Ökumene

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat die Bedeutung der kulturellen und akademischen Austauschprogramme zwischen dem Moskauer Patriarchat und dem Vatikan gewürdigt. Kyrill empfing am 28. August die Teilnehmer des 5. Sommerkurses für römisch-katholische Priester und Ordensleute. Sie waren Gäste des von Metropolit Hilarion (Alfejew) geleiteten Theologischen Kyrill-Method-Instituts. Die Mitglieder der vatikanischen Delegation besuchten u. a. das Nowospasskij-Kloster und die Synodalabteilung für die Beziehungen der Kirche zur Gesellschaft und zu den Medien, die von Wladimir Legojda, geleitet wird. Man setzt besonders auf eine Zusammenarbeit im Bereich der Caritas-Arbeit, weil dies der beste Weg für die Kirchen ist, einander näher zu kommen. (kap u. vn. v. 1. 9.)

 

Hochrangige Vertreter der deutschen lutherischen Kirchen werden im Vatikan erwartet. Zur Delegation gehören der amtierende Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (LWB), Landesbischof Frank Otfried July, der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD), Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, sowie Referenten der Geschäftsstelle des LWB. Geplant sind ein Gedenkakt in der Basilica di San Bartolomeo für den polnischen lutherischen Bischof Juliusz Bursche, der 1942 an den Folgen der Haft in NS-Konzentrationslagern starb. Dann stehen Gespräche mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, sowie dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria Ferrer, auf dem Programm. Danach ist eine Begegnung mit Papst Franziskus geplant. (kna u. vn v. 4. 9.)

 

Ein Plädoyer für die Abendmahlsgemeinschaft von Katholiken und Protestanten hat der deutsche Ökumenische Arbeitskreis ÖAK vorgelegt. Demnach ist die „wechselseitige Teilnahme an den Feiern von Abendmahl/Eucharistie in Achtung der je anderen liturgischen Traditionen (...) theologisch begründet“. Das Dokument evangelischer und katholischer TheologInnen trägt den Titel „Gemeinsam am Tisch des Herrn - Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“. Der ÖAK arbeitet eigenständig, unterrichtet aber regelmäßig die katholische Deutsche Bischofskonferenz und den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) über die Beratungen. Vorsitzende sind die Bischöfe Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und der Limburger Bischof Georg Bätzing. Im Gespräch mit dem Kölner Domradio betonte Bätzing „Ich muss sagen, die theologische Begründung in diesem Grundlagenpapier ist für mich so deutlich, dass ich mich nicht entziehen wollte und auch nicht konnte.“ Er trage den Text „als Frucht des ökumenischen Dialogs vieler Jahre mit“ und schließe sich dem Votum voll und ganz an. Er sehe darin „einen wichtigen und gangbaren Schritt auf dem Weg hin zu einer sichtbaren Einheit unserer beiden Kirchen“, sagte er bei der Vorstellung des Dokuments. „Die Sehnsucht wächst und die Ungeduld wächst. Ich glaube, dass hier wirklich Entscheidungen anstehen und dass das Lehramt der Kirche auch den Blick auf die Gläubigen haben muss.“ Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige, Vorsitzender der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hofft auf eine sachliche Debatte über das Theologen-Votum zur Kommuniongemeinschaft von Katholiken und Protestanten. Er erklärte, mit diesem Votum zur wechselseitigen Teilnahme von römisch-katholischen und evangelischen Christinnen und Christen an Abendmahl und Eucharistie stoße der Arbeitskreis „auf dem ökumenischen Weg eine Tür weit auf. […] Eine solche Möglichkeit zu eröffnen, wäre ein nächster bedeutender Schritt hin zur vollen sichtbaren Einheit der Kirche". Der Tübinger evangelische Theologe Volker Leppin hob hervor: „Unser Votum argumentiert auf einer so breiten biblischen und wissenschaftlichen Grundlage, dass sich die Argumentationslast gegenüber dem Gewohnten umkehrt: Wer etwas gegen die Abendmahlsgemeinschaft sagen will, braucht sehr starke Gründe.“ (kna u. vn v. 11. 9.)

 

Der Erzbischof von Warschau, Kardinal Kazimierz Nycz, hat in Russland den Außenamtsleiter des russisch-orthodoxen Moskauer Patriachats, Metropolit Hilarion (Alfejew), getroffen. Metropolit Hilarion unterstrich die Bedeutung des Besuchs und erinnerte an den Warschau-Besuch von Patriarch Kyrill I. im August 2012, bei dem dieser und der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jozef Michalik, eine gemeinsame Versöhnungsbotschaft an das russische und das polnische Volk richteten. Nycz und Hilarion zeigten sich zufrieden über das „hohe Niveau" der bilateralen Beziehungen zwischen dem Moskauer Patriarchat und der römisch-katholischen Kirche. (vn v. 13. 9.)

