VERPFLICHTUNG ZUM ZÖLIBAT UNMENSCHLICH
Ehrliches JA zu einer Frau oder geheuchelter Zölibat?

Presseaussendung der Plattform „Wir sind Kirche“, 8. April 2015

 

Das Schicksal des Leobner Dechanten Maximilian Tödtling ist eines von vielen. Die Liebe zu einer Frau und das Bedürfnis nach Familienleben und Wahrhaftigkeit hindern einen Priester, sein Amt auszuüben. Die katholische Kirche muss diese unbarmherzige, gegen die Menschenrechte verstoßende Position aufgeben, wenn sie ihrem Auftrag gerecht werden will, die Liebe Gottes zu verkünden.

 

„Wir sind Kirche“ fordert die Aufhebung des Pflichtzölibates seit 20 Jahren. Die Plattform unterstützt alle Bestrebungen, den Zölibat auf freiwillige Basis zu stellen und ist sich dabei der Solidarität aller Reformgruppen Österreichs sicher. Die Dialogverweigerung mit Reformgruppen in der Kirche  weist darauf hin, dass eine konstruktive Lösung des immer wieder auftauchenden Problems nicht wirklich in den Blick genommen wird. Die Kirche verharrt in heute unverständlichen Traditionen. Der Pflichtzölibat wird vielfach abgelehnt: Er bringt Leid für die Betroffenen und verstärkt die Missachtung der Frauen.

 

Wir brauchen endlich Lösungen!

 

Von Pfarrgemeinderäten bis zu hohen kirchlichen Amtsträgern wird immer deutlicher gefordert, Priestern die Ehe zu erlauben. Vielen (Ehe-)Leuten wäre die Verkündigung von verheirateten Menschen wichtig: „Denn dann würden sie wissen, wovon sie reden, wenn sie über Liebe und Sexualität predigen!“

 „Wir sind Kirche“ fordert daher die Bischöfe auf, endlich theologisch begründete, praxisgerechte und mancherorts bereits praktizierte Lösungen zu akzeptieren.

Die Eignung muss entscheidender sein als der Lebensstand, das Geschlecht oder die sexuelle Neigung.

 

Pressekontakt: Dr. Martha Heizer, 0650 4168500, martha.heizer@inode.at

                                Mag. Petra Schäffer, 0664/5610273,petra.schaeffer@aon.at  

 

 

 

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