Hoffnungszeichen Februar 2026 - Ökumene

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Der Klagenfurter Bischof will mit neuer Superintendentin die Ökumene vertiefen. In einem feierlichen Gottesdienst wurde Andrea Mattioli, die neue Superintendentin der Evangelischen Kirche in Kärnten-Osttirol, in ihr Amt eingeführt. Bischof Josef Marketz äußerte bei der Feier Segenswünsche und würdigte die ökumenische Zusammenarbeit. Dieser gute Weg werde auch unter der Leitung Mattiolis „weitergeführt und vertieft. [… Er sei zuversichtlich,] dass wir dieses Eins-Sein mit aller Verschiedenheit in Theologie, Liturgie, Feierkultur gut leben können und dass gerade diese Einigkeit von vielen Menschen als wichtiges Zeichen für Einheit, für Frieden, Versöhnung und Dialogbereitschaft hochgeschätzt wird". (kap v. 1. 2.)

In Oberwart fand ein ökumenisches Gedenken an das Attentat auf Roma (1995) statt. In der Nacht auf den 5. Februar 1995 tötete eine Rohrbombe von Franz Fuchs vier Männer, die eine Tafel mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien" entfernen wollten. Im Burgenland leben ca. 4.000 Roma. Mit dem Wiener Weihbischof Franz Scharl leiteten u. a. der Oberwarter Stadtpfarrer Janos Schauermann, der reformierte Geistliche Laszlo Guthy und Regina Pongracz von der evangelischen Pfarre Oberwart das Gebet. Die traditionellen Gedenkveranstaltung bei der Gedenkstätte „Am Anger" wurde von Schülerinnen mitgestaltet, die im Vorjahr die Wände einer Straßenunterführung nahe dem Mahnmal neu gestaltet hatten. (kap v. 2. 2.)

Papst Leo XIV. wirbt für eine engere Zusammenarbeit mit den Ostkirchen. Die historischen und kulturellen Unterschiede stellten ein wunderbares Mosaik des gemeinsamen christlichen Erbes dar, sagte er in seiner Ansprache an junge Priester und Mönche der orthodoxen Ostkirchen. Trotz der Unterschiede „sollten wir uns weiterhin gegenseitig unterstützen, damit wir in unserem gemeinsamen Glauben an Christus wachsen können. […] Auf diese Weise wird die Einheit der Christen auch zu einem Sauerteig für den Frieden auf Erden und die Versöhnung aller." Die Gruppe mit Angehörigen der armenisch-apostolischen, koptischen, äthiopisch-orthodoxen, eritreisch-orthodoxen, malankarischen und syrisch-orthodoxen Kirche befindet sich auf einer Studienreise in Rom. (kap u. vn v. 5. 2.)

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. würdigt die „Charta Oecumenica". Er hat an seinem Amtssitz „Phanar" in Istanbul den Präsidenten und den Generalsekretär der „Konferenz Europäischer Kirchen" (KEK), den orthodoxen Erzbischof Nikitas von Thyateira und Großbritannien sowie den protestantischen Theologen Frank-Dieter Fischbach empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen u.a. Friedensbemühungen in der Ukraine und die verstärkte Zusammenarbeit unter den Kirchen. Der Patriarch würdigte die „Charta Oecumenica" und erinnerte an die Vorgeschichte dieses Dokuments, das bei der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz 1997 seinen Anfang nahm und am 22. April 2001 in Straßburg unterzeichnet wurde. In den Jahren 2022 bis 2024 wurde eine Neuauflage des Dokuments erarbeitet, die auf aktuelle Herausforderungen wie Krieg, Migration, Klimakrise und Digitalisierung reagiert. Am 5. November 2025 wurde die „Charta Oucumenica neu" in Rom vom orthodoxen Erzbischof Nikitas für die KEK und vom Erzbischof Gintaras Grusas vom Rat der europäischen römisch-katholische Bischofskonferenzen unterzeichnet. Der KEK gehören 114 orthodoxe, anglikanische, altkatholische, lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen Europas an. (kap v. 17. 2.)

Papst Leo XIV. empfängt eine Delegation des Weltkirchenrats. Der Papst habe bei dem Treffen ein sehr authentisches Engagement für die Ökumene gezeigt, sagte der Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Heinrich Bedford-Strohm, der Katholischen Nachrichten-Agentur. „Wir waren uns einig darüber, dass es jetzt um gelebte Ökumene geht." Weitere Themen waren der Missbrauch und der Konflikt in Nahost. Das Treffen im Vatikan war das erste ausführliche Treffen zwischen Weltkirchenrat und dem Papst nach dessen Amtsantritt. Dem ÖRK mit Sitz in Genf gehören derzeit 356 Mitgliedskirchen an, die rund 580 Millionen Christen vertreten. Die römisch-katholische Kirche ist nur Mitglied in drei Länderbereichen: Österreich, Deutschland und Schweiz. (domradio, kna u. vn v. 28. 2.)