 

Patriarch Bartholomaios I., das Oberhaupt der orthodoxen Christen, würdigt die Geste des Papstes, der ihm Reliquien des hl. Apostels Petrus geschenkt hat. Das sei „ein neuer Markstein und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einheit der Christen“, sagte er in einem Interview mit Radio Vatikan und der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“. Er wisse die Geste seines „Bruders Franziskus“ sehr zu schätzen. Die Petrus-Reliquien stammen aus Ausgrabungen unter dem Petersdom. Zum Stand der Ökumene bemerkte der Patriarch, in den letzten fünfzig Jahren sei „eine lange Wegstrecke zurückgelegt“ worden. Dennoch bleibe bis zur „Wiederherstellung der Einheit“ noch „viel zu tun“. Ihm sei der „Dialog der Wahrheit“ sehr wichtig, also das theologische Gespräch über „die gemeinsamen Traditionen, auf denen wir unsere Zukunft der Gemeinschaft aufbauen könnten“. (vn v. 14. 9.)

 

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., ist von Papst Franziskus zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen worden. Die Begegnung sei in „brüderlicher Atmosphäre" erfolgt, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit. Der Patriarch habe den „Wert der Synodalität in der Orthodoxen Kirche" betont, sagte Bruni. Bartholomaios hielt sich zur Teilnahme am 24. Internationalen Kongress der „Gesellschaft für das Recht der Ostkirchen" in Rom auf. In einer Rede am Päpstlichen Orientalischen Institut betonte er, dass alle Kirchen - ob orthodox, römisch-katholisch oder reformatorisch - die grundsätzliche Verpflichtung hätten, den „anderen" zu respektieren und anzuerkennen. Damit Dialog zustande komme, sei es notwendig, „sich von jeder Form des feindlichen Antagonismus zwischen Christen unterschiedlicher Konfession zu befreien". (vn v. 17. 9.; JA v. 29. 9.)

 

Der ökumenische Dialog muss weitergehen, weil Jesus selbst in seinen Abschiedsreden den Christen den Auftrag zur Einheit gegeben hat. Dies betonte der Präsident der Wiener ökumenischen Stiftung „Pro Oriente", Alfons M. Kloss in Madrid beim interreligiösen Friedenstreffen der Gemeinschaft „Sant' Egidio“. Kloss nahm dort unter anderem mit Weltkirchenrat-Generalsekretär Olav Fykse Tveit an einem Podiumsgespräch teil. Es gehöre zum Christsein, das im Johannes-Evangelium überlieferte Wort Jesu ernst zu nehmen: „Alle sollen eins sein... damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast." Kloss verwies auf das Wort von Papst Benedikt XVI. (2005-2013), dass die Christen aufeinander hören und voneinander lernen sollten, was es bedeute, in der Welt von heute Christ zu sein. Voneinander zu lernen und einander besser zu kennen sei aber auch hilfreich, die eigenen Positionen klarer zu sehen, „einschließlich der Fehler und Irrtümer". Man müsse immer die drei Ebenen des ökumenischen Dialogs im Auge behalten: Den Dialog der Theologen, den Dialog der kirchlichen Hierarchien und den Dialog auf der Ebene der Gemeinden, im gesamten „Volk Gottes". Ökumenischer Fortschritt hänge auch vom Grad des harmonischen Austausches zwischen den drei Ebenen ab. Heute müsse man sich wahrscheinlich mehr auf das konzentrieren, „was wir gemeinsam tun können und nicht auf das, was uns trennt", sagte Kloss. (kap u. vn v. 18.9.)

 

In ökumenischer Eintracht richteten die christlichen Bischöfe einen Appell an ihre Christen, im Land Syrien zu bleiben bzw. zurückzukehren: Patriarch Mor Ignatius Ephräm II. (syrisch-orthodoxe Kirche), Patriarch Youhanna X. (griechisch-orthodoxe Kirche), Patriarch Youssef Absi (melkitische griechisch-katholische Kirche) und der Apostolische Nuntius Kardinal Mario Zenari. Sie betonten auch die Einheit Syriens und des syrischen Volkes und ihre Solidarität mit den Friedensbemühungen der Regierung. (CSI-Zeitung 09/2019)

 

