Papst Franziskus kritisiert Aussagen des amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Auf einer Pressekonferenz während des Rückfluges aus Mexiko für die mitreisenden Journalisten nahm er sich kein Blatt vor den Mund: „Ein Mensch, der nur daran denkt, Mauern zu bauen und nicht Brücken, der ist nicht christlich. Das ist nicht das Evangelium […] Ich sage nur: Dieser Mensch ist kein Christ, wenn er das so sagt.“ Und über wiederverheiratete Geschiedene: „Das post-synodale Dokument, das vielleicht noch vor Ostern herauskommen wird, wird all das aufnehmen, was die Synode über die Konflikte und die verwundeten Familien gesagt hat“ Und er erzählte von einem wiederverheiratete Paar, das er in Tuxtla Gutierrez getroffen hatte. „Sie sind in der Seelsorge der Kirche integriert. Das ist das Schlüsselwort der Synode, und das werde ich auch wieder aufgreifen: in das Leben der Kirche die verwundeten Familien, die Familien der Wiederverheirateten, integrieren.“ Und zum geplanten Gesetz in Italien über gleichgeschlechtliche Partnerschaften: Als Papst mische er sich nicht in italienische Politik ein. Den Bischöfen Italiens habe er gesagt, sie sollten das unter sich ausmachen, wie damit umzugehen sei. Politiker - zumal katholische Politiker - sollten ihrem Gewissen entsprechend abstimmen; das Gewissen müsse natürlich gut gebildet sein. (www.de.radiovaticana.va vom 18. 2.; Der Standard vom 20. 2.; KircheIn 3/2016; JA v. 28. 2. u. 6. 3.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der maronitische Patriarch des Libanon, Kardinal Boutros Bechara Rai, wird in den kommenden Wochen Saudi-Arabien besuchen. Dies bestätigt das maronitische Patriarchat. Der Besuch könnte, wie Bischofsvikar für Süd-Arabien Camillo Ballin hofft, „der Beginn einer neuen Haltung von Saudi-Arabien gegenüber anderen Religionen sein”. Zu dem Besuch wurde Kardinal Rai von Walid Bukhari von der saudischen Botschaft im Libanon eingeladen. Bei seinem Besuch in Saudi-Arabien soll Kardinal Rai nach Angaben von Bukhari auch König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman begegnen. (fides u. rv v. 3. 11. JA v. 12. 11.)

     

  • Der italienische Dogmatiker Giacomo Canobbio hat sich dafür ausgesprochen, erneut über die Zulassung verheirateter Männer zum Priesteramt in der römisch-katholischen Kirche nachzudenken. Die Zeit für eine solche Debatte sei „mehr als reif", sagte der 72-jährige langjährige Vorsitzende der Italienischen Theologenvereinigung der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" am 2. November. Canobbio äußerte sich mit Blick auf die Weltbischofssynode für das Amazonasgebiet, die Papst Franziskus im Oktober 2019 einberufen will. Mit Blick auf die seelsorgliche Lage in der Urwaldregion macht sich der aus Österreich stammende emeritierte Amazonasbischof Erwin Kräutler seit Jahren dafür stark, priesterliche Aufgaben nicht an die Bedingung der Ehelosigkeit zu knüpfen. Canobbio sagte, Priesterdienst und Familienleben könnten nebeneinander bestehen. „Der Umstand, Frau oder Kinder zu haben, würde die Arbeit in der Pfarre in keiner Weise einschränken". So gebe es in Italien bei einer jahrhundertealten albanischen Minderheit auf Sizilien verheiratete katholische Priester. Die Frage sei dringlich, weil man für zahlreiche Priester mit illegitimen Beziehungen und Kindern „Klarheit schaffen" müsse. Angesichts des aktuellen Priestermangels könne die Weihezulassung für verheiratete Männer auch helfen, in entlegenen Orten die Seelsorge aufrechtzuerhalten. (kap v. 2. 11.)

     

  • Der Ökumenische orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. hat sich bei einer Konferenz in Athen für die Verstärkung des interreligiösen Dialogs ausgesprochen. Das sei die Voraussetzung für die Wiederherstellung der friedlichen Koexistenz im Nahen Osten. (JA v. 12. 11.)

     

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