Am 21. April 2025, in den frühen Stunden des Ostermontags, ist Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren "in das Haus des Vaters" heimgekehrt, wie der Vatikan damals bekanntgab. Aus Anlass des ersten Jahrestages finden in Rom Gedenkfeiern statt, von denen die bedeutendste die Abendmesse um 18 Uhr in der Basilika Santa Maria Maggiore ist, bei der auch eine Botschaft von Papst Leo XIV. verlesen werden wird, der gerade auf einer Apostolischen Reise in Afrika weilt.
Papst Franziskus ist der erste Papst seit über 100 Jahren, der nicht in der Krypta des Petersdomes beigesetzt wurde. Auf eigenen Wunsch erhielt er ein schlichtes Grab im Boden einer Nische der Basilika Santa Maggiore im Stadtzentrum Roms, jedoch außerhalb des Vatikans gelegen. Zu dieser Basilika hatte Franziskus während seines Pontifikats eine besondere Beziehung aufgebaut. 126 Mal hatte Franziskus vor der dortigen Marienikone "Salus Populi Romani" gebetet, in der Regel vor dem Antritt von Auslandsreisen. Im vergangenen Jahr besuchten zahlreiche Rompilgerinnen nicht nur die Basilika, sondern insbesondere auch das Grab des argentinischen Pontifex.
Auch in der Heimat von Franziskus wird seines ersten Todestages gedacht: Am 18. April stieg in Buenos Aires auf der Plaza de Mayo eine rieisige Techno-Party mit über 100.000 größtenteils jungen Menschen zu Ehren von Papst Franziskus. Eingeladen hatte der portugiesische Priester und DJ Padre Guilherme, dem auf Instagram nahezu drei Millionen Menschen folgen. Neben Techno-Musik waren auch Gebete zu hören, ebenso wie Botschaften von "Papa Francisco".