Ein „Diözesanforum“ der Diözese Linz berät Herausforderungen für die Kirche und präsentiert Kandidaten als zukünftigen Bischof der Diözese.

165 Delegierte diskutierten nicht nur die notwendigen pastoralen Richtlinien der Diözese, sondern erarbeiteten auch ein Profil für den kommenden Bischof von Linz. Bischof Ludwig Schwarz erreicht im kommenden Jahr die 75-Jahr-Grenze, nach der er seinen Rücktritt anbieten muss. Folgende Herausforderungen für den neuen Bischof wurden formuliert: "Liebe zu den Menschen in ihren konkreten Lebensbedingungen und Lebensverhältnissen", "engagierter Einsatz für die Schwächeren in der Gesellschaft", die "Option für die Jugend", aber auch ein "einfacher Lebensstil" und eine "geerdete Spiritualität". Der künftige Bischof sollte auch eine "mutige Stimme in der Gesellschaft" sein. Im Rahmen der abschließenden Liturgie wurde ein vertraulicher Dreiervorschlag ermittelt. Dieser soll zusammen mit den "Herausforderungen an das Bischofsamt" sowohl an Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und den amtierenden Diözesanbischof Ludwig Schwarz als auch an die Vorsitzenden der Dechantenkonferenz, des Priesterrats und des Pastoralrats übermittelt werden. (Kathweb/KAP v. 23. 11.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Der Erzbischof von Rabat, der Spanier Cristóbal López Romero, zieht eine positive Bilanz der Papst-Visite. „Bis jetzt wurde viel von Koexistenz und Toleranz gesprochen, aber der König sagte im Beisein des Papstes, dass Toleranz eigentlich wenig sei. Das bedeutet, dass wir nun zur Freundschaft, zum gegenseitigen Kennenlernen, zur gegenseitigen Bereicherung und zur Zusammenarbeit übergehen können [...] Wir müssen dazu einen qualitativen Sprung im islamisch-christlichen Dialog machen. […] Das ist schon jetzt im Moment ein gemeinsamer Weg. Wir arbeiten für Bildung, für die öffentliche Gesundheit, für die Förderung von Frauen zusammen, Muslime und Christen, und das muss so bleiben. Aber Barmherzigkeit ist kein Selbstzweck: Sie ist der Weg, um als Brüder und Schwestern zu leben.“ Hinderlich auf dem gemeinsamen Weg sei der Verdacht von Muslimen, dass Christen „Proselytismus“ betreiben würden. Der Papst hat das Thema bei einem Treffen mit Priestern und Ordensleuten angesprochen. Erzbischof López erklärt, es gebe leider „Christen, die es nicht verstehen, dass die Kirche keinen Proselytismus betreiben will. […] Schon Benedikt XVI. sagte: Die Kirche wächst nicht durch Proselytismus, sondern durch Anziehungskraft, durch Zeugnis. Deshalb geht es uns als Kirche hier in Marokko gut: genau weil Proselytismus verboten ist. […] Ich glaube, dass Marokko eines Tages feststellen wird, dass die Christen, zumindest wir Katholiken, dieses Ziel des Proselytismus nicht haben“, stellt López fest. (vn v. 1. 4.)

     

  • Der Marseiller Erzbischof und Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Georges Pontier, hat zum Kampf gegen Hochmut und Machtstreben unter Priestern aufgerufen. „Papst Franziskus hat Klerikalismus in all seinen Formen als Ausdruck und Hauptursache von Störungen im Leben christlicher Gemeinschaften genannt", sagte er zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung in Lourdes. Zu der Missbrauchsproblematik zitiert die Zeitung "La Croix" den Bischof von Grenoble, Guy de Kerimel: „Dem gesamten Episkopat ist bewusst, dass wir eine besonders schwere Krise durchmachen.“ Die Kirche werde nicht mehr wie vorher sein. Mehrere Bischöfe sprechen laut Angaben des Blattes von einem „Reinigungsprozess". (kathpress u. KNA u. vn v. 2. 4.)

     

  • Dass Jerusalem zum „Inbegriff des Friedens“ wird, wünschen sich die Patriarchen und Bischöfe der Heiligen Stadt in ihrer gemeinsamen Osterbotschaft. Der „multireligiöse und multikulturelle Status“ Jerusalems müsse erhalten werden, damit alle abrahamitischen Glaubensbekenntnisse die Stadt als Inbegriff des Friedens und der Ruhe erfahren können. Die Patriarchen und Bischöfe versprechen, „für einen gerechten und dauerhaften Frieden in Jerusalem und in der ganzen Welt“ zu beten, vor allem in Regionen, die von Gewalt und Angst gegen schuldlose Menschen und Gottesdienststätten geprägt sind. Dass die menschliche Würde respektiert und geehrt werden muss, zeige sich besonders an Ostern. Die Menschen seien nach Gottes Bild geschaffen und darum gleich an Würde. (vn v. 17. 4.)

     

Artikelempfehlungen

Das betonte der Großbischof in einem Gespräch mit Journalisten am 23. Februar in Rom. Darüber wolle er auch mit dem...
Diesmal gab er der flämischen Wochenzeitung „Tertio“ ein Interview: Es wäre an der Zeit, die kirchliche Lehre zur Ehe...
Dies sagte er am „Dies facultatis“ der Universität Innsbruck. Das vorbildliche dialogische Verhalten der römisch-...