Zusammenarbeit und Dialog mit den (Welt-)Religionen: (Islam u.a.)

In Deutschland ist am 26. Juli erstmals eine christlich-muslimische Kindertagesstätte (Kita) eröffnet worden. Sie hat in Gifhorn (Niedersachsen) unter dem Namen „Abrahams Kinder“ als Träger die römisch-katholische Gemeinde Sankt Altfrid, die evangelische Dachstiftung Diakonie und die deutsch-türkische Moscheegemeinde Ditib. Die Einrichtung soll zur Begegnung der beiden Kulturen beitragen. Die Mitinitiatorin, Schwester Mary Prema Pierick, ist die Generaloberin der Missionarinnen der Nächstenliebe in Kalkutta und hält fest: Die Einrichtung soll zur Begegnung der beiden Kulturen beitragen, aber „keine Bibel-Koran-Schule“ sein. Unter den jetzigen Anmeldungen ist das Verhältnis von Christen und Muslimen in etwa ausgeglichen, auch konfessionslose Kinder sind dabei. Von den vier Erzieherinnen sind zwei christlich und zwei muslimisch. Das Essen in der Einrichtung wird halal-zertifiziert. (JA v. 5.8.)

 

Eine 16 Meter hohe Statue des libanesischen Nationalheiligen Charbel Makhlouf wurde am 22. Juli auf den Anhöhen der Kleinstadt Hammana vom katholisch-maronitischen Patriarchen, Kardinal Bechara Boutros Rai, gesegnet. Die Statue wird auch von der Hauptstadt Beirut aus sichtbar sein. Die Herstellung der Skulptur wurde von dem Ingenieur Charles Barmaki finanziert, während die Gemeinde Hammana das Grundstück zur Verfügung stellte, berichtete der römische Pressedienst „Fides“. Charbel Makhluf (1828-1898) war der erste maronitische Mönch, der in der Neuzeit heiliggesprochen wurde. Bei den Öffnungen seines Grabes 1899, 1927, 1950, 1952 und 1965 fand man seinen Leichnam unversehrt. Erst bei der Sargöffnung anlässlich der Heiligsprechung 1976 war die Verwesung weit fortgeschritten. Im Libanon, aber auch in Syrien und im ganzen Nahen Osten ist der Heilige sehr beliebt. Im Sommer 2017 wurde eine mit 27 Metern noch höhere Statue des Heiligen auf den Bergen bei Kesrouan aufgestellt. Im Libanon haben die vielen Statuen und Bilder von Heiligen an öffentlichen Orten eine besondere Bedeutung, weil sie für die Christen einen Ausdruck der Identität darstellen. (JA v. 5. 8.)

 

Gemäßigte Muslime haben in Indonesien die Gruppe „Said Aqil Siroj Institute“ gegen Extremismus und für interreligiöse Toleranz gegründet. An einem ersten Treffen in Jakarta nahmen mehr als 200 Politiker und religiöse Führer teil, darunter auch der Erzbischof der Hauptstadt. Die neugegründete NGO ist benannt nach dem bekannten muslimischen Geistlichen, der jetzt Vorsitzender von Nahdlatul Ulama (NU) ist, der größten muslimischen Organisation in Indonesien. „Das Institut wurde inspiriert von seinen Gedanken über Toleranz, gegenseitigen Respekt, Frieden und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Ethnien. Das sind wichtige Säulen für die Existenz unserer vielfältigen Nation“, sagte Imdadun Rahmat, der Geschäftsführer in Jakarta. Das Institut werde eine moderate islamische Lehre nach dem „Islam Nusantara“ über die sozialen Medien verbreiten, Seminare und Diskussionen anbieten. „Islam Nusantara folgt einer Lehre, die kulturelle Werte wie Würde, Freundlichkeit und Höflichkeit vertritt“, sagte Rahmat. Der Erzbischof von Jakarta lobte das Institut als eine Friedens- und Toleranzbewegung. (ucanews u. vn v. 3. 8.)

