Am 24. Februar 2026 fand im Parlament in Wien eine Veranstaltung zum Familienfasttag statt. Dabei ging es um die Rolle feministischer Organisationen in Indien, die Frauen stärken, ihre Rechte wahrzunehmen, wirtschaftlich selbstbestimmt zu handeln und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Gastgeber Markus Stotter, Präsident des Bundesrates, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung politischer Teilhabe und internationaler Verantwortung als Grundlagen einer lebendigen Demokratie hervor. In ihren Grußworten bezogen sich Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, und Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, auf die gesellschafts- und gleichstellungspolitische Relevanz von Partizipation. O-Ton: Der Familienfasttag der kfbö zeige seit Jahrzehnten, dass globale Solidarität dann wirksam sei, wenn sie auf langfristige Partnerschaften sowie feministische Perspektiven setze.
Um feministische Perspektiven - zumindest im Hinblick auf die Welt außerhalb der Kirche - ging es auch in weiteren Statements: Linda Kreuzer vom Institut für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Wien beleuchtete die strukturellen Zusammenhänge von sozialer Ungleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklungszusammenarbeit. Ein Kurzinterview im Rahmen der Veranstaltung mit Bischof Wilhelm Krautwaschl, machte deutlich, dass der Einsatz für globale Gerechtigkeit und die Stärkung von Frauen auch als kirchlicher Auftrag verstanden wird. Bischof Krautwaschl: "Kirche lebt von der Gemeinschaft. Wenn wir an die Urkirche der Apostelgeschichte denken, dann waren schon in diesen Gemeinschaften alle beteiligt entsprechend ihren „Charismen“, also ihren Begabungen und Fähigkeiten."
Die Veranstaltung fand wenige Tage vor dem Familienfasttag 2026 statt. Viele österreichische Pfarren - und hier insbesondere Frauen und die Katholische Frauenbewegung - laden am 1. März zum gemeinsamen Suppenessen oder zur "Suppe to go" ein. Beides steht im Zeichen der Solidarität und des Teilens: Der alljährlich beeindruckende Erlös geht an eine Vielzahl von Projekten, die insbesondere der Förderung von Frauen und Familien im Globalen Süden dienen.
Foto: Parlamentsdirektion Wien