Ökumene

Die deutsche Reformbewegung „Wir sind Kirche“ hat den Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (65) als Reformer gelobt: Bode verlange immer wieder mit deutlichen Worten mehr Einfluss von Frauen und spreche sich dafür aus, die Rolle der Priester in der römisch-katholischen Kirche zu überdenken, sagte der Sprecher der Bewegung, Christian Weisner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sagte, Bode habe beim Wandel in der römisch-katholischen Kirche entscheidende Impulse gesetzt. Zurückhaltend äußerte sich der Erzbischof allerdings auf die Frage, ob das Osnabrücker Modell, Frauen ehrenamtlich in die Gemeindeleitung einzubinden, Vorbild für ganz Deutschland sein könne. Dies müsse jedes Bistum für sich selbst entscheiden, sagte der Kardinal. (http://www.spiegel.de vom 4. 9.)

 

Der künftige Limburger römisch-katholische Bischof Georg Bätzing plädiert dafür, den für 2021 vorgesehenen Deutschen Evangelischen Kirchentag in Frankfurt am Main als gemeinsamen Ökumenischen Kirchentag zu begehen. Damit schloss sich Bätzing einem Vorschlag des Präsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, an. „Alles, was wir zusammen können, sollten wir zusammen tun“, sagte Bätzing, der demnächst im Limburger Dom zum Bischof geweiht. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatten zuletzt bekräftigt, an den Plänen für einen dritten Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt festzuhalten. (www.de.radiovaticana.va u. kna v. 7. 9.)

 

Im Rahmen einer ökumenischen Bildungsreise der Erzdiözese Salzburg und der evangelischen Diözese Salzburg-Tirol mit Erzbischof Dr. Franz Lackner sowie Superintendent Olivier Dantine an der Spitze erkundeten vor kurzem 62 Interessierte die Orte Erfurt, Eisenach, Helfta, Eisleben, Mansfeld, Wittenberg und Augsburg. Das Ziel dieser Reise bestand nicht nur im Besuch der historisch interessanten Lutherstätten, sondern auch im Austausch und im Miteinander-Beten von evangelischen und römisch-katholischen Christinnen und Christen. Neben den Häusern und Kirchen, in denen Martin Luther gelebt und gewirkt hatte, standen Meister Eckhart, Elisabeth von Thüringen, Gertrud von Helfta und Johann Sebastian Bach mit deren Wirkungsstätten auf dem Reiseprogramm. „Die wichtigste Botschaft Luthers, dass wir uns aufs Wesentliche – auf Christus – berufen sollen, sollte wieder mehr ins Gedächtnis gerufen werden. Das fasziniert mich“, sagte Erzbischof Franz Lackner. Eine ökumenisch besetzte Bildungsreise dieser Art soll es in Zukunft wieder geben. (www.kirchen.net vom 14. 9.)

 

Es gibt ein neues katholisch-evangelisches Dokument zu Martin Luther: Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben am 16. September ihre Absicht bekräftigt, das Reformationsgedenken 2017 als „ökumenisches Ereignis“ zu feiern. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, haben in München dazu ein 92-seitiges „Gemeinsames Wort zum Jahr 2017“ vorgestellt. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546), die als Beginn der Reformation gilt. Das Dokument mit dem Titel „Erinnerungen heilen - Jesus Christus bezeugen“ geht sowohl auf die gegenseitigen Verwundungen in den vergangenen 500 Jahren ein als auch auf die ökumenische Annäherung in den letzten Jahrzehnten. Es stellt die theologische Grundlage dar, das Gedenken „gemeinsam als Christusfest“ zu feiern. Einen zentralen Gottesdienst zur „Heilung der Erinnerung“ planen DBK und EKD am 11. März 2017 in Hildesheim. Dass das Reformationsgedenken ein ökumenisches „Fest“ werden soll, ist nach den Worten von Marx und Bedford-Strohm keineswegs selbstverständlich. Die bisherigen Gedenktage dienten eher der konfessionellen Profilierung und befestigten die Gräben zwischen den Kirchen. Diesmal soll es anders werden: Es sei „ein herausragender Moment unserer Gemeinschaft, nach Jahrhunderten gegenseitiger Abgrenzung ein Reformationsjubiläum in dieser Bereitschaft zu Vergebung und Aufbruch zu begehen“, betonten der EKD-Ratsvorsitzende und der DBK-Vorsitzende in ihrem Geleitwort. Als weiterhin offene Fragen werden Eucharistie- und Abendmahlsgemeinschaft sowie das Kirchen- und Amtsverständnis angesprochen. Bei der Weiterarbeit müsse jede Kirche der Versuchung widerstehen, „das eigene Selbstverständnis als theologisches Maß für alle Kirchen zu wählen“. Unter dem Titel „Theologische Schlüssel - 500 Jahre Reformation in der Ökumene heute“ steht das umfangreichste Kapitel des Textes. Darin wollen „beide Seiten erklären, was sie aneinander schätzen und inwieweit sie ihre eigenen theologischen Grundbegriffe nicht mehr ohne die ebenso kritische wie konstruktive Auseinandersetzung mit denen der anderen Seite formulieren können“. (religion.ORF.at; KAP u. KNA vom 16. 9.)

