Die Kirche in der Slowakei will sich gründlicher als bisher mit dem Rechtsextremismus im slowakischen Klerus befassen.

Der Sekretär der slowakischen Bischofskonferenz, Anton Ziolkovsky, räumte in einem Interview mit der Tageszeitung „Dennik N“ – anlässlich der polnischen Wahlergebnisse vom 5. März – ein, man habe das Problem bisher zu wenig beachtet und „offenbar etwas unterbewertet“. Die Bischöfe hätten es verabsäumt, drei rechtsradikale Priester zu brandmarken, die offen für die faschistische „Volkspartei Unsere Slowakei“ eingetreten waren. Dass die Partei Marian Kotlebas mit 14 von 150 Abgeordneten jetzt im Parlament vertreten sind, habe mit dem Schweigen der Bischöfe zu tun. Ziolkovsky räumte bedauernd ein, dass er und viele Bischöfe erst nach der Wahl „bemerkt“ hätten, „dass es viel mehr Priester gibt, die so denken.“ (JA v. 10. 4.)

 

 

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