Zusammenarbeit und Dialog mit den (Welt-)Religionen: (Islam u.a.)

Im Februar besuchte erstmals ein Papst die arabische Halbinsel. Jetzt plant das Emirat Abu Dhabi, 19 nicht-islamische Religionsstätten zu genehmigen. Derzeit läuft ein Bewilligungsverfahren für 12 Kirchen, einen Hindu- und einen Sikh-Tempel, meldet der vatikanische Pressedienst Fides unter Berufung auf den Leiter der Behörde für Stadtentwicklung, Sultan Al Dhaheri. Die Initiative entspreche der Linie des Staatsgründers Zayyid bin Sultan Al Nahyan (1918-2004) und dessen Wunsch nach interreligiösem Zusammenleben. Das Emirat Abu Dhabi ist das größte der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate und hat rund 2,33 Millionen Einwohner (mit einem Ausländeranteil von rund 80 %). (JA v. 7. 7.)

 

Papst Franziskus hat mehr jüdische und islamische Elemente im römisch-katholischen Theologiestudium gefordert. Studierende müssten zum Dialog mit den anderen Religionen erzogen werden. (JA v. 7. 7.)

 

Das Päpstliche Bibelinstitut in Rom hat 800 christliche und jüdische Bibelwissenschaftler von der amerikanischen Society of Biblical Literature aus 65 Ländern zur Diskussion über den Stand der Forschung versammelt. Aus diesem Anlass sprach „Vatican News“ mit dem Münchner evangelischen Alttestamentler Eckart Otto darüber: Das Besondere an dem interreligiösen Dialog dieser Tagung an der Jesuitenuniversität Gregoriana besteht darin, „dass wir auch von den jüdischen Kollegen mit Fragen konfrontiert werden.“ Es ist eine Trendwende in der Bibelforschung zu erkennen: „Wir haben jetzt zweihundert Jahre der Forschung, in denen wir die Texte auseinandergenommen haben. Es kommt jetzt die Phase, wo wir sie wieder zusammenfassen müssen. Und wir müssen die theologische Substanz der Texte erkennen“. Im Gegensatz zu verschiedenen, teils fundamentalistischen Vereinfachungstendenzen stehe die Bibel für eine Bandbreite an Meinungen und lebendige Diskussionen, so E. Otto. „Es hat [in der Antike] verschiedene Meinungen gegeben, die miteinander auch im Streit gelegen haben. […] Wir als Wissenschaftler versuchen ein Stück weit, diese Diskurse und Diskussionen, die in der Antike gelaufen sind und in der Bibel noch erkennbar sind, zu erkennen und zu sehen, wo jede Seite einen wahren Aspekt erfasst hat und wo dieser Aspekt wieder in Frage gestellt worden ist. Genau so passiert es bei uns heute. Aber niemand von uns hat die gesamte Fülle und ich glaube, das ist etwas, was wir aus der Bibel lernen können“. (vn v. 6. 7.)

 

Das österreichische Projekt „MuslimInnen gegen Antisemitismus“ im Mai 2019 war ein großer Erfolg. Es gab Workshops über Antisemitismus, Besuche ehemaliger Konzentrationslager, Gespräche mit Zeitzeugen der Schoa u.a.m. Im Haus der Europäischen Union in Wien wurde der Abschluss des Projekts in Anwesenheit zahlreicher Prominenz gefeiert. Beeindruckend war die Grundbotschaft, die von der Projektverantwortlichen, der Muslimin Canan Yasar, vorgetragen wurde: „Wir sind überzeugt, dass Antisemitismus und Islam unvereinbar sind. […] Wo auch immer, gegen wen auch immer“ die Religionsfreiheit beschränkt oder in Frage gestellt würde, die Muslimische Jugend „würde dagegen aufstehen“. In den Medien gab es unterstützende Kommentare des Wiener Rabbiners Schlomo Hofmeister und des Wiener Imams Ramazan Demir: Religiöse Überzeugung könne niemals ein Rechtfertigungsgrund für Hass auf Andersdenkende sein. „Die Gewalt, die wir erleben, ist nicht von Gott gewollt. Sie ist von Menschen gemacht. […] Wer Gotteshäuser einer anderen Glaubensgemeinschaft angreift, greift uns alle an. Wer auf Betende schießt, ist kein Märtyrer, sondern ein Verbrecher“, schreiben die beiden Geistlichen in einem Kommentar. (CSI-Zeitung 07/2019)