 

Im Oktober ist ein weiteres Treffen von Papst Franziskus mit dem anglikanischen Primas Justin Welby geplant, und zwar anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum des anglikanischen Zentrums in Rom. Laut der katholischen Wochenzeitung „Tablet“ wird Welby auch an einer Vesper in der römischen Basilika „Santi Andrea e Gregorio al Monte Celio“ teilnehmen. Außerdem wird Papst Franziskus am 12. Oktober eine Nachricht nach Westminster Abbey senden, wo die britische Premierministerin Theresa May, der römisch-katholische Primas Vincent Nichols und der Erzbischof Welby eine Ansprache zum Ende der Sklaverei halten werden. (www.de.radiovaticana.va rv. u. sir 21.09.2016 ah)

 

Mit einer Einigung bei der 14. Vollversammlung der Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen Vertretern der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche ist am 22. September das Treffen in Francavilla al Mare in der Erzdiözese Chieti-Vasto in Mittelitalien zu Ende gegangen. Wie das Außenamt des Moskauer Patriarchats berichtet, fand das Dokument mit dem Titel „Synodalität und Primat im ersten Jahrtausend: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis im Dienst der Einheit der Kirche“ allgemeine Zustimmung. Nur die Delegation der georgisch-orthodoxen Kirche brachte in einer eigenen Stellungnahme ihre abweichende Meinung zu einzelnen Abschnitten des Dokuments zum Ausdruck. Diese abweichende Stellungnahme wird in der Abschlusserklärung des Dokuments mitveröffentlicht. Die bulgarisch-orthodoxe Kirche war in Chieti nicht präsent. Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), plädierte in Francavilla dafür, die nächste Phase des Dialogs der Synodalität und dem Primat der Kirche im zweiten Jahrtausend zu widmen. In diesem Zusammenhang müsse auch das nach 1054 entstandene Phänomen der „Unionen“ von Teilen der orthodoxen Kirche mit Rom behandelt werden. Dieses Thema sei nach wie vor ein „Stolperstein“ in den orthodox-katholischen Beziehungen. Daher sei es angezeigt, die Diskussion im Hinblick auf das zweite Jahrtausend fortzuführen, erklärte Hilarion. Der zweite Repräsentant der russisch-orthodoxen Kirche, Archimandrit Irenaeus Steenberg von der Abtei Saint Silouan in Kalifornien, betonte ebenfalls, dass die Diskussion über Synodalität und Primat im zweiten Jahrtausend - einschließlich der Frage des „Uniatismus“ - notwendig sei. Die russisch-orthodoxe Kirche werde in jedem Fall weiterhin intensiv am orthodox-katholischen Dialog mitarbeiten, auch wenn die Fragen der ekklesiologischen und kanonischen Folgen der „Unionen“ ungelöst bleiben. Im Abschlussdokument der 14. Vollversammlung wird auch die Solidarität der Bischöfe und Theologen mit der leidenden Bevölkerung des Nahen Ostens betont. (www.de.radiovaticana.va u. kap v. 22. 9.)

 

Unter dem Titel „Heute gerecht leben“ findet bis zum 25. September in Wien die zweite christlich-islamische Dialogkonferenz statt. Römisch-katholische, orthodoxe und muslimische Theologen und Philosophen diskutieren über verschiedene Voraussetzungen für ein respektvolles Zusammenleben von Christen und Muslimen. Die muslimischen Teilnehmer kommen vor allem aus dem Iran und vertreten die schiitische Richtung des Islam. Die Dialogkonferenz wird vom „Institut für Religion und Frieden“ und von der Johannes-Messner-Gesellschaft veranstaltet. Die erste Tagung dieser Art fand 2014 im Iran statt. Von Seiten der orthodoxen Kirche in Österreich nimmt u.a. der Theologe Ioan Moga an dem Symposion teil. Er betonte, dass es zum interreligiösen wie interkulturellen Dialog keine Alternative gebe. Gerade auch der persönliche Kontakt zu Vertretern der jeweils anderen Seite könne dazu beitragen, Vorurteile abzubauen. (www.de.radiovaticana.va u. kap v. 23. 9.)

