Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat am 7. Jänner das Berliner Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) besucht.

In der Einrichtung des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (LSVD) informierte er sich gemeinsam mit der Berliner Caritasdirektorin Ulrike Kostka bei homosexuellen und transgeschlechtlichen Flüchtlingen über deren Erfahrungen mit Gewalt und Beleidigungen in Unterkünften und Behörden. Koch bezeichnete das Gespräch als "beeindruckend und bewegend". Er kündigte an, Politik und Kirche auf die besondere Problematik solcher Flüchtlinge hinzuweisen. Kostka sagte, die Caritas werde darauf drängen, dass Heimbetreiber und Sicherheitsfirmen auf die Probleme homosexueller und transgeschlechtlicher Flüchtlinge Rücksicht nehmen. LSVD-Vertreter dankten der Caritas für deren Flüchtlingshilfe. Bodo Mende vom LSVD-Landesvorstand kündigte an, der Verband wolle mit dem Erzbistum und der Caritas das Bündnis für die Flüchtlingshilfe ausbauen. Beim Schutz der Menschenwürde gebe es eine "klare Gemeinsamkeit" mit der Kirche. Das LSVD-Projekt MILES bietet gleichgeschlechtlich orientierten Flüchtlingen und ihren Angehörigen psychosoziale Beratung sowie für 50 besonders bedrohte Flüchtlinge Unterkünfte in Privatwohnungen. (redaktion.kathpress.at vom 12. 1; KNA v. 12. 1; www.erzbistumberlin.de vom 15. 1.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Ein Fernsehsender der Vereinigten Arabischen Emirate (VAR) zeigt den Dokumentarfilm „Der Besuch des Friedens“ über den Papstbesuch im Februar 2019. Er behandelt die Vorbereitungen, Begegnungen und Auswirkungen, die der Papstbesuch auf die Bevölkerung in den Arabischen Emiraten hatte. Das Filmprojekt reiht sich ein in weitere Initiativen rund um das ausgerufene „Jahr der Toleranz“. Ein Teil der Doku fokussiert sich auf den Aufenthalt des Papstes in Abu Dhabi inklusive des Treffens mit Großimam Achmed al-Tayyeb und der Unterzeichnung des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“. Die Großmesse des Papstes vor rund 100.000 Menschen im Zayed Sports City Stadion ist auch Inhalt des Films. Zusätzlich zu den Worten des Papstes enthält die Dokumentation Beiträge und Interviews mit Bürgern und Regierungsbeamten, die ihre Ansichten über den Wert des Besuchs und seine Bedeutung für die Emirate im Rahmen des „Jahres der Toleranz“ zum Ausdruck bringen. (asianews u. vn v. 5. 9.)

     

  • Der aus Deutschland stammende Bischof des brasilianischen Amazonas-Bistums Obidos, Johannes Bahlmann, kann sich verheiratete Männer als Priester vorstellen. In seiner rund 182.000m² großen Diözese gebe es Gemeinden, die „nur zwei- oder dreimal im Jahr die Messe feiern können", sagte er der Wochenzeitung „Kirche & Leben". Es sei aber wichtig, dass es Priester vor Ort gebe. Ihr Dienst beschränke sich nicht auf die Feier der Eucharistie, sondern umfasse auch Nächstenliebe und Glaubensstärkung. Bei der Amazonas-Synode im Oktober in Rom müsse auch über Gemeindeleitung durch Nicht-Priester gesprochen werden. In seinem Bistum habe er gute Erfahrungen damit gemacht. Dort leiteten zu 80 Prozent Frauen Gemeinden mit bis zu 3.000 Gläubigen. Jede Pfarrei bestehe aus rund 150 Gemeinden. Da sei es „unmöglich, dass der Priester in jeder Gemeinde Verantwortung übernimmt". Bahlmann nimmt an der von Papst Franziskus einberufenen Amazonas-Synode vom 6. bis 27. Oktober teil. (kna u. vn v. 4. 9.; JA v. 15. 9.)

     

  • Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat die Bedeutung der kulturellen und akademischen Austauschprogramme zwischen dem Moskauer Patriarchat und dem Vatikan gewürdigt. Kyrill empfing am 28. August die Teilnehmer des 5. Sommerkurses für römisch-katholische Priester und Ordensleute. Sie waren Gäste des von Metropolit Hilarion (Alfejew) geleiteten Theologischen Kyrill-Method-Instituts. Die Mitglieder der vatikanischen Delegation besuchten u. a. das Nowospasskij-Kloster und die Synodalabteilung für die Beziehungen der Kirche zur Gesellschaft und zu den Medien, die von Wladimir Legojda, geleitet wird. Man setzt besonders auf eine Zusammenarbeit im Bereich der Caritas-Arbeit, weil dies der beste Weg für die Kirchen ist, einander näher zu kommen. (kap u. vn. v. 1. 9.)

     

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