 

In Ägypten steht ein Entwurf für ein Personenstandsgesetz für Christen kurz vor dem Abschluss. Dank der Verfassung von 2014 können alle Religionsgemeinschaften wichtige Rechtsbestimmungen autonom regeln. Unter anderem soll das neue Gesetz Fragen der Eheschließung, Eheverträge und Scheidungen behandeln. Bestimmungen für Ehenichtigkeitsverfahren und Scheidungen werden milder gestaltet, heißt es unter Berufung auf Mitglieder des Gesetzesausschusses. Daneben sehe der Entwurf vor, Scheidungen zuzulassen, wenn ein Partner den anderen über einen Zeitraum von drei – bei gemeinsamen Kindern fünf – Jahren verlassen hat. Männer und Frauen werden in Erbangelegenheiten gleichgestellt. (kna u. vn v. 10. 7.)

 

Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, hat die Beziehung zwischen den Juden und der römisch-katholischen Kirche in Deutschland als „ausgezeichnet" bezeichnet. Sie sei ein Vorbild für andere Länder, sagte der Moskauer Oberrabbiner. Auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, bestätigte dies. Man sei miteinander im ständigen Dialog. In diesem Austausch entstünden viele gemeinsame Texte. „Uns verbindet ein großer Schatz", sagte der Kardinal und verteidigte den Dialog. Er bedeutet, sein Gegenüber ernst zu nehmen, ihm zuzuhören und neugierig auf den Anderen zu sein. Dem pflichtete Goldschmidt bei und berichtete, dass die Rabbiner in Wien vor einiger Zeit einen jüdisch-muslimischen Dialog begonnen hätten, an dem sich sieben Imame und sieben Rabbiner beteiligten. Auch wenn der Anfang schwer gewesen sei, würden sie sich inzwischen gut verstehen. „Dass wir zusammensitzen ist schon ein Zeichen", so der Oberrabbiner. Anlass des Gesprächs der beiden Religionsvertreter war das Erscheinen eines neuen Buchs von Goldschmidt mit dem Titel "Communitate et Orbi - für die Gemeinschaft und für die Welt". (kna v. 12. 7.)

 

Der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, hofft darauf, dass es beim geplanten Irak-Besuch von Papst Franziskus im Frühjahr 2020 zu einer Begegnung mit dem schiitischen Großayatollah Ali Al-Sistani in Nadschaf kommen wird. Dabei könnte ein Dokument von ähnlichem Gewicht unterzeichnet werden wie das „Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ Diese Erklärung haben der Papst und der Großimam von Al-Azhar (Kairo) im Februar gemeinsam veröffentlicht. „Papst Franziskus ist ein offener Mensch, der Frieden und Brüderlichkeit sucht“, so der Patriarch in einem Interview. „Alle im Irak – Christen wie Muslime – schätzen ihn wegen seiner Einfachheit und Nähe“. Dem Papst gehe es darum, dass sich alle Gemeinschaften des Landes am Aufbau des Gemeinwohls beteiligen und nicht in Spannungen zurückfallen. Entscheidend sei, den Anderen nicht als Feind und Gegner, sondern als Bruder zu sehen, so Sako: „Wir leben alle zusammen, wir sind Nachbarn, wir brauchen keine Angst zu haben. Wir müssen die Mentalität und die Kultur ändern.“ Der Besuch von Papst Franziskus könne zu einem „starken Moment“ für die „islamischen schiitischen Brüder“ werden. Er hoffe auf ein Paralleldokument zu dem von Abu Dhabi. „Das wäre ein Zeichen, dass die ganze islamische Welt, Schiiten wie Sunniten, Schluss mit Kriegen, Tod und Zerstörung sagt“. Eine besondere Aufgabe sieht der chaldäische Patriarch für die Christen im Irak in ihrer „Berufung zur Einheit“. Als Erzbischof von Kirkuk habe er immer wieder Begegnungen der religiösen Führungspersönlichkeiten der Sunniten, Schiiten, Kurden u.a. veranstaltet. „Wir haben eine Berufung zur Einheit, die uns Kraft und Freude gibt“, sagte Sako. (kap u. vn v. 13. 7.)