 

In Berlin wird eine neue Stiftung für den Bau eines Gotteshauses für drei Religionen eingerichtet. Die „Stiftung House of One“ hat die Aufgabe, den „Dialoganfragen aus aller Welt“ gerecht zu werden. Sie geht aus dem bisherigen Trägerverein „Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin“ hervor. Das Gotteshaus soll getrennte Gebetsräume für Juden, Christen und Muslime sowie einen gemeinsamen Raum der Begegnung erhalten. Dem Stiftungsrat gehören unter anderem der Rabbiner Andreas Nachama und der Imam Kadir Sanci an. Der Bau soll im Stadtzentrum auf den Fundamenten der kriegszerstörten evangelischen Petrikirche errichtet werden. Träger des Projekts sind die evangelischen Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die jüdische Gemeinde, das Abraham Geiger Kolleg und das muslimische „Forum für Interkulturellen Dialog“. (www.de.radiovaticana.va u. kna v. 23. 9.)

 

Die Diözese Regensburg hat seit 24. September ein neues Ostkirchen-Institut. Bischof Rudolf Voderholzer will damit an Traditionen anknüpfen, denn eine Vorläufereinrichtung hat vor vier Jahren ihre Arbeit beendet. Er habe dieses „große Erbe“ fortführen wollen, sagte er. Zur Gründung war Kardinal Kurt Koch aus dem Vatikan angereist. Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen wollte damit ein Signal setzen: „Die Dialoge gelingen nur, wenn sie lokal, regional und universal stattfinden“, sagte er. Er glaube fest daran, dass das Trennende zwischen der Kirche in Rom und den Ostkirchen überwunden werden könne. „Ich werde es sicher erleben. Ich weiß nur nicht, ob noch auf Erden oder schon im Himmel“. Bereits am Gründungstag debattierten Kirchenvertreter bei einem internationalen ökumenischen Symposium über den „Dialog 2.0“. Der Tag endete mit einer ökumenischen Vesper in der Dominikanerkirche. Der Wunsch nach einer Wiedervereinigung seit der Trennung 1054 sei da, sagt der Kardinal. „Seit dem 2. Vatikanischen Konzil hat jeder Papst diese tiefe Sehnsucht gehabt. Das war auch auf orthodoxer Seite so.“ Koch erinnerte an ein Telegramm des Patriarchen Athenagoras an Papst Paul VI., in dem er schrieb: „Die Zeit des christlichen Mutes ist gekommen. Wir lieben einander, wir teilen den selben Glauben. Es ist Zeit, das wir uns auf dem Weg machen zum gemeinsamen Altar.“ Die Neukonzeption bindet das Institut mehr in die Diözesanstruktur ein und soll Beiträge zur besseren wechselseitigen Kenntnis östlicher und westlicher Tradition sowie zur „Wiederherstellung kirchlicher Einheit in Vielfalt“ leisten, so Bischof Voderholzer. (www.de.radiovaticana.va u. kna v. 25.9.; www.mittelbayerische.de und kap v. 24. 9.)

 

Mit einem ökumenischen Gottesdienst am Rand des Flüchtlingslagers Friedland (Deutschland) und einem anschließenden Begegnungsfest ist am 25. September die 41. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Sie ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der griechisch-orthodoxen Metropolie. Der Gottesdienst wurde geleitet vom stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, vom Kulturbeauftragten der evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen, sowie vom Archimandrit Gerasimos Frangoulakis als Vertreter der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland. In seiner Einführung zum ökumenischen Gottesdienst nahm Bischof Trelle Bezug auf die bewegte Geschichte des Grenzdurchgangslagers bei Göttingen (Niedersachsen): „Wir wollen eine umfassende Solidarität mit Migranten […] Das ist die moralische Substanz unserer gemeinsamen Überzeugungen und unterschiedlichen religiösen Traditionen, die ein gemeinsames Fundament haben in den Grundwerten von Barmherzigkeit, Gastfreundschaft und tätiger Nächstenliebe.“ In seiner Predigt betonte Clausen: Es ist gut, „dass es die Interkulturelle Woche […] gibt, um gemeinsam zu überlegen, wie wir einträchtig in Vielfalt leben können.“ Mit einem Friedensgruß von Vertretern der jüdischen Gemeinde in Göttingen und der muslimischen Gemeinschaft schloss der ökumenische Gottesdienst. (www.de.radiovaticana.va v. 25. 9.)

 

Die römisch-katholische Kirche kommt den unierten Kirchen des orthodoxen Ritus entgegen und passt die Regelung für Mischehen den orthodoxen Gepflogenheiten an: Mischehen zwischen Katholiken und katholisch-unierten Christen können nun auch nach dem ostkirchlichen Ritus erlaubt geschlossen werden. (JA v. 25. 9.)

