KAÖ fordert Kyrill zu Einsatz für den Frieden auf

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Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges ruft die Katholische Aktion Österreich die russisch-orthodoxe Kirche zum Einsatz für den Frieden auf.

Die offizielle Laienorganisation der Katholischen Kirche in Österreich hat sich knapp vor dem vierten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine mit deutlichen Worten an die russisch-orthodoxe Kirche und insbesondere ihren Patriarchen Kyrill I. gewandt: "Als Christinnen und Christen sind wir entsetzt, dass der Aggressor in diesem Krieg die volle Unterstützung der russisch-orthodoxen Kirche genießt. Statt dem Krieg das Wort zu reden, sollte sich der Moskauer Patriarch für ein Ende der Kampfhandlungen und insbesondere für den Schutz der Zivilbevölkerung einsetzen", so die Präsidentinnen und Präsidenten der KAÖ, Ferdinand Kaineder, Katharina Renner und Thomas Immervoll.

In besonderer Weise wenden sie sich gegen eine Instrumentalisierung der christlichen Botschaft im Sinne nationalistischer oder gar kriegerischer Absichten und Ziele und halten fest, dass Kirchen vielmehr die Aufgaben hätten, "Schutzräume für Menschen zu bieten, demokratische Werte zu stärken und zur Aufarbeitung religiös begründeter Gewalt beizutragen."

Mit ihrer Erklärung reiht sich die KAÖ in eine Vielzahl von Solidaritätskundgebungen und Gebeten für die Ukraine anlässlich des Kriegsbeginns vor vier Jahren ein. Am 24. Februar 2026 feiert Kardinal Schönborn, der nach wie vor Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich ist, im Stephansdom ein Ökumenisches Friedensgebet für die Ukraine. In der Einladung dazu machte auch er deutlich, was die Aufgabe von Christ:innen in einer Situation wie dem Ukraine-Krieg ist: "Als Christen sind wir in Zeiten der Dunkelheit dazu aufgerufen, den Frieden zu fördern, Hoffnung zu verbreiten und im Gebet vereint zu bleiben."