Bischof Markus Büchel, der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, widerspricht der einseitigen Sicht des Churer Bischofs Vitus Huonder.

„Menschen nicht auf ihre Homosexualität reduzieren"! In der Debatte über Äußerungen des Churer Bischofs zu Homosexuellen versucht der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz die Wogen zu glätten. Für die Förderung des Wohls der Person sei „weniger die hetero- oder homosexuelle Neigung entscheidend als vielmehr der verantwortungsvolle Umgang mit Sexualität und allen anderen Dimensionen in einer Beziehung, etwa Achtsamkeit, Sorgfalt, Respekt oder Treue“, schreibt Bischof Markus Büchel in einem am 31. Juli veröffentlichten Brief an alle Seelsorger. Die Beachtung der Menschenwürde bedeute auch, eine Person und ihre Beziehungen nicht auf die Sexualität zu reduzieren. In Jesu Lehre stünden die Zuneigung und die Liebe zum Nächsten im Vordergrund. Solche Grundaussagen seien auch der Schlüssel zur Überführung von biblischen Aussagen in die jeweilige Zeit hinein. „Unser heutiges Wissen um die Homosexualität als Anlage und nicht frei gewählte sexuelle Orientierung war zur Zeit der Bibel gar nicht bekannt“, betonte Bischof Büchel. Die Kirche forderte er auf, sich ihrer historischen Lasten im Umgang mit homosexuellen Menschen bewusst zu stellen und eine „neue menschen-und sachgerechte Sprache“ zu finden. (http://de.radiovaticana.de vom 3. 8.)

 

 

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