Gebete zur Sterbebegleitung aus den Weltreligionen

Aus der Veranstaltung: „Spirituelle Begleitung am Lebensende“,

Haus der Begegnung, 31. Mai 2008

Aus dem Vortrag: „Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen aus der Sicht der Weltreligionen“,

Mag. Tomy Mullur,

Klinikseelsorge – Innsbruck

Hinduismus

ASATOMA SATGAMAYA

TAMASOMA JYOTIRGAMAYA

MRITYOMA AMRTAM GAMAYA

OM, SHANTI, SHANTI, SCHANTI OM

Führe mich von der Unwissenheit zur Wahrheit

Führe mich von der Dunkelheit zum Licht

Führe mich von der Vergänglichkeit zur Glückseligkeit.

Möge Friede, Friede, Friede sein!

(Bryhad Aranyak Upanishad 1.3.28)

Buddhismus

BUDDHAM SARANAM GATSCHAMI,

DHARMAM SARANAM GATSCHAMI,

SANGAM SARANAM GATSCHAMI.

Ich nehme Zuflucht beim „Buddha“ (Lehrer),

Ich nehme Zuflucht beim „Dharma“ (Ewige Ordnung),

Ich nehme Zuflucht beim „Sangha“ (Gemeinschaft)

(„Drei Juwelen“ der Buddhalehre)

Judentum

Höre Israel, der Ewige unser Gott, der Ewige ist einzig. Gelobt sei der Name der

Herrlichkeit seines Reiches

für immer und ewig! (dreimal)

Der Ewige ist der wahre Gott! (siebenmal)

(Deuteronomium, 6, 4

Christentum

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben“

( Johannes Evangelium 11, 25.26)

Gott schenke dir Gelassenheit,

Zum Annehmen und zum Wahrhaben!

Gott schenke dir Geduld,

die Gegenwart zu leben,

im Warten auf das Kommende!

Gott schenke dir Bereitschaft,

alles Vergängliche loszulassen,

um das Endgültige zuzulassen!

Gott schenke dir Vergebung,

und wandle das Dunkle zum Licht!

Gott schenke dir Weisheit,

zum Freuen auf sein Angesicht!

Gott schenke dir Erfüllung,

für das Gelebte und Geliebte,

aller Wünsche und Sehnsüchte!

Möge Friede sein!

(Tomy Mullur)

Islam

GOTT IST BARMBERZIG UND GNÄDIG. ER IST DER, DER MÄCHTIG IST UND BEREIT ZU VERGEBEN. (Sure 67,2 ).

ES GIBT KEINEN GOTT AUßER ALLAH. MOHAMMED IST DER GESANDTE GOTTES.

„Das ist es, was der Barmherzige versprochen hat. Die Gesandten haben die Wahrheit gesagt. Es genügt ein einziger Schrei, und schon werden sie alle bei uns zum Gericht vorgeführt. Und zu ihnen wird gesagt: Heute wird niemand Unrecht getan. Und euch wird nur das vergolten, was ihr in eurem Erdenleben begangen habt. Die Insassen des Paradieses sind heute beschäftigt und lassen es sich dabei wohl sein: Sie und ihre Gattinnen liegen im Schatten behaglich auf Ruhebetten und haben köstlich Früchte zu essen und alles wonach sie verlangen. Heil als Grußwort wird ihnen erboten von Seiten deines barmherzigen Herrn“. (Sure 36).