Der Großerzbischof von Kiew-Halytsch der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Swjatoslaw Schewtschuk, möchte einen gemeinsamen Weg mit den orthodoxen Kirchen gehen.

Das betonte der Großbischof in einem Gespräch mit Journalisten am 23. Februar in Rom. Darüber wolle er auch mit dem Papst in den kommenden Tagen sprechen. Über das Treffen von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarch Kyrill auf Kuba sagte er: „Ich denke diese Umarmung war eine heilige Angelegenheit. Diese Art von Treffen sind die Meilensteine im ökumenischen Weg der Kirche“. Aber er habe auch gemischte Gefühle, denn der Krieg in der Ukraine und die von außen eindringende Aggression seien auf Kuba leider nicht angesprochen worden. Viele Ukrainer fühlten sich daher „verraten“. „Aber der Papst hat es dann klargestellt, dass er mit beiden Präsidenten [Putin und Poroschenko; P.W.] gesprochen habe. […] Und das ist wirklich schön und beruhigend, denn so hat er gesagt: ‚Ich habe mit allen gesprochen und gesagt: beendet es! Schließt Frieden!’ “ Jetzt benötigen die ukrainischen Christen einen gemeinsamen Weg, betonte der Großbischof von Kiew. Der Weg der Einheit sei nur erreichbar durch „Dialog, Zuhören und Vergeben“. (www.de.radiovaticana.va vom 24. 2.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • In Myanmar haben die christlichen Gemeinden zum ersten Mal seit 50 Jahren Weihnachten auf den Straßen der Metropole Rangun gefeiert. Mehrere Liturgien, Feste und Prozessionen fanden statt. Der Anteil der Christen in dem mehrheitlich buddhistischen Land beträgt knapp sechs Prozent. (JA v. 14. 1.)

     

  • Der Vatikan ehrt in diesem Jahr eine Theologin des 18. Jahrhunderts mit einer Briefmarke. Das geht aus dem Programm des vatikanischen Münz- und Markenamtes vom 2. Jänner hervor. Die Briefmarke bezieht sich auf den 300. Geburtstag der Italienerin Maria Gaetana Agnesi (1718-1799), die auch als Mathematikerin und Wohltäterin wirkte. Sie war die erste Frau, die ein Buch über Mathematik veröffentlichte. In ihrer Heimatstadt Mailand nahm sich die tiefgläubige Gelehrte unbemittelter kranker Frauen an und hielt öffentliche Unterweisungen in Katechismus. Ein Studium in Theologie absolvierte sie nie, doch suchten auch Kirchenmänner wie Kardinal Giuseppe Pozzobonelli ihren Rat in der Beurteilung religiöser Schriften. (vn v. 2. 1.)

     

  • In Augsburg hat am 4. Jänner die ökumenische Glaubenskonferenz „Mehr“ begonnen, organisiert vom „Gebethaus Augsburg“. Das Treffen charismatisch orientierter Christen (ca. 11.000) fand zum elften Mal statt. Auf dem Programm stand unter dem Motto „Open up the gates“ („Macht die Tore weit auf“) christlich motivierte Vorträge, Konzerte, Diskussionen, Gebete und Lobpreisungen. Aus Österreich nahmen u.a. Jugendbischof Stephan Turnovszky und Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner teil. Als Redner traten James Mallon, Leo Bigger und Vishal Mangalwadi auf. Mallon ist römisch-katholischer Pfarrer aus Halifax (Kanada). Der Zürcher Pastor Bigger leitet die sich überkonfessionell verstehende Megachurch International Christian Fellowship (ICF), die größte Freikirche in der Schweiz. Mangalwadi ist ein indischer Theologe. Das „Gebetshaus Augsburg“ ist laut Selbstdarstellung eine ökumenische Initiative junger Christen und gehört zur „Charismatischen Erneuerung der katholischen Kirche“. Die „Mehr“-Teilnehmer kamen aus 40 Ländern, zu 90 Prozent aus dem deutschen Sprachraum. Gut 60 Prozent waren katholisch, 35 Prozent je zur Hälfte Anhänger der evangelischen Landeskirchen und von Freikirchen, drei Prozent waren orthodox. (religion.ORF.at/KAP u. vn v. 5. 1.; JA v 14. 1.)

     

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