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. besuchte die albanischsprachige griechisch-katholische Eparchie Lungro im süditalienischen Kalabrien. Es ist eine Kurzvisite von hoher ökumenischer Bedeutung: Anders als im Hinblick auf die sonstigen katholischen Ostkirchen des byzantinischen Ritus gibt es mit der griechisch-katholischen Kirche in Italien seitens der orthodoxen Kirche keine Berührungsängste. Das hängt damit zusammen, dass die vor der osmanischen Eroberung nach Süditalien geflüchteten Albaner zwar die Gemeinschaft mit dem Papst aufgenommen hatten, aber nie eine formelle Union mit Rom abschlossen. Anlass des Besuchs des Patriarchen ist das 100-Jahr-Jubiläum der Eparchie Lungro, die 1919 von Papst Benedikt XV. errichtet worden ist. Der Patriarch ist auch Ehrengast des feierlichen Vespergottesdienstes in der griechisch-katholischen Kathedrale San Nicola di Mira in Lungro. Der Besuch in Lungro werde es dem Ökumenischen Patriarchen erlauben, eine „byzantinische Realität im Herzen der katholischen Kirche“ zu erleben, betonte Generalvikar Lanza. Die „konstantinopolitanische Tradition“ sei hier dank des Schutzes der Päpste treu bewahrt worden. Dies habe es möglich gemacht, das „kostbare liturgische und spirituelle Erbe des Orients“ in der Westkirche erlebbar zu machen. Die Eparchie von Lungro wolle einen Beitrag leisten, damit der von Jesus in den Abschiedsreden formulierte Wunsch, „dass alle eins seien“, verwirklicht wird und der „Skandal der Trennung“ ein Ende findet, der bisher verhindert, dass „die Kirche mit beiden Lungen – der östlichen und der westlichen“ – atmen kann. Die Begegnung in Lungro zeige, dass trotz aller historischen Ereignisse der Wunsch nach Einheit stark ist und der Wunsch besteht, „auf dem Weg der brüderlichen Annäherung von Katholiken und Orthodoxen voranzuschreiten“, sagte Lanza (vnv. 18. 9.)

 

Der aktuelle theologische Dialog zwischen der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche versucht, ein gemeinsames Verständnis der Synodalität im Dienst der Einheit der Kirche zu finden. Das sagte Papst Franziskus bei einer Audienz für die Teilnehmer an einer Tagung, die die Gesellschaft für das Recht der Ostkirchen anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens organisiert hatte. Das Tagungsthema lautete: „50 Jahre der Begegnung unter den Ostkirchen: wie das Kanonische Recht zum Ökumenischen Dialog beiträgt“. Ihre Forschungstätigkeit sei von „grundlegender Hilfe für den ökumenischen Dialog“, würdigte der Papst die Arbeit der Experten für Ostkirchenrecht, die sowohl aus römisch-katholischen und unierten als auch orthodoxen Kirchen stammen. „Wieviel können wir voneinander lernen!“, betonte der Papst gegenüber seinen Gästen, und das „in allen Feldern des kirchlichen Lebens“: „In der Theologie über das spirituelle sowie liturgische Leben bis hin zur pastoralen Aktivität und natürlich auch im kanonischen Recht. […] Wir haben die Möglichkeit, von der synodalen Erfahrung der anderen Traditionen zu lernen, vor allem von denen der Ostkirchen.“ Dies sei, so der Papst weiter, eine „ökumenische Herausforderung“: „Der Einsatz zum Aufbau einer synodalen Kirche – eine Mission, zu der wir alle gerufen sind, jeder in der Rolle, die der Herr ihm anvertraut – hat große ökumenische Auswirkungen.“ Die Gesellschaft für das Recht der Ostkirchen wurde 1969, kurz nach dem II. Vatikanischen Konzil, vom Jesuitenpater Ivan Žužek gegründet, der auch federführend bei der Erstellung des Gesetzbuches der katholischen Ostkirchen war. (vn v. 19. 9.)

 

Kurienkardinal Kurt Koch hat eine weitere Debatte über Fortschritte in der Ökumene angeregt. „Wir müssen über eine graduelle Anerkennung kirchlicher Ämter anderer Konfessionen nachdenken“, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen im Gespräch mit Vertretern der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Rom. Weiters erinnerte Koch an die römisch-katholische Position, wonach das Kirchenverständnis untrennbar mit der Eucharistie verbunden ist. (kna . vn v. 27.9.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben 17 christliche Kirchen und Kapellen sowie einen Hindu-Tempel offiziell als Kultstätten anerkannt. In einem Festakt im Herrscher-Palast am 21. September unter dem Titel „Ein Ruf zur Harmonie“ setzte das Department of Community Development (DCD) einen neuen rechtlichen Rahmen für Religionsgemeinschaften in Kraft. Dieser sichert gleiche Rechte im Rahmen der geltenden Gesetze zu. Vertreter der indischen Communiy in den VAE würdigten den Schritt als weiteres Zeichen für ein Klima der Toleranz und des Dialogs. Der Vorsitzende des DCD, Mugheer Al Khaili, erklärte, die Emirate seien ein „Platz für alle“. Abu Dhabi sei ein führendes Modell der Toleranz und Koexistenz. Angesichts der Tatsache, dass der Großteil der Bevölkerung aus Ausländern bestehe, seien die VAE um die Einheit des Landes und die Inklusion aller bemüht, die zu seiner Entwicklung beitragen, so Al Khaili. (kna u. vn v. 1. 10.)

