In Kopenhagen ist die erste Frauenmoschee Skandinaviens eröffnet worden.

In der Mariam-Moschee sind alle Imame weiblich. Auch zum Freitagsgebet dürfen nur Frauen kommen. Zu allen anderen Aktivitäten sind aber auch Männer willkommen. Das Ziel sei, die „patriarchalischen Strukturen“ zu überwinden, die es nicht nur im Islam, sondern auch im Christentum und im Judentum gebe, sagte die Initiatorin Sherin Khankan. Sie ist in Dänemark eine bekannte Autorin. Die Reaktionen der anderen muslimischen Gemeinden in der dänischen Hauptstadt seien überwiegend positiv gewesen, sagte Khankan, die einen syrischen Vater und eine finnische Mutter hat. Es habe zwar auch Kritik gegeben, diese sei aber „moderat“ geblieben. (www.de.radiovaticana.va vom 13. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der maronitische Patriarch des Libanon, Kardinal Boutros Bechara Rai, wird in den kommenden Wochen Saudi-Arabien besuchen. Dies bestätigt das maronitische Patriarchat. Der Besuch könnte, wie Bischofsvikar für Süd-Arabien Camillo Ballin hofft, „der Beginn einer neuen Haltung von Saudi-Arabien gegenüber anderen Religionen sein”. Zu dem Besuch wurde Kardinal Rai von Walid Bukhari von der saudischen Botschaft im Libanon eingeladen. Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien soll Kardinal Rai nach Angaben von Bukhari auch König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman begegnen. (fides u. rv v. 3. 11. JA v. 12. 11.)

     

  • Der italienische Dogmatiker Giacomo Canobbio hat sich dafür ausgesprochen, erneut über die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt in der römisch-katholischen Kirche nachzudenken. Die Zeit für eine solche Debatte sei „mehr als reif", sagte der 72-jährige langjährige Vorsitzende der Italienischen Theologenvereinigung der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" am 2. November. Canobbio äußerte sich mit Blick auf die Weltbischofssynode für das Amazonasgebiet, die Papst Franziskus im Oktober 2019 einberufen will. Mit Blick auf die seelsorgliche Lage in der Urwaldregion macht sich der aus Österreich stammende emeritierte Amazonasbischof Erwin Kräutler seit Jahren dafür stark, priesterliche Aufgaben nicht an die Bedingung der Ehelosigkeit zu knüpfen. Canobbio sagte, Priesterdienst und Familienleben könnten nebeneinander bestehen. „Der Umstand, Frau oder Kinder zu haben, würde die Arbeit in der Pfarre in keiner Weise einschränken". So gebe es in Italien bei einer jahrhundertealten albanischen Minderheit auf Sizilien verheiratete katholische Priester. Die Frage sei dringlich, weil man für zahlreiche Priester mit illegitimen Beziehungen und Kindern „Klarheit schaffen" müsse. Angesichts des aktuellen Priestermangels könne die Weihezulassung für verheiratete Männer auch helfen, in entlegenen Orten die Seelsorge aufrechtzuerhalten. (kap v. 2. 11.)

     

  • Der Ökumenische orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. hat sich bei einer Konferenz in Athen für die Verstärkung des interreligiösen Dialogs ausgesprochen. Das sei die Voraussetzung für die Wiederherstellung der friedlichen Koexistenz im Nahen Osten. (JA v. 12. 11.)

     

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