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Wer für die Mafia ist, ist gegen das Evangelium. Das betonen die sizilianischen Bischöfe abermals in einer Verlautbarung zum Ende ihrer Frühlingsvollversammlung. Auch der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco, war bei der Versammlung der sizilianischen Bischofskonferenz anwesend. Besonders arbeitslose Jugendliche werden zu Opfern der Organisierten Kriminalität, die ihnen zwar Geld anbiete, sie aber ihrer Würde beraube. (rv v. 20. 3.)

 

Opfervereine in Ruanda begrüßen die Bitte um Vergebung, die Papst Franziskus für die Beteiligung der Kirche am Völkermord von 1994 ausgesprochen hatte. Der Zeitpunkt knapp drei Wochen vor dem offiziellen Gedenktag für die Völkermordopfer am 7. April sei „gut gewählt“ und gebe der Veranstaltung neue Bedeutung, zitierte die ruandische Zeitung „The Times“ am 21. März den Präsidenten des Opfervereins IBUKA ("Erinnerung"), Jean Pierre Dusingizemungu. Bei einem Besuch von Ruandas Präsident Paul Kagame im Vatikan hatte der Papst am 20. März für die „Sünden und Fehler der Kirche und ihrer Mitglieder“ während des Genozids an den Angehörigen der Volksgruppe der Tutsi um Vergebung gebeten. Auch Priester und Ordensleute seien dem Hass und der Gewalt verfallen. Damit hätten sie das Evangelium verraten und das „Antlitz der Kirche entstellt“, so der Papst. Laut Dusingizemungu werde die Entschuldigung des Papstes zum Kampf gegen die Leugnung des Völkermords beitragen. 1994 wurden in Ruanda binnen drei Monaten bis zu 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu von radikalen Hutu-Milizen ermordet. (kap v. 21. 3.; JA v. 2. 4.)

 

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

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    Wer für die Mafia ist, ist gegen das Evangelium. Das betonen die sizilianischen Bischöfe abermals in einer Verlautbarung zum Ende ihrer Frühlingsvollversammlung. Auch der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco, war bei der Versammlung der sizilianischen Bischofskonferenz anwesend. Besonders arbeitslose Jugendliche werden zu Opfern der Organisierten Kriminalität, die ihnen zwar Geld anbiete, sie aber ihrer Würde beraube. (rv v. 20. 3.)

     

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    Auf der Konferenz „Freiheit und Staatsbürgerschaft, Verschiedenheit und Integration”, die von der sunnitischen al-Azhar-Universität in Kairo veranstaltet worden ist, haben sich Vertreter des Islams und Christentums zwei Tage lang mit dem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Religionen im Nahen Osten befasst. Mehr als 600 Vertreter, darunter christliche wie auch muslimische Politiker, Akademiker und Glaubensführer, aus 50 Ländern willigten der Erklärung einer gegenseitigen Koexistenz von Muslimen und Christen ein. Gewaltausübungen jeglicher Art aus religiösem Hintergrund sollen demnach verhindert werden. Der Islamgelehrte und Großscheich der al-Azhar Universität Ahmad Mohammad al-Tayyeb betonte mehrfach stark, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Islam und Verfolgungen von nicht gläubigen Muslimen geben dürfe, da dieses Denken den Lehren ihres Glaubens widerspreche. In den Fokus seiner Reden setzte er vor allem die Gleichheit der Menschen sowie deren Rechte. (fides u. rv v. 2. 3.)

     

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    Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden (VFÖ), will Frauen Mut machen, sich in der Kirche zu engagieren, auch wenn es für Frauen derzeit keine Zulassung zu den Weiheämtern gibt. Am wichtigsten sei es, das Evangelium zu verkünden und für die Menschen da zu sein. Und das sei nicht an das Geschlecht gebunden, betonte Mayrhofer im Interview mit der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag. „Der Zugang zum Weiheamt ist den Frauen verwehrt, das ist richtig, aber wir haben viele verschiedene Leitungsaufgaben in der Kirche, die Frauen tatsächlich übernehmen.“ Es gehe darum, Aufgaben zu ergreifen und Verantwortung zu tragen. Kirche sei jedenfalls mehr als eine männliche Hierarchie. „Ob es sich die katholische Kirche auf Dauer wirklich leisten kann und will, auf den Dienst der Frauen im Weiheamt zu verzichten, das ist eine Frage, über die zur Zeit auch in Rom nachgedacht wird, allerdings unter dem historischen Deckmantel“, bezog sich Mayrhofer auf die vom Papst gebildete Kommission zum Diakonat der Frauen. In der Erzdiözese Wien gebe es bereits Frauen in Leitungspositionen: „Es soll die bestqualifizierte Person sein, die die Leitung übernimmt, egal ob Mann oder Frau“, so Sr. Mayrhofer. Die Vatikan-Expertin Gudrun Sailer - sie arbeitet seit vielen Jahren bei Radio Vatikan - erläuterte gegenüber dem „Sonntag“ die Einstellung von Papst Franziskus zu Frauen. Mit Sicherheit sei dem Papst die Frage nach der Frau in der Kirche ein großes Anliegen, so Sailer. „Das hat er selbst gesagt und auch mit dem einen oder anderen Beschluss bekräftigt. Ich denke da nicht nur an Ernennungen, wie die neue Direktorin der Vatikanischen Museen, sondern z. B. auch an seine wiederholten Aufrufe, eine Theologie der Frau zu entwickeln, denn die fehlt. Ich glaube wirklich, dass er in dem Punkt für eine deutlich erkennbare Öffnung sorgt.“ Der Papst entscheide aber nicht sofort und allein, wie diese Öffnung für die Frauen auszusehen hat, sondern andersherum: „Er lädt die Gläubigen ein, Frauen wie Männer, über die Frauen in der Kirche nachzudenken und dann ihre Vorschläge einzubringen. Das ist kein Von-oben-herab, sondern ein Mit." Bei Franziskus falle auch besonders auf, „wie oft er die Priester und Mitbrüder im Bischofsamt dazu ermahnt, die Meinung von Frauen zu hören“. Denn Frauen hätten „einen anderen, einen ergänzenden, einen weiteren Blick auf die Dinge und auf die Lebenszusammenhänge“. Deshalb sollten wichtige Entscheidungen in der Kirche nicht ohne Frauen getroffen werden. „Das ist die Meinung von Papst Franziskus, und das ist neu“, so Sailer. (kap v. 2. 3.)

     

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    Der Schweizer Theologe Hans Küng fordert eine Rehabilitierung von Martin Luther durch die römisch-katholische Kirche sowie eine Anerkennung der Ämter der protestantischen und der anglikanischen Kirche. In einem Aufruf vom 1. März schreibt der 89-Jährige, die Kirche dürfe die Gelegenheit zu diesen ökumenischen Schritten im Gedenkjahr der Reformation nicht verstreichen lassen. Weiters fordert Küng, dem 1980 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen wurde, die Abendmahlsgemeinschaft zwischen römisch-katholischen und evangelischen Christen. Ökumenisch engagierte Christen erwarteten jetzt „Taten“. (cath.ch v. 1.3.; KircheIn 3/2017 u.v.a.)

     

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