Die Wiederentdeckung der männlichen Stereotype

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Astrid Krogger über einen medial gehypten Trend.

Die Wiederentdeckung der strammen Männlichkeit alter Prägung ist ein neuer - vor allem auf social media gehypter - Trend. Man nennt diesen Männlichkeitswahn auch Manosphere oder Mannosphäre. Selbst das Sonntagsblatt in der Steiermark oder auch die aktuelle Ausgabe der KMB–Zeitschrift machen auf das Thema aufmerksam und bezeichnen diese Haltung als problematisch und unchristlich. Und dies zu Recht, denn das ist sie!

Dabei darf man freilich nicht übersehen, dass gerade in christlichen, auch katholischen Milieus dieser Trend oft besonders ausgeprägt ist, etwa im erzkonservativen Umfeld der jugendlich daherkommenden Lorettobewegung oder dem Augsburger Gebetshaus. Die Kirche mit ihren patriarchalen Machtstrukturen, in der (geweihte) Männer die Frauen auf den dienenden Platz verweisen, ist ein perfekter Nährboden für männliche Überhöhung!

Dabei bräuchte niemand Angst zu haben, denn es ist hinreichend belegt, dass es in gleichberechtigten Gesellschaften allen (auch den Männern!) besser geht. Also, Männer (und Frauen) der Kirche, fürchtet die Gleichberechtigung nicht!

Astrid Krogger