 

In Südpakistan ist ein Katholik in den Provinzrat von Sindh gewählt worden. Anthony Naveed ist in dem Rat der einzige Christ. Er war von der Pakistanischen Volkspartei (PPP) nominiert worden, sein Mandat läuft bis 2023. Im Provinzrat sind mehrere Sitze für die Angehörigen religiöser Minderheiten reserviert. Mit Anwar Lal Din gibt es bereits einen weiteren christlichen Senator in der Provinz Sind. Die Katholiken feierten in einer Kirche in Karatschi eine Dankmesse für den Aufstieg Naveeds in den Provinzrat. Der Politikwissenschaftler war bereits stellvertretender Stadtrat in Jamshed. (vn v. 10 8.; JA v. 26. 8.)

 

Der neue Generaloberer der Steyler Missionare, Pater Paulus Budi Kleden, stammt aus Indonesien und leitet nun von Rom aus einen der größten römisch-katholischen Missionsorden. Im Interview mit „Vatican News“ sagt er: Ich war „zwölf Jahre, von 1988 bis 2000, in deutschsprachigen Ländern. […] Was wir machen ist, unseren Leuten das Bewusstsein zu bringen, dass die Fundamentalisten nicht gleich Islam sind und der Islam nicht gleich Fundamentalismus ist. Damit man wirklich ein besseres Verständnis vom Islam hat. [Es ist wichtig,…] dass man Muslime als Nachbarn als eine normale Sache betrachten kann. Dass man teilt, was man an Freude und an Traurigkeit hat. Das ist, was sehr viel zum gegenseitigen Verständnis und zu einem friedlichen Zusammenleben in Indonesien beigetragen hat. […] Wenn eben Gruppen da sind, die fundamentalistisch ausgerichtet sind, wenn diese Gruppe zu viel Lärm um sich macht, dann muss die Mehrheit aufstehen und sagen, dass ist nicht das, was wir als Islam betrachten.” (vn v. 10. 8.)

 

Der Wiederaufbau des im Syrienkrieg schwer zerstörten griechisch-orthodoxen Tekla-Klosters in Maalula 55km nördlich von Damaskus steht kurz vor dem Abschluss. Das Kloster soll dann wieder für Pilger offenstehen, berichtet der vatikanische Pressedienst „Fides“. Das Tekla-Kloster war 2013 von syrischen Rebellen und verschiedenen islamistischen Brigaden besetzt worden. Im September 2013 wurde eine Gruppe von Nonnen von Kämpfern der radikalen Al-Nusra-Front verschleppt. Die Ordensfrauen kamen rund ein halbes Jahr später im Austausch gegen 153 Frauen aus Gefängnissen des syrischen Assad-Regimes wieder frei. Im April 2014 eroberte die syrische Armee Maalula zurück. Maalula ist einer der wenigen Orte, wo noch das biblische Aramäisch, die Muttersprache Jesu, gesprochen wird. (kap u. vn. v.11. 8.)

 

Ein Gericht in Indonesien hat die islamistische Organisation Jamaah Ansharut Daulah (JAD) verboten, die als Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gilt. Im Mai waren bei Selbstmordanschlägen der JAD auf eine römisch-katholische und zwei evangelische Kirchen in Surabaya 13 Menschen getötet worden. (JA v. 12. 8.)

 

Der Provinzrat im irakischen Ninive hat die Ansiedlung von 450 sunnitischen Familien in der christlich geprägten Ninive-Ebene untersagt. Wie der vatikanische Pressedienst „Fides“ meldete, stellte sich der Rat mit der Entscheidung vom 31. Juli gegen eine bereits erteilte Genehmigung der Zentralregierung in Bagdad. Begründet habe man dies mit der Absicht, die demografischen Verhältnisse in der Region möglichst stabil zu halten. Die Ninive-Ebene nördlich und östlich der Provinzhauptstadt Mossul gilt als Heimat assyrischer Christen und anderer religiöser Minderheiten wie Jesiden und der Schabak. Der Pressedienst wertete das Vorgehen des Provinzrates als Signal, dass man einen Siedlungsnachteil der angestammten Minderheiten nicht hinnehmen wolle. Im Zuge der Nordirak-Offensive der Terrormiliz „Islamischer Staat“ im August 2014 hatten Zehntausende Christen, Jesiden und nicht-sunnitische Muslime aus der Ninive-Ebene fliehen müssen. (JA v. 12. 8.)