 

Rund 1.000 Katholiken und Protestanten aus ganz Deutschland pilgern von 9. bis 16. Oktober unter dem Motto „Mit Luther zum Papst“ gemeinsam nach Rom. Es ist das „größte ökumenische Projekt“ im Rahmen des Gedenkjahres zum Beginn der Reformation vor 500 Jahren, so die beiden Kirchen in Sachsen-Anhalt als die Veranstalter. Vor allem junge Menschen unter 30 aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nehmen teil. Begleitet werden sie vom römisch-katholischen Magdeburger Bischof Gerhard Feige, der mitteldeutschen Landesbischöfin Ilse Junkermann und vom Anhalts Kirchenpräsidenten Joachim Liebig. In einer Audienz bei Papst Franziskus wollen ihm die Pilger selbst erarbeitete Wünsche zur Ökumene als „Thesenbuch“ überreichen. Geplant ist zudem ein Gottesdienst mit dem für Ökumene zuständigen Kurienkardinal Kurt Koch. (kna v. 29. 9.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Gemeinsam gegen Extremismus: Der Papstbesuch in Ägypten im April kann wichtige Impulse liefern, um ein gemeinsames Gegengewicht zu radikalen Strömungen im Islam zu bilden. Das sagte im Gespräch mit Radio Vatikan der ägyptische Islamwissenschaftler Pater Khalil Samir: „Die politische Linie ist gemeinsam: Wir wollen Frieden. […] Letztendlich wollen wir in Toleranz miteinander leben. Und das ist, was Al-Azhar heute zeigen möchte: ,Wir sind die echte Vorstellung des Islam‘.“ Papst Franziskus wird auf seiner Reise in Kairo mit dem Großimam von Al-Azhar – das ist die höchste Autorität im islamischen Recht für die sunnitischen Rechtsschulen – zusammentreffen. Die Begegnung gilt schon jetzt als historisch. Pater Samir erinnert angesichts extremistischer Tendenzen innerhalb des Islam, bei denen durch eine wörtliche Koranauslegung Gewalt im Namen der Religion gerechtfertigt wird, an die Bedeutung einer historisch-kritischen Koranexegese: Diese nötige „Erneuerung“ müsse allerdings aus dem Islam selbst heraus geschehen: „Ich möchte damit Schluss machen, dass wir Christen unseren Brüdern Muslimen helfen können. Das müssen die Muslime selber tun!“ Auch der ägyptische Präsident al-Sisi habe von einer notwendigen Erneuerung des Islam gesprochen. Der Jesuit verwies auf eine Rede al-Sisis vor 200 Imamen in der Al-Azhar-Universität im Dezember 2014: „Wir brauchen eine islamische Revolution. Dieses Wort hat er benutzt, um den Glauben neu zu denken. Alle haben applaudiert und gesagt: ,Ja, das ist es!‘“. Unter der aktuellen Regierung seien etwa Leute ins Gefängnis gebracht worden, die eine aggressive Islamisierung im Land vorantreiben wollten und dabei übergriffig geworden sind. „Man hat ein bisschen Hoffnung, dass es mit al-Sisi besser wird mit der Zeit", so Samir. (rv v. 5. 4.)]

     

  • Immer mehr Frauen besetzen Führungspositionen an US-Universitäten in römisch-katholischer Trägerschaft. Ihr Anteil stieg seit dem Jahr 2000 um 137%, wie aus einer Erhebung der Vereinigung der katholischen Hochschulen und Universitäten der USA hervorgeht. Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass vor allem starke Rollenvorbilder in der eigenen Familie römisch-katholische Frauen motiviert hätten, nach Spitzenämtern zu streben. Von den 220 Hochschulen in römisch-katholischer Trägerschaft wurden 2016 bereits 46 von Laienpräsidentinnen geleitet. (kna u. rv v. 3. 4.; KircheIn 05/2017)

     

  • Für den römischen Kurienkardinal Kurt Koch ist das Bemühen um die Einheit der Christen „wesentlich Versöhnungsarbeit". Eine solche ökumenische Versöhnung sei „das Gebot der Stunde", sagte der Präsident des päpstlichen Einheitsrats am 3. April im Ulmer Münster. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sagte, der von Martin Luther entwickelte Grundsatz von der Rechtfertigung der Menschen allein durch den Glauben bedeute nicht, dass die konkreten Werke überflüssig seien. Vielmehr stehe die Freiheit eines Christenmenschen dafür, nie das Schicksal der anderen ignorieren zu dürfen. Die beiden Theologen sprachen am Rande des Kongresses von „Unita dei Cristiani". Der 2001 gegründete Verein mit 300 Mitgliedern unterstützt Initiativen zur Förderung der Einheit der Christen. Koch ist als Prokurator eine Art Ehrenvorsitzender. Stellvertretende Prokuratoren sind die württembergischen Bischöfe der beiden großen Kirchen, Gebhard Fürst und Frank Otfried July. (www.kathpress.at/ vom 4. 4.)

     

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