 

Die theologischen Fakultäten von Wien und Ankara planen eine intensivere Kooperation: Unter dem Motto „Miteinander sprechen. Voneinander lernen“ gab es einen „Erasmus“-Austausch von Lehrenden, in dessen Rahmen zwei islamische Theologen der Universität von Ankara vom 17. bis 21. Juni nach Wien kamen. Der Besuch der Professoren Ihsan Capcioglu und Selman Yilmaz erfolgte auf Einladung des Dekans der Katholisch-Theologischen Fakultät, Prof. Johann Pock, und der Wiener Pastoraltheologin Prof. Regina Polak und soll Auftakt zu einer intensiveren Kooperation sein. Ein Gegenbesuch ist im Herbst vorgesehen. Aus der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara ging die sogenannte „Ankaraner Schule“ hervor, die sich durch eine liberale theologische Interpretation des Koran auszeichnet. (JA v. 14. 7.)

 

Der syrische Präsident Bashar al-Assad diskutierte mit römisch-katholischen Jugendlichen über die Situation der Christen in Syrien: Die Christen in Syrien seien „niemals Fremde“, sondern hätten wesentlich die syrische Kultur aufgebaut und deren Botschaft „gemeinsam mit ihren muslimischen Brüdern“ in die ganze Welt getragen, betonte Assad bei einer Begegnung im Kloster Mar Tuma in Sednaya. Auch der syrisch-katholische Patriarch Mor Ignatios Yousif III. Younan war anwesend, wie der Pro-Oriente-Informationsdienst berichtete. Bei dem Gespräch hob Assad hervor, dass die Präsenz und der Beitrag der christlichen Gemeinschaften in Syrien „notwendige Faktoren“ für das Wachstum der syrischen Gesellschaft und für die Bewahrung ihrer Pluralität seien. Die Christen in Syrien seien gemeinsam mit den Muslimen „Erbauer von Kultur und Humanität“. (JA v. 14. 7.)

 

Ägypten will Mittel bereitstellen für die Einrichtung von Instituten, Zentren und Abteilungen an öffentlichen Universitäten, die sich der Erforschung und Verbreitung des koptischen Sprach- und Kulturerbes widmen. Das berichtet die vatikanische Nachrichtenagentur „Fides“. Das erste Institut für Koptische Studien wurde in Zusammenarbeit mit der koptisch-orthodoxen Kirche an der Universität von Alexandrien eröffnet. Eine ähnliche Initiative wird an der Fakultät für Bildende Künste der Universität Damanhour auf den Weg gebracht. Das „koptische Zeitalter“, von ägyptischen Wissenschaftlern zunehmend als eine Zeit des Übergangs von der griechisch-römischen zur arabisch-islamischen Zivilisation bezeichnet, wird als konstitutives Element der ägyptischen Kultur und Identität betrachtet. Louay Mahmoud Saied, Direktor des Zentrums für koptische Studien an der „Bibliotheca Alexandrina“, betont, dass Studien zur koptischen Sprache und Kultur auch einen wertvollen Beitrag zur Wahrung der pluralistischen Identität Ägyptens leisten. Das Zusammenleben der Religionen könne so gefördert werden. (pro oriente u. vn v. 15. 7.)

