Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht - zölibatärer Lebensform

Wie sag ich´s dem Papst?

Für Papst Leo XIV. war es der erste Ad Limina-Besuch als Papst, weil die routinemäßigen Treffen zwischen Papst und Bischofskonferenzen während des Heiligen Jahres ausgesetzt waren. Die slowenischen Bischöfe machten nun am 16. 1. 2026 den Anfang und ihr Vorsitzender berichtete im Anschluss von einer "brüderlichen Begegnung ohne Berührungsängste". Themen der dreistündigen Unterredung seien u.a. das Erbe des Kommunismus in Slowenien gewesen, aber auch Evangelisierung, Synodalität sowie Sexueller Missbrauch in der Kirche.

Versuchslabor für verheiratete Priester

Im Jahr 2011 schuf die katholische Kirche für anglikanische Gläubige und Priester die Möglichkeit der Konversion zum katholischen Glauben bei gleichzeitiger Beibehaltung verschiedener anglikanischer Traditionen. Eine aktuelle Studie der Saint Barnabas Society sowie der Katholischen Universität St. Mary's in Twickenham (England) zeigt nun, dass ehemalige Anglikaner mittlerweile ein Drittel des katholischen Klerus in Großbritannien ausmachen. Das aus katholischer Perspektive Besondere daran: Die meisten der ehemaligen anglikanischen Priester sind verheiratet.

Fragestunde am Campingplatz

Vor einigen Tagen hatte ich im Camping Cavallino meine Brille verloren und erkundigte mich daher an der Rezeption, ob sie vielleicht gefunden worden sei.
Da die Damen am Empfang die Ankommenden bei der Einfahrt stets wachsam im Blick behalten, um Unbefugte sofort zurückzuweisen, zeigte eine von ihnen auf Angelika und fragte:
„Gehört die Dame zu Ihnen?“

„Sì, sì“, antwortete ich lächelnd, „seit 53 Jahren.“

Nur Mut!

Am 11. Oktober 2025 ging in Enns (OÖ) die diesjährige Kirchenvolkskonferenz über die Bühne. Viele Teilnehmende fanden sich bereits am Vortag zu einer Führung durch die sehenswerte Basilika Enns - St. Laurenz und zur Verleihung der „Trompete von Jericho“ an Bruder David Steindl-Rast und Pater Martin Lintner ein. Der 11. Oktober – Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils – stand nun ganz unter dem Zeichen der Ermutigung. Die Salzburger Theologin Angelika Walser referierte zum Thema „Die Quellen des Muts.

30 Jahre KirchenVolksBegehren und Wir sind Kirche

Vor 30 Jahren, am Karfreitag, 14. April 1995, startete das "Kirchenvolks-Begehren". Fünf Forderungen zur Erneuerung der römisch-katholischen Kirche stellte das in Österreich entstanden Kirchenvolks-Begehren, aus dem später die Plattform "Wir sind Kirche" entstand. Anlass waren Vorwürfe bezüglich sexualisierter Gewalt gegen den Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groër. Die Affäre Groër, die Österreichs katholische Kirche in ihre größte Krise stürzte, war der weltweit erste Missbrauchsskandal an der Spitze einer Ortskirche.

Die Forderungen des Kirchenvolks-Begehrens aus heutiger Sicht

Seit Jahrzehnten wissen viele Menschen an der Basis der katholischen Kirche, dass unsere Kirche dringend reformbedürftig ist.
Als 1995 in Österreich Kardinal Groer des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde, unterzeichneten mehr als eine halbe Million Österreicher 5 wichtige Ziele - in einem so kleinen Land wie Österreich (damals 8 Millionen Einwohner). Das Kirchenvolks-Begehren wurde landesweit ohne Unterstützung der offiziellen Kirche organisiert - im Gegenteil, sie verleumdete uns - mit wenig Geld, ohne PC, ohne Handy.

Was Kirche von der Polizei lernen kann

Fronleichnam war immer schon ein Fest für die Augen: Die schön geschmückte Monstranz, der kunstvoll drapierte Himmel, die Erstkommunionkinder, die Goldhauben, … Und heuer mitten darunter bzw. gleich daneben: eine tätowierte Polizistin, die für unser aller Verkehrssicherheit sorgte. Ihr Anblick löste in mir zwei Gedanken aus: zum einen, dass da früher keine Frau in Polizeiuniform gestanden wäre und zum anderen, dass sichtbare Tätowierungen auch bei der Polizei bis vor kurzem noch verboten waren.

Foto: Christoph Huemer; Da und dort tragen zu Fronleichnam Pastoralassistentinnen das Allerheiligste – auch schon ein Fortschritt.

GEWEIHT UND VERRATEN

Die 17jährige Marlies Prinz schrieb für ihre Matura eine sogenannte „Vorwissenschaftliche Arbeit“ mit dem Titel „Geweiht und verraten. Die Frauenordination in der tschechoslowakischen Untergrundkirche zur Zeit des Kommunismus“, die schließlich mit dem KUL-Anerkennungspreis 2022 in der Kategorie „Theologie“ der katholischen Privatuniversität Linz ausgezeichnet wurde.

Die Arbeit kann als pdf-Datei mittels nebenstehendem Download nachgelesen werden.