 

Ägyptische Sicherheitskräfte haben einen Anschlag auf eine koptische Kirche in Qalyubiyah nördlich von Kairo verhindert. Das Innenministerium teilte am 12. August mit, ein 29-jähriger Mann aus Kairo habe sich in dieser Kirche in die Luft sprengen wollen. Der enttarnte Angreifer sprengte sich jedoch mehrere hundert Meter von der Kirche entfernt in die Luft. Zivilisten wurden nicht verletzt. Die Polizei nahm sieben weitere Verdächtige fest, die „eine Reihe von Feindseligkeiten“ geplant hätten, darunter auch zwei Frauen. (reuters u. vn v. 13. 8.)

 

Bei den bevorstehenden Asien-Spielen in Indonesien werden auch römisch-katholische Priester und Laien aus den Diözesen Jakarta und Palembang als Helfer mitwirken. Mehr als 11.000 Athleten aus mindestens 45 Ländern nehmen an den Spielen vom 18. August bis zum 2. September in Jakarta und Palembang teil. „Machen wir es zu einem multikulturellen und multireligiösen Ereignis“, sagte Erzbischof Sudarso der Nachrichtenagentur „Ucanews“. Er hoffe, dass das ein Zeichen der Einheit sein werde. (ucanews u. vn v. 15. 8.)

 

In Ägypten soll ein „Museum der religiösen Toleranz“ entstehen. Entsprechende Pläne kündigte der Minister für Altertümer, Khaled Anany, an. Bereits im vergangenen Jahr hat das Ägyptische Museum in Kairo unter dem Titel „Ein Gott, drei Religionen“ eine Ausstellung zu den monotheistischen Religionen im Land gezeigt. (JA v. 19. 8.)

 

Der äthiopische Ministerpräsident Ahmed Abiy hat bei einem Besuch im Patriarchenpalast in Addis Abeba gegenüber den beiden äthiopisch-orthodoxen Patriarchen Abuna Mathias und Abuna Merkurios seine tiefe Betroffenheit über die „tragischen Ereignisse" im Osten Äthiopiens bekundet. Bei einer Gewaltwelle Anfang August ermordeten Islamisten Christen und brannten Kirchen nieder. Betroffen waren vor allem die Regionalhauptstadt Jigjiga und die Eisenbahnerstadt Dire Daua an der Bahnlinie Addis Abeba-Djibouti. Abiy versicherte den beiden Patriarchen, er werde alles tun, um in der betroffenen Region Ogaden die Sicherheit wiederherzustellen. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche hat unter der Leitung von Abuna Matheos, dem Erzbischof des Ogaden, ein Hilfskomitee gebildet, um den Verletzten und Vertriebenen zu helfen und die zerstörten Kirchen wiederaufzubauen. Die Christen setzen sehr auf Ministerpräsident Abiy. (kna u. vn v. 21. 8.; JA v. 19. 9.)

 

Jordaniens Armee organisiert erstmals eine dreitägige Wallfahrt zu christlichen Stätten westlich des Jordan. 24 Offiziere und Unteroffiziere reisen mit ihren Familien nach Jerusalem, Bethlehem und Nazareth. (JA v. 26. 8.)