 

Fast sechs Monate, nachdem Papst Franziskus und der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Ahmed Al-Tayyeb, das gemeinsame Dokument über die Geschwisterlichkeit in Abu Dhabi unterzeichneten, haben 22 sunnitische, schiitische und sufische Führungspersönlichkeiten und Intellektuelle einen 15-seitigen Text unterzeichnet, um ihre Unterstützung für dieses Dokument zu bekräftigen: „Ein Startpunkt“ und „keine Rückkehr“, so bezeichnen die 22 Unterzeichner das Dokument.15 Seiten lang ist der Bekräftigungstext, der auf Initiative von Imam Yahya Pallavicini, dem Präsidenten der italienischen islamischen Religionsgemeinschaft, verfasst wurde. Er tat dies zusammen mit Vertretern des Instituts für Islamwissenschaft in Frankreich und einer kleinen Gruppe anderer muslimischer Führer, die bereits 2007 den Brief der 138 muslimischen Intellektuellen an Papst Benedikt XVI. sowie die Erklärung von Marrakesch über religiöse Minderheiten im Jahr 2016 unterzeichnet hatten. Der Text trägt den Titel „Geschwisterlichkeit für Wissen und Zusammenarbeit“ und bezeichnet das Dokument von Abu Dhabi als „ein beispielloses institutionelles Ereignis in der Geschichte der Beziehungen zwischen Christen und Muslimen“, das Zeichen für die Eröffnung einer neuen Phase sei, die „auf die Anerkennung der Legitimität und der gottgewollten Vielfalt von Offenbarungen, Theologien, Religionen, Sprachen und Religionsgemeinschaften“ ausgerichtet sei. Die Religionsvielfalt wird als Gelegenheit gesehen, die Geschwisterlichkeit, die „eine Berufung ist, die im Schöpfungsplan Gottes enthalten ist“, in die Praxis umzusetzen. Daher ist der interreligiöse Dialog, der bereits „vom Koran empfohlen“ wurde, heute wichtiger denn je. (vn v. 18. 7.)

 

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) will zu seiner nächsten Vollversammlung Vertreter des Islams und anderer Religionen einladen. Die Vielfalt der Religionen sei eine Chance für Annäherung und Verständigung, sagte Generalsekretär Olav Fykse Tveit. Ebenso werde der ÖRK zu dem Treffen im September 2021 in Baden-Württemberg auch Repräsentanten der römisch-katholischen Kirche einladen. Zu der 11. Vollversammlung 2021 erwartet der Lutheraner Tveit rund 850 Delegierte. Zudem würden 3.000 Gäste aus aller Welt an der Zusammenkunft unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt die Welt zu Versöhnung und Einheit" teilnehmen. „Die Vollversammlung soll starke Impulse für Frieden auf der Welt geben", sagte Tveit. Angesichts der vielen Konflikte auf der Welt müssten die Kirchen ihre Aufgabe als Kraft der Versöhnung ernst nehmen. In Karlsruhe soll es neben Arbeitssitzungen im Plenum auch Gebete, Bibelgruppen, ökumenische Gespräche sowie Treffen nach Regionen und Glaubensgemeinschaften geben. Im Ökumenischen Rat der Kirchen sind 350 Kirchen mit rund 560 Millionen Gläubigen vertreten. Ihm gehören protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie Freikirchen an. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet jedoch seit Ende der 60er Jahre in wichtigen Gremien mit. (www.domradio.de v. 21. 7.)

