In der jordanischen Hauptstadt Amman tagt auf Einladung des griechisch-orthodoxen Patriarchen die 13. Vollversammlung der Internationalen Kommission für den offiziellen Dialog zwischen katholischer und orthodoxer Kirche zum Thema „Synodalität und Primat".

Im Vorfeld dazu wurde von der Stiftung „Pro Oriente“ eine Zusammenfassung aller Ergebnisse der bisherigen 12 Tagungen herausgebracht, um den zahlreichen neuen und jüngeren Mitgliedern der Kommission einen konstruktiven Rückblick zu ermöglichen. Von jeder Konfession nehmen 30 Personen an der 13. Tagung teil. Vorsitzende sind der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und der Metropolit von Pergamon, Ioannis (Zizioulas) als Vertreter des Patriarchen von Konstantinopel. Der Wiener Kardinal Christoph Schonborn appellierte an die Teilnehmer, den „Dialog der Liebe und den Dialog der Wahrheit“ weiterzuführen. Der orthodoxe Metropolit von Österreich Arsenios (Kardamakis) erinnerte an die Einheit der Christen als „unerlässliche Pflicht aller Christen“. Der Dialog sei „ein Auftrag Jesu und der dreieinige Gott das Grundprinzip sowie das Vorbild christlicher Einheit“. (Kathweb/KAP v. 16. 9.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • In Deutschland ist am 26. Juli erstmals eine christlich-muslimische Kindertagesstätte (Kita) eröffnet worden. Sie hat in Gifhorn (Niedersachsen) unter dem Namen „Abrahams Kinder“ als Träger die römisch-katholische Gemeinde Sankt Altfrid, die evangelische Dachstiftung Diakonie und die deutsch-türkische Moscheegemeinde Ditib. Die Einrichtung soll zur Begegnung der beiden Kulturen beitragen. Die Mitinitiatorin, Schwester Mary Prema Pierick, ist die Generaloberin der Missionarinnen der Nächstenliebe in Kalkutta und hält fest: Die Einrichtung soll zur Begegnung der beiden Kulturen beitragen, aber „keine Bibel-Koran-Schule“ sein. Unter den jetzigen Anmeldungen ist das Verhältnis von Christen und Muslimen in etwa ausgeglichen, auch konfessionslose Kinder sind dabei. Von den vier Erzieherinnen sind zwei christlich und zwei muslimisch. Das Essen in der Einrichtung wird halal-zertifiziert. (JA v. 5.8.)

     

  • Konfessionsverschiedene Ehepartner sollten bei der Eucharistie nicht getrennt werden, fordert der italienische Kardinal Francesco Coccopalmerio in einem Interview mit der Zeitung La Stampa. Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte gibt es keine „berechtige Notwendigkeit“, nichtkatholische Ehepartner von der Kommunion auszuschließen. Der Kardinal reagiert damit auf eine Anfrage der deutschen Bischofskonferenz. Ein „delikates Problem“ sei, dass nach katholischer Lehre beim Sakramenten-Empfang eine Gnadenvermittlung erfolge. Dieser Aspekt müsse mit dem Prinzip der Kircheneinheit abgewogen werden, wobei nach Aussage Coccopalmieros gerade im Fall von Eheleuten der gemeinsame Empfang der Kommunion ein Hoffnungszeichen mit Blick auf eine Vereinigung der Kirchen sein könnte. Einzige Voraussetzung ist für den Kardinal, dass die Nicht-Katholiken glauben, „dass das Brot und der Wein im Eucharistiesakrament Leib und Blut Christi", also der ganze Jesus Christus sind. Die sogenannte „Transsubstantiation“ – die wesenhafte Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut – müsse hingegen nicht unbedingt geglaubt werden. (vn v. 2. 8.; JA v. 12. 8.)

     

  • In Österreich haben Spitzenvertreter der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Israelischen Kultusgemeinde eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der es heißt: „Es gehört untrennbar zu unserem Selbstverständnis als religiöse Menschen, Vertriebenen und Heimatlosen Trost und Hilfe zu geben.“ (KircheIn 08/2018)

     

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