 

Die Sicherheitslage für Christen in Ägypten hat sich nach Einschätzung des koptisch-katholischen Bischofs von Assiut, Kyrillos William, verbessert. Gleichzeitig stünden Christen wie Muslime in Ägypten vor enormen Herausforderungen, sagte William im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur. Zu den Schwierigkeiten in Ägypten zählte der Bischof die Wirtschaftslage, die steigenden Bevölkerungszahlen, Drogenkonsum und eine zunehmende Frustration der jungen Generation. Auch der über Jahrzehnte herrschende religiöse Fanatismus im Land weiche trotz der moderaten Politik des amtierenden Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi nur langsam mehr Toleranz. Das Miteinander mit Muslimen werde von Christen weiterhin als schwierig empfunden, obwohl es auf offizieller Ebene keine Probleme gibt. (kna u. vn v. 28. 8.)

 

Die Al-Azhar-Universität in Kairo, die wichtigste Institution des sunnitischen Islam, hat zum ersten Mal sexuelle Belästigung verurteilt. „Die Kleidung oder das Verhalten von Frauen rechtfertigt keine sexuellen Übergriffe, die ein Angriff auf die Freiheit und Würde der Frau sind“, heißt es in einer Fatwa. Nach Angaben der UNO wurden 60 Prozent der Frauen in Ägypten Opfer von Belästigungen. Drei Viertel der Männer gäben die Schuld für die Übergriffe den Frauen, ihrer Kleidung oder ihrem Verhalten. Die Universität ermahnte, wer Frauen belästige, sei ein Sünder. Sie forderte die Behörden dazu auf, „das Gesetz durchzusetzen, das diese Handlungen als Strafe ansieht“. 2014 definierte ein Gesetz in Ägypten sexuelle Belästigung erstmals als Straftat. (asianews u. vn v. 29. 8.)

 

Eine interreligiöse Fortbildung für steirische Religionslehrer verschiedener Konfessionen bietet die "Ökumenische Sommer.Bildung" vom 3. bis 5. September unter dem Titel "Identität und Offenheit". Die alljährlichen Bildungstage stehen heuer besonders im Zeichen des Jubiläums "800 Jahre Graz-Seckau", währt doch die gemeinsame Geschichte von evangelischen und katholischen Christen bereits rund drei Jahrhunderte. Erstmals sind auch islamische Religionslehrer eingebunden: Sie sind Teil eines gemeinsamen Projektes der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Graz und der Grazer Theologischen Fakultät zur Förderung interreligiöser Zusammenarbeit. Das Symposion wird vom Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der KPH Graz gemeinsam mit der Abteilung für evangelische Religionspädagogik an der KPH Wien/Krems im Grazer „Augustinum" durchgeführt. Mehr als 850 Religionslehrer werden erwartet. Insgesamt werden an den drei Tagen 28 Vorträge und Workshops von römisch-katholischen, evangelischen und muslimischen Referenten zu unterschiedlichen Themen angeboten. (kathpress v. 30. 8.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben 17 christliche Kirchen und Kapellen sowie einen Hindu-Tempel offiziell als Kultstätten anerkannt. In einem Festakt im Herrscher-Palast am 21. September unter dem Titel „Ein Ruf zur Harmonie“ setzte das Department of Community Development (DCD) einen neuen rechtlichen Rahmen für Religionsgemeinschaften in Kraft. Dieser sichert gleiche Rechte im Rahmen der geltenden Gesetze zu. Vertreter der indischen Communiy in den VAE würdigten den Schritt als weiteres Zeichen für ein Klima der Toleranz und des Dialogs. Der Vorsitzende des DCD, Mugheer Al Khaili, erklärte, die Emirate seien ein „Platz für alle“. Abu Dhabi sei ein führendes Modell der Toleranz und Koexistenz. Angesichts der Tatsache, dass der Großteil der Bevölkerung aus Ausländern bestehe, seien die VAE um die Einheit des Landes und die Inklusion aller bemüht, die zu seiner Entwicklung beitragen, so Al Khaili. (kna u. vn v. 1. 10.)