Der Erzbischof von Lahore, Sebastian Francis Shaw, hat in Pakistan eine große Veranstaltung über „Interreligiöse Harmonie und soziale Bedürfnisse“ eröffnet. Der Dialog soll Auseinandersetzungen vorbeugen. Die Gesellschaft in Pakistan ist seit den 1980er Jahren zwischen Religionen und Sekten gespalten. Laut der Agentur Asianews nahmen mehr als 300 Priester, protestantische Pastoren und islamische Ordensleute und Imame an der Veranstaltung teil. Wie Erzbischof Shaw betonte, habe die römisch-katholische Kirche schon 2003 angefangen, in Pakistan erste interreligiöse Kommissionen ins Leben zu rufen. „Unsere Schulen sind zu Sozialinstituten geworden, mehr als 90% unserer Schüler sind Muslime. Wir stehen im Dienst der Gesellschaft“. Die Kirche schätze die Vielfalt und wolle niemanden bekehren, sondern neue Beziehungen aufbauen. (Asianews u, vn v. 30. 7.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Im Februar besuchte erstmals ein Papst die arabische Halbinsel. Jetzt plant das Emirat Abu Dhabi, 19 nicht-islamische Religionsstätten zu genehmigen. Derzeit läuft ein Bewilligungsverfahren für 12 Kirchen, einen Hindu- und einen Sikh-Tempel, meldet der vatikanische Pressedienst Fides unter Berufung auf den Leiter der Behörde für Stadtentwicklung, Sultan Al Dhaheri. Die Initiative entspreche der Linie des Staatsgründers Zayyid bin Sultan Al Nahyan (1918-2004) und dessen Wunsch nach interreligiösem Zusammenleben. Das Emirat Abu Dhabi ist das größte der sieben Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate und hat rund 2,33 Millionen Einwohner (mit einem Ausländeranteil von rund 80 %). (JA v. 7. 7.)

     

  • Frauen sollten nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx mehr Führungspositionen im Vatikan bekleiden. Die Dikasterien im Vatikan müssten nicht zwingend von einem Kardinal oder Bischof geleitet werden, sagte er. An der Spitze einer Kurienbehörde könnten auch Frauen stehen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in einer NDR-Talkshow und fügte hinzu: „Wenn ich Papst wäre, würde ich es machen.“ Der deutsche Kardinal gehört dem derzeit sechsköpfigen Beratungsgremium des Papstes an, das im Auftrag von Franziskus eine Kurienreform vorbereitet und jüngst zur permanenten Einrichtung erklärt wurde. (kna u. vn v. 2. 7.)

     

  • Papst Franziskus hat der orthodoxen Kirche ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Neun Reliquien des hl. Petrus. Eine orthodoxe Delegation war – wie gewohnt – zum römischen Patronatsfest Peter und Paul (29. Juni) im Vatikan. Nach der Festmesse nahm der Papst den griechisch-orthodoxen Bischof Job Getcha von Telmessos mit in den Apostolischen Palast. Dort griff er zu einem bronzenen Reliquiar, das sein Vorgänger Paul VI. 1971 hier aufgestellt hat. „Einige Knochen, die im Hypogäum der Vatikanbasilika gefunden wurden und für Knochen des hl. Apostels Petrus gehalten werden“, steht in lateinischer Sprache darauf. Der griechisch-orthodoxe Bischof war überrascht, als der Papst ihm dieses Reliquiar überreichte. Patriarch Bartholomäus I. reagierte mit großer Freude, als er davon erfuhr, und bedankte sich öffentlich während des Gottesdienstes zum Apostelfest in der orthodoxen Kirche seines Amtssitzes in Istanbul. „Das ist für uns ein außergewöhnliches und unerwartetes Ereignis […] Das ist ein Riesenschritt hin zur konkreten Einheit“, sagte Bischof Job. Nun befinden sich neun Stück der Knochenreste, die im 20. Jahrhundert bei Ausgrabungen unter der Peterskirche an der Stelle des mutmaßlichen Petrusgrabes gefunden wurden, nicht mehr im Vatikan, sondern in Istanbul. (vn v. 1. 7.)

     

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