Auf dem Erfurter Symposium hat der vatikanische "Ökumeneminister" Kardinal Kurt Koch die Bemühungen des Symposiums um Kircheneinheit gewürdigt.

An dem Symposium nehmen sowohl katholische Theologen der Lutherforschung als auch lutherische Theologen, die in katholischer Theologie versiert sind, teil.

Dieser Weg habe mit einer kritischen Überprüfung und Überwindung des traditionellen polemischen katholischen Bildes von Martin Luther begonnen, betonte Koch in einem Grußwort zur Eröffnung der Tagung. Das entscheidende Anliegen Luthers sei eine "durchgreifende Reform der ganzen Kirche" gewesen. "Wenn wir im Blick auf das bevorstehende Reformationsgedenken den Mut aufbringen, uns auch den historischen Konflikten und ihren Folgelasten gemeinsam zu stellen, wird dieses Gedenken in einer glaubwürdigen Weise ökumenisch begangen werden können", fügte er hinzu. Der Direktor des katholischen Möhler-Instituts, Wolfgang Thönissen, sagte zur Eröffnung der Tagung, in ihr komme der Wunsch zum Ausdruck, einen Beitrag von katholischer Seite zum Reformationsgedenken des Jahres 2017 zu leisten. Eine solche Konferenz könne jedoch nur ökumenisch angegangen werden. Hinzu komme ein "genuin katholisches Interesse an Luther". (Kathweb/KAP v. 22. 9.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, sagte im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die Kirche in Syrien alles dafür tun werde, um Frieden und Versöhnung zu fördern. Für die Christen in Syrien hat 2020 mit einer Friedensmesse begonnen. Die Kirche sei überall präsent, auch dort, wo die Sunniten bewusst alles zerstört hätten. „In Aleppo haben die Menschen die wahre Haltung der Kirche entdeckt und zwar jene der Nächstenliebe. Es geht um die Hilfe für die Armen, es geht um den Respekt gegenüber Menschen. Das ist der Dialog des Lebens. Das ist das Schöne hier, trotz des Krieges. Die Christen haben diese Berufung und zwar mit einer Dynamik der Einheit. […] Wir müssen diese Dynamik der Einheit schaffen, was viel Kraft, spiritueller Glaube und Hoffnung bedarf.“ (vn v. 3. 1.)

     

  • Der Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Münster, Clemens Leonhard, plädiert für einen kirchlichen Segen für homosexuelle Paare: In den derzeitigen Vorschriften für eine Trauung wird z. B. für ältere Leute der Hinweis auf Kinder weggelassen. Sonderregelungen im Segensgebet gibt es ebenso bei Trauungen mit Christen anderer Konfessionen oder Religionen oder sogar für Atheisten. Warum also nicht auch für Homosexuelle, wenn es nur eine Segnung ist, fragt Leonhard. Es geht ja in den Trauungstexten „um das Glück der konkreten Menschen“ und er zitiert: „Wo Mann und Frau in Liebe zueinander stehen und füreinander sorgen, einander verzeihen, einander ertragen, wird deine Treue sichtbar.“ Diesen Satz könnte man doch auf „zwei Frauen oder zwei Männern“ umschreiben. Dem Wunsch der Homosexuellen nach einer Segnung gehört „nicht aus Großzügigkeit, sondern aus Gerechtigkeit“ entsprochen. (Die Furche v. 2. 1.)

     

  • Beim Angelus-Gebet zum Hochfest Epiphanie (6. Jänner) hat Papst Franziskus den Gläubigen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen gratuliert. „Für sie und ihre Gemeinden wünschen wir das Licht und den Frieden von Christus, dem Retter“, sagte er beim Mittagsgebet vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Er lud die Anwesenden zu einem Applaus für die ostkirchlichen Getauften ein, die ihr Weihnachtsfest am 7. Januar feiern.  (vn v. 6. 1.)

     

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