Erfreulicherweise erhält der neu ernannte Bischof der Diözeses Graz-Seckau, Wilhelm Krautwaschl, große Zustimmung:

Der steirische Caritasdirektor Franz Küberl würdigte Krautwaschl in einer ersten Stellungnahme als "fromm und lebenstüchtig … der die Diözese und die verschiedenen seelsorglichen Herausforderungen in unserem Land sehr gut kennt [… und der] genug Kraft und Energie hat, [… die Herausforderungen] in evangeliarer Weise anzugehen". Der steirische Landeshauptmann Franz Voves: "Besonders erfreulich finde ich als Steirer, dass die Wahl des Papstes auf einen Landsmann gefallen ist, der die Verhältnisse des Landes und seiner ihm anvertrauten Gläubigen genau kennt." Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer zeigte sich überzeugt, dass Krautwaschl ein "Bischof der Mitte und des Dialogs" sein werde. Gerda Schaffelhofer, Katholische Aktion Österreichs: "Die Bestellung […] ist ein klares Signal für eine dialogfähige und weltoffene Kirche, die gleichzeitig ihre feste Verwurzelung im Evangelium nicht vergisst. Ich bin überzeugt, [… er steht] für den Weg der Kirche, den Papst Franziskus eingeschlagen hat". Sie habe Krautwaschl als einen Priester kennengelernt, "der offen auf seine Mitmenschen zugeht, um die Bedeutung von Gemeinschaft weiß und diese in seinem Priesterdasein auch lebt". In diesem Sinne verstehe er Kirche auch "als Miteinander von Priestern und Laien, Männern und Frauen, Alt und Jung". Der evangelisch-lutherische Superintendent Hermann Miklas: "Wir kennen einander ja schon seit vielen Jahren, und ich habe ihn stets als einen sehr aufgeschlossenen, herzlichen und ökumenisch offenen Menschen erlebt". Miklas habe die noch inoffizielle Nachricht der Ernennung "mit großer Freude" vernommen. (Kathweb/KAP v. 14. 4.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Junge Menschen aus dem Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus haben am Wiener internationalen Dialogzentrum KAICIID einen einjährigen „Fellow“-Lehrgang zur Förderung von interkulturellem und interreligiösem Dialog absolviert. Der vatikanische Kurienbischof Miguel Ayuso Guixot und KAICIID-Generalsekretär Faisal bin Muaammar übergaben den 41 jungen Männern und Frauen aus 25 Ländern bei einer Feier ihre Dekrete. Ayuso, der als Sekretär des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog auch Mitglied des KAICIID-Verwaltungsrates ist, rief die jungen Leute dazu auf, in ihren Heimatländern als „aktive Friedensstifter“ tätig zu sein. Der Aufbau einer friedlicheren Welt erfordere interkulturellen und interreligiösen Dialog als wesentliche Bausteine. Interreligiöser Dialog dürfe sich dabei nicht nur unter Religionsführern abspielen, sondern unter „so vielen Gläubigen wie möglich“. Einmal mehr verurteilte der Kurienbischof den Missbrauch von Religion für Gewalt: „Niemand darf den Namen Gottes benutzen, um Gewalt anzuwenden. Im Namen Gottes zu töten, ist ein schweres Sakrileg. Im Namen Gottes zu diskriminieren, ist unmenschlich“, zitierte Ayuso aus einer Rede von Papst Franziskus und betonte, dass es beim Religionsdialog nicht um eine „Vermischung“ von Religion gehe. Alle Beteiligten müssten sich von ihrer „authentischen religiösen Basis“ aus in den Dialog einbringen. Die ausgebildeten „Fellows“ sollen in ihren Heimatländern „Brücken des Dialogs“ bauen, und Projekte entwickeln, wie sie religiöse Verantwortungsträger im interreligiösen Dialog unterrichten könnten. Mittlerweile gibt es mehr als 150 Stipendiaten aus 44 Ländern. Die KAICIID-Fellows würden von Organisationen zunehmend als ExpertInnen für den Religionsdialog hinzugezogen, berichtete Anas Alabbadi, einer der Verantwortlichen des Dialogzentrums. Das KAICIID wird von Vertretern von Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum geleitet. (kap u. vn. v. 2. 12.)

     

  • Dass Papst Franziskus die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt radikal ändert, wenn die Bischöfe des Amazonas-Gebiets dies beschließen, sagte der Wiener Theologe Paul Zulehner am 1. Dezember bei einer Veranstaltung in Freiburg. Langfristig solle dieser Weg auch Frauen offenstehen. Er begründet seine Einschätzung mit einer Äußerung des Papstes gegenüber dem emeritierten brasilianisch-österreichischen „Amazonas-Bischof" Erwin Kräutler, die Bischofssynode im kommenden Jahr im Vatikan solle mutige Vorschläge machen. Zulehner sprach von „Modellen an der Peripherie, die weltkirchlich Karriere" machen. Eine solche Dezentralisierung könne die „lähmende Stagnation der katholischen Weltkirche überwinden". Der Theologe verwies auch auf ein von ihm gemeinsam mit dem früheren südafrikanischen Bischof Fritz Lobinger erarbeitetes Positionspapier. Demnach sollen die Gemeinden aus ihrer Mitte Frauen und Männer („personae probatae") benennen, die eine dreijährige seelsorgliche Ausbildung erhalten und dann in ein „Team of Elders" geweiht werden. (kathpress u. kna v. 6. 12.)

     

  • Am 10. Dezember fand wieder der alljährliche „Lichtermarsch für verfolgte Christen“ in Wien statt. Diesmal stand der Schweigemarsch im Zeichen des 70. Jahrestags der Proklamation der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Vertreter vieler katholischer und orthodoxer Kirchen nahmen daran teil. Der syrisch-orthodoxe Chor sang das Vaterunser in Aramäisch, der Sprache Jesu. (Christen in Not 01/2019)

     

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