Es ist nur eine kurze Sequenz, die in den Social Media doch große Beachtung gefunden hat: Als bei der Generalaudienz mit Papst Leo XIV. am 27. Mai die Temperatur am Petersplatz auf über 30 Grad kletterte, brach in der Warteschlange vor dem Papst ein Mann zusammen, dem die Hitze offensichtlich zu viel geworden war. Der Papst reagierte sofort, eilte die Stufen zu ihm hinunter und kniete sich zu ihm, während Ersthelfer aktiv wurden, um den Mann anschließend in einem Rollstuhl wegzufahren.
Die Menschen am Petersplatz zollten dem Papst für seine spontane Geste der Menschlichkeit Anerkennung und begannen zu applaudieren, als sie den Vorgang bemerkten. Das Besondere an diesem Moment war aber nicht nur die Menschlichkeit, die vom Papst ausging, sondern auch die zwischenmenschliche Nähe, die den Augenblick allgemein beherrschte. Die im Internet kursierenden Videos zeigen, wie sich in diesem Moment alles einzig und allein um den kollabierten Mann drehte und der Papst in seltener Gleichheit ganz normal, fast Schulter an Schulter, mitten unter anderen Menschen stand, um zu helfen.
Angesichts dessen, dass sich bei einer Audienz sonst immer alles um den Papst dreht, war dieser Zwischenfall für Leo XIV. vielleicht sogar eine angenehme Unterbrechung und eine wohltuende Erfahrung menschlicher Normalität. Dem betroffenen Mann ging es bald darauf wieder besser. Es handelte sich bei ihm um einen 81jährigen Priester aus Apulien, der wenig später nach einer kurzen medizinischen Untersuchung auch bereits wieder Messe feiern konnte.