Der Linzer Dom - die größte Kirche Österreichs - war bis auf den letzten Platz gefüllt, als am 7. 2. 2026 das Requiem für den Linzer Altbischof gefeiert wurde. Schon in den Tagen zuvor hatten sich Tausende an Aicherns Sarg von ihm verabschiedet und nun bekundete auch die Öffentlichkeit in großer Würde Trauer und Dankbarkeit um und für Maximilian Aichern.
Aber nicht nur Granden aus Öffentlichkeit und Kirche waren gekommen, um Abschied zu nehmen - so etwa der Apostolische Nuntius Pedro López Quintana und der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, aber auch Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Witwe des jüngst verstorbenen Altlandeshauptmannes Josef Ratzenböck -, sondern auch Familienmitglieder sowie Weggefährt:innen Aicherns. Nicht in der ersten Reihe, aber immerhin doch ein klein wenig sichtbar waren auch einige Pastoralassistent:innen in liturgischer Gewandung: zarter Hinweis auf Aicherns fortschrittliche Haltung in der kirchlichen Frauenfrage. So war es auch mehr als passend, dass die Vorsitzende des Linzer Pastoralrates Brigitte Gruber-Aichberger am Ende des Requiems Aichern gerade auch in diesem Punkt würdigte: "Er war ein Mann, der klare Vorstellungen für ein würdevolles und gutes Leben für alle hatte – für die Gleichstellung von Frauen, die Berufung aller Getauften, das Evangelium zu verkünden, für faire Arbeitsbedingungen und ein gutes Miteinander von Priestern und Laien in der Kirche." Sie schloss ihren Nachruf mit den Worten an den Verstorbenen: "Du warst ein Segen für die Diözese Linz, insbesondere für uns Laien und für uns Frauen. Die Verbundenheit mit dir wird uns weiter die Richtung weisen, aber du wirst fehlen."
Nach den Trauerfeierlichkeiten in Linz wurde der Sarg Aicherns in sein Heimatkloster St. Lambrecht gebracht. Dort wurde er von der Stiftsgemeinschaft empfangen, sodann in der Stiftskirche aufgebahrt und am 9.2. in der Äbtegruft des Klosters beigesetzt.
Foto: Hermann Wakolbinger, Diözese Linz