Heiliges Jahr zu Ende

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Die Pforte in Santa Maria Maggiore, wo Papst Franziskus begraben liegt, entwickelte sich im letzten Dreivierteljahr zum Magnet für Pilgernde und Betende.

Mit dem Dreikönigstag 2027 - offiziell: Epiphanie: Erscheinung des Herrn - hat das Heilige Jahr 2025 seinen Abschluss gefunden. Die Schließung der Heiligen Pforte im Petersdom durch Papst Leo XIV. stellt das offizielle Ende des Heiligen Jahres dar. Das nächste Heilige Jahr soll es allerdings bereits 2033 geben und zwar, um des 2000. Jahrestages der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi zu gedenken. Dass unsere Zeitrechnung einen kleinen Berechnungsfehler beinhaltet und der 2000. Jahrestag der Ereignisse von Golgotha zu diesem Zeitpunkt in Wirklichkeit schon längst vorbei sein wird, geht in der Begeisterung über dieses "Giubileo" vermutlich unter.

Im Rückblick auf das "Giubileo 2025" fällt auf, dass Jubiläen wie diese immer noch sichtlich begeistern können: Über 33 Millionen Menschen aus insgesamt 185 Ländern besuchten Rom zwischen Weihnachten 2024 und Dreikönig 2026 und das Durchschreiten wenigstens einer der vier Heiligen Pforten war für viele von ihnen ein Höhepunkt.

Eine dieser Heiligen Pforten befand sich in der Basilika Santa Maria Maggiore: jener Kirche, zu der Papst Franziskus eine besondere Beziehung pflegte und die er sich als letzte Ruhestätte erkor. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade auch diese Heilige Pforte für viele Pilgernde ein besonderes Ziel ihrer Rom-Wallfahrt wurde. Am Grab von Franziskus waren immer besonders viele Menschen anzutreffen - manche meditierend und betend, andere schauend und fotografierend, viele aber auch über den Weg nachdenkend, auf den Franziskus die Kirche geführt hat. Und nicht zuletzt dankend für diesen Papst, der die Kirche wieder menschlicher gemacht hat.