Pfarrzusammenlegungen sind Selbstmord der Kirche

16.02.2012, Gerhard Hackl

 

1. Durch PFARRZUSAMMENLEGUNGEN gibt die Kirche sich selbst auf und begeht SELBSTMORD. Pfarrzusammenlegungen sind extrem unbiblisch und ein Verstoß gegen Apg 14,23, wo deutlich betont wird, dass die verheirateten Apostel in JEDER GEMEINDE durch Handauflegung verheiratete Presbyter einsetzten. Großpfarren fördern die Anonymität und verstoßen gegen das Vorbild Jesu : „Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“( Joh 10,14 ) Die ORTSGEMEINSCHAFT wird zerstört, die ohnehin schon durch die Auflassung von zahlreichen Postämtern und Schließung von Geschäften empfindlich beschädigt ist.

 

2. Die zur Verhinderung von diesen extrem unbiblischen Pfarrzusammenlegungen erforderliche Änderung der Zulassungsbestimmungen zum Priesteramt ist ein GEBOT DER STUNDE! Denn auch diese sind laut 1 Kor 7,25 extrem unbiblisch!

 

3. Denn die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ist ein Charisma, also ein wertvolles Gnadengeschenk Gottes, das wie kein anderes einer allgemeinen und umfassenden Vergesetzlichung widerspricht. Gnadengeschenke Gottes KÖNNEN UND DÜRFEN eben nicht vergesetzlicht werden! Wir haben kein Recht Gott Vorschriften zu machen, wen er beruft! Wenn Gott im Osten bei den orthodoxen und den mit uns unierten Ostkirchen junge Männer zum Priesteramt und gleichzeitig zur Ehe beruft, so geschieht das mit Sicherheit auch im Westen und weltweit! Wir können und dürfen Gott nicht geographische Vorschriften machen. Unser Herr Jesus GEBIETET DIE FREIWILLIGKEIT der Standeswahl: „Manche haben sich selbst dazu (ehelos) gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das ERFASSEN KANN, der erfasse es.“ (Mt 19,12) Hl.Paulus: KEIN GEBOT! 1 Kor 7,25)

 

4. Der hl. Apostel Paulus unterstreicht dieses RECHT auf FREIE STANDESWAHL im 1.Korintherbrief 9,5, wo er das RECHT seiner Mitarbeiter betont, WIE DIE ÜBRIGEN APOSTEL UND WIE KEPHAS (Petrus) gläubige Frauen mit sich zu führen (auf ihren Missionsreisen). Er verteidigt dadurch auch das RECHT der heutigen Priester frei über ihren Lebensstand zu entscheiden. Auf diese Weise kann auch verhindert werden, dass viele die Ehelosigkeit nur in KAUF NEHMEN, um ihrer Berufung zum Priestertum folgen zu können. Wehe jenen, die nur in Kauf nehmen, wozu sie nicht berufen sind. Wer aber wagt es, eine Berufung von Gott zurückzuweisen?

 

5. Im 1. Timotheusbrief 3,2 wird von einem Bischof erwartet, ein guter Familienvater zu sein, „denn wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen ?“ Ähnlich Tit 1,7 ! Im selben 1.Timotheusbrief 4,1-5 wird das Heiratsverbot als DÄMONISCHE LEHRE gebrandmarkt! Auf Heiratsverboten kann daher niemals der Segen Gottes ruhen und es können katastrophale und für die Kirche äußerst schädliche Folgen eintreten. Das WORT DES LEBENDIGEN GOTTES muss endlich in unserer römisch katholischen Kirche in jeder Hinsicht und ohne Abstriche ernst genommen werden, denn es ist wie Granit für alle Zeiten und gerade auch für unsere Zeit absolut gültig! Das Auswahlverhalten Jesu ist auch für unsere Zeit wegweisend!

 

6. Dazu kommt noch, dass die Eucharistiefeier der Mittelpunkt des christlichen Lebens ist und absoluten Vorrang vor diesem extrem unbiblischen, ja laut 1. Timotheusbrief DÄMONISCHEN Heiratsverbot für Priester in der Westkirche hat. Wenn Gläubige künftig ihre Autos einsetzen müssen, sofern sie sich solche leisten können, um zur Eucharistiefeier kommen zu können und die Umwelt durch vermehrtes Autofahren belastet wird und außerdem die Ortsgemeinschaft geschwächt und zerstört wird oder sogar Gotteshäuser, die unter vielen Opfern durch Jahrhunderte oder Jahrzehnte gepflegt wurden, anderen Zwecken zugeführt werden und die sakramentale Gegenwart Jesu Christi im Ort beendet wird, so kommt das tatsächlich einem SELBSTMORD der Kirche gleich !

 

7. Daher müssen Pfarrzusammenlegungen unter allen Umständen verhindert werden! Auch kleine Pfarrgemeinden haben das Recht auf die Eucharistiefeier und die Gegenwart Jesu Christi in eigenen Gotteshäusern! WIE GUT, DASS ES DIE PFARRE GIBT ! Dieses Motto der Pfarrgemeinderatswahlen 2012 soll gerade auch in dieser Hinsicht ernst genommen werden, genauso wie die klaren und deutlichen Aussagen der Heiligen Schrift, das WORT DES LEBENDIGEN GOTTES !

 

STELLUNGNAHME von G.R. Pfarrer Gerhard Hackl, 2754 Waldegg, N.Ö., gerhardhackl@aon.at
 

 

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