Deutsche Bischöfe beantragen Frauenpredigt

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Konferenz der deutschen Bischöfe beschließt neue Predigtdienst-Ordnung.

Was in vielen Kirchen und Pfarren im deutschsprachigen Raum längst üblich ist, soll nun auch ganz offiziell erlaubt werden: Die deutsche Bischofskonferenz folgt einem Beschluss der deutschen Synodalversammlung 2023 und hat in ihrer neuen Predigtordnung Ende Februar 2026 vorgesehen, dass Frauen und nichtgeweihte Männer künftig in Messen predigen dürfen. Der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, kündigte an, das Thema demnächst in Rom darzulegen und dafür zu werben.

Dass er den Dialog mit Rom suchen will, machte Bischof Wilmer auch beim Pressetermin zum Abschluss der Bischofskonferenz-Vollversammlung deutlich, als er ankündigte, dass er bei der Reform der Kirche keinen deutschen Sonderweg einschlagen wolle; eine gute Abstimmung mit der Kirchenleitung in Rom und mit der Weltsynode sei ihm wichtig. Daher werde er schon bald nach Rom fahren, damit der Vatikan die von den Bischöfen gebilligte Satzung der geplanten Synodalkonferenz absegnet.

Unterdessen forderte "Wir sind Kirche Deutschland" den Vatikan auf, dieser Satzung zeitnah zuzustimmen, da die Berücksichtigung aller römischen Einwände ohnehin viel Zeit in Anspruch genommen habe; Synodalität dürfe kein Feigenblatt bleiben, sondern müsse reale Mitverantwortung und geteilte Entscheidungsgewalt bedeuten.