkrete Taten erwartet, möge diese Begegnung ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens sein“. Man hoffe, dass die historische Begegnung „zur Wiederherstellung dieser von Gott gewollten Einheit, für die Christus gebetet hat, beitragen kann“. Es war das erste Treffen der Oberhäupter der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche seit der Kirchenspaltung 1054. Mit Blick auf Syrien und den Irak rufen sie die Staatenwelt dazu auf, „sich zu vereinen, um der Gewalt und dem Terrorismus ein Ende zu setzen.“ Zudem prangern sie einen „zügellosen Konsum“ an, der allmählich die Ressourcen unseres Planeten aufbraucht. (www.de.radiovaticana.va u. religion.ORF.at u. KAP u. APA vom 13. 2.; KircheIn 3/2016; JA v. 6. 3. u. viele Medien)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der maronitische Patriarch des Libanon, Kardinal Boutros Bechara Rai, wird in den kommenden Wochen Saudi-Arabien besuchen. Dies bestätigt das maronitische Patriarchat. Der Besuch könnte, wie Bischofsvikar für Süd-Arabien Camillo Ballin hofft, „der Beginn einer neuen Haltung von Saudi-Arabien gegenüber anderen Religionen sein”. Zu dem Besuch wurde Kardinal Rai von Walid Bukhari von der saudischen Botschaft im Libanon eingeladen. Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien soll Kardinal Rai nach Angaben von Bukhari auch König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman begegnen. (fides u. rv v. 3. 11. JA v. 12. 11.)

     

  • Der italienische Dogmatiker Giacomo Canobbio hat sich dafür ausgesprochen, erneut über die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt in der römisch-katholischen Kirche nachzudenken. Die Zeit für eine solche Debatte sei „mehr als reif", sagte der 72-jährige langjährige Vorsitzende der Italienischen Theologenvereinigung der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" am 2. November. Canobbio äußerte sich mit Blick auf die Weltbischofssynode für das Amazonasgebiet, die Papst Franziskus im Oktober 2019 einberufen will. Mit Blick auf die seelsorgliche Lage in der Urwaldregion macht sich der aus Österreich stammende emeritierte Amazonasbischof Erwin Kräutler seit Jahren dafür stark, priesterliche Aufgaben nicht an die Bedingung der Ehelosigkeit zu knüpfen. Canobbio sagte, Priesterdienst und Familienleben könnten nebeneinander bestehen. „Der Umstand, Frau oder Kinder zu haben, würde die Arbeit in der Pfarre in keiner Weise einschränken". So gebe es in Italien bei einer jahrhundertealten albanischen Minderheit auf Sizilien verheiratete katholische Priester. Die Frage sei dringlich, weil man für zahlreiche Priester mit illegitimen Beziehungen und Kindern „Klarheit schaffen" müsse. Angesichts des aktuellen Priestermangels könne die Weihezulassung für verheiratete Männer auch helfen, in entlegenen Orten die Seelsorge aufrechtzuerhalten. (kap v. 2. 11.)

     

  • Der Ökumenische orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. hat sich bei einer Konferenz in Athen für die Verstärkung des interreligiösen Dialogs ausgesprochen. Das sei die Voraussetzung für die Wiederherstellung der friedlichen Koexistenz im Nahen Osten. (JA v. 12. 11.)

     

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