     

  • Eine Gruppe von Frauen, darunter zahlreiche Ordensschwestern, fordert das Stimmrecht für Frauen bei Bischofssynoden. Drei Tage vor der Amazonassynode, findet dazu eine Veranstaltung in der Bibliotheca Valcelliana in Rom statt. Die Schweizer Ordensfrau Irene Gassmann, Priorin des Benediktinerinnenklosters Fahr, sprach bei einer Pressekonferenz in Rom von „Geschlechterdiskriminierung“: „Ich denke, dass gerade zu einer Synode, wo es um Themen geht, die das ganze Volk Gottes in einer Region oder auch weltweit betreffen, die Frauen da auch dazugehören und die Erfahrungen der Frauen. Wenn das einfach nicht einbezogen wird, dass die Frauen dann auch mitbestimmen können, denke ich, vergibt sich die Kirche auch eine riesige Chance, wenn sie auf dieses Potenzial verzichtet. Und zudem geht es auch um eine Gleichberechtigung. Wenn es möglich ist, dass ein Ordensmann, der nicht Priester ist, bei der Synode mitbestimmen kann und eine Ordensschwester nicht, dann ist das eine Geschlechterdiskriminierung. […] Ich glaube, es geht um das Zeichen, das damit gesetzt würde. Und auch ein Zeichen, auf das ganz viele Katholikinnen und Katholiken warten, dass die Kirche den Frauen zugesteht, dass sie auch ein Recht haben mitzustimmen bis zum Schluss.“ Schwester Simone Campbell, Leiterin von „Nuns on the Bus” (USA) meint dazu „Wenn Brüder abstimmen können, können auch Schwestern abstimmen. […] Es geht darum, die ganze Kirche sprechen zu lassen“. Das Stimmrecht für Ordensfrauen wäre ein Schritt hin zu sichtbarer Gleichberechtigung, sagte Deborah Rose-Milavec, Generalsekretärin der US-amerikanischen Organisation FutureChurch. Die in Liechtenstein ansässige römisch-katholische Stiftung Organisation „Voices of Faith“ koordiniert Aktivistinnen, die das Stimmrecht für Frauen bei der Synode verlangen. (vn v. 2. 10.)

     

  • Für die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) ist und bleibt das orthodoxe Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel die „Mutterkirche“. Das hat Großerzbischof Schewtschuk in einem Interview für die offizielle Website der UGKK betont. Er war vor kurzem in Rom mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zusammengetroffen. Der Großerzbischof betonte nun, wie wichtig ihm gute Beziehungen zum und die Verbundenheit mit dem Ökumenischen Patriarchat seien. Er erinnerte an den Appell von Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben „Ut unum sint" (1995), in dem dieser die Kirchenführer und Theologen der nichtkatholischen Kirchen aufrief, mit ihm über mögliche alternative Formen des Einheitsamt des Bischofs von Rom nachzudenken und einen Dialog zu führen. Weiters zitierte Schewtschuk Papst Johannes XXIII. (1958-1963), der betonte, dass Katholiken und Orthodoxe weit mehr verbinde als trenne. „Wenn wir nach Wegen suchen, um uns näher zu kommen, dann müssen wir Gemeinsamkeiten finden. Und wir sind durch eine gemeinsame Mutter verbunden", so der Großerzbischof im Blick auf die gemeinsame Geschichte der unierten und orthodoxen Kirchen in der Ukraine. Wenn man dies ernst nehme, dann könne man auch gemeinsam beten. Er sprach den Wunsch aus, dass die Kiewer Sophienkathedrale die gemeinsame Kathedrale aller Christen in der Ukraine sein sollte. Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine ist eine Ostkirche eigenen Rechts, die ihre Gottesdienste im byzantinischen Ritus feiert und zugleich mit Rom uniert ist, d.h. sie steht in der eucharistischen Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche und anerkennt den Papst als Oberhaupt. Die sowjetische Führung ordnete 1946 ihre Zwangsvereinigung mit der russisch-orthodoxen Kirche an. (kap u. vn v. 4. 10.)

     

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