     

  • Eine Gruppe von Frauen, darunter zahlreiche Ordensschwestern, fordert das Stimmrecht für Frauen bei Bischofssynoden. Drei Tage vor der Amazonassynode, findet dazu eine Veranstaltung in der Bibliotheca Valcelliana in Rom statt. Die Schweizer Ordensfrau Irene Gassmann, Priorin des Benediktinerinnenklosters Fahr, sprach bei einer Pressekonferenz in Rom von „Geschlechterdiskriminierung“: „Ich denke, dass gerade zu einer Synode, wo es um Themen geht, die das ganze Volk Gottes in einer Region oder auch weltweit betreffen, die Frauen da auch dazugehören und die Erfahrungen der Frauen. Wenn das einfach nicht einbezogen wird, dass die Frauen dann auch mitbestimmen können, denke ich, vergibt sich die Kirche auch eine riesige Chance, wenn sie auf dieses Potenzial verzichtet. Und zudem geht es auch um eine Gleichberechtigung. Wenn es möglich ist, dass ein Ordensmann, der nicht Priester ist, bei der Synode mitbestimmen kann und eine Ordensschwester nicht, dann ist das eine Geschlechterdiskriminierung. […] Ich glaube, es geht um das Zeichen, das damit gesetzt würde. Und auch ein Zeichen, auf das ganz viele Katholikinnen und Katholiken warten, dass die Kirche den Frauen zugesteht, dass sie auch ein Recht haben mitzustimmen bis zum Schluss.“ Schwester Simone Campbell, Leiterin von „Nuns on the Bus” (USA) meint dazu „Wenn Brüder abstimmen können, können auch Schwestern abstimmen. […] Es geht darum, die ganze Kirche sprechen zu lassen“. Das Stimmrecht für Ordensfrauen wäre ein Schritt hin zu sichtbarer Gleichberechtigung, sagte Deborah Rose-Milavec, Generalsekretärin der US-amerikanischen Organisation FutureChurch. Die in Liechtenstein ansässige römisch-katholische Stiftung Organisation „Voices of Faith“ koordiniert Aktivistinnen, die das Stimmrecht für Frauen bei der Synode verlangen. (vn v. 2. 10.)

     

  • Für die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche (UGKK) ist und bleibt das orthodoxe Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel die „Mutterkirche“. Das hat Großerzbischof Schewtschuk in einem Interview für die offizielle Website der UGKK betont. Er war vor kurzem in Rom mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zusammengetroffen. Der Großerzbischof betonte nun, wie wichtig ihm gute Beziehungen zum und die Verbundenheit mit dem Ökumenischen Patriarchat seien. Er erinnerte an den Appell von Papst Johannes Paul II. in seinem Schreiben „Ut unum sint" (1995), in dem dieser die Kirchenführer und Theologen der nichtkatholischen Kirchen aufrief, mit ihm über mögliche alternative Formen des Einheitsamt des Bischofs von Rom nachzudenken und einen Dialog zu führen. Weiters zitierte Schewtschuk Papst Johannes XXIII. (1958-1963), der betonte, dass Katholiken und Orthodoxe weit mehr verbinde als trenne. „Wenn wir nach Wegen suchen, um uns näher zu kommen, dann müssen wir Gemeinsamkeiten finden. Und wir sind durch eine gemeinsame Mutter verbunden", so der Großerzbischof im Blick auf die gemeinsame Geschichte der unierten und orthodoxen Kirchen in der Ukraine. Wenn man dies ernst nehme, dann könne man auch gemeinsam beten. Er sprach den Wunsch aus, dass die Kiewer Sophienkathedrale die gemeinsame Kathedrale aller Christen in der Ukraine sein sollte. Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine ist eine Ostkirche eigenen Rechts, die ihre Gottesdienste im byzantinischen Ritus feiert und zugleich mit Rom uniert ist, d.h. sie steht in der eucharistischen Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche und anerkennt den Papst als Oberhaupt. Die sowjetische Führung ordnete 1946 ihre Zwangsvereinigung mit der russisch-orthodoxen Kirche an. (kap u. vn v. 4. 10.)

     

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