Papst trifft Bischöfin

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Am 27. April 2026 kamen Papst Leo und Erzbischöfin Sarah Mullaly zu Gespräch und Gebet im Vatikan zusammen.

Es könnte ein Besuch für die Geschichtsbücher sein: Sarah Mullaly, Erzbischöfin von Canterbury und die erste Frau an der Spitze der Anglikanischen Kirche, wurde am 27. April 2026 von Papst Leo XIV. im Apostolischen Palast in Rom empfangen. In einer Welt, in der es sonst nur männliche Bischöfe gibt, ist auf einmal Platz für eine "Frau Erzbischof".

In der Anglikanischen Kirche, die seit 1534 von Rom getrennt ist, werden seit 1994 Frauen zu Priesterinnen ordiniert, 2014 erfolgte die Zulassung von Frauen zum Bischofsamt und mit Sarah Mullaly steht nun erstmals eine Frau überhaupt an der Spitze der Church of England. Die Frage nach der Ordination von Frauen zu Priesterinnen hat das Verhältnis zwischen katholischer und anglikanischer Kirche in den letzten Jahrzehnten deutlich belastet.

Papst Leo erinnerte an die Dialogbemühungen der vergangenen 60 Jahre und erklärte, dass es ein Skandal wäre, wenn Anglikaner und Katholiken nicht weiter daran arbeiteten, ihre Differenzen zu überwinden - "so unüberbrückbar sie auch erscheinen mögen". Im Vertrauen auf den Heiligen Geist sollten sie den "gemeinsamen Weg in Freundschaft und Dialog fortsetzen". Es gelte, sich im Sinne der Einheit unermüdlich dafür einzusetzen, "alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die die Verkündigung des Evangeliums behindern".

Foto: Vatican Media