WAC-I Treffen in ROM (We are Church International)

Von 16. – 18. März trafen sich in Rom die Vertreter der Mitgliedsländer von WAC-I (soweit sie es sich leisten konnten). Zwei weitere Kirchenreform-Treffen waren daran angeschlossen: von 15. – 16. tagte das Europäische Netzwerk „Church on the move“ und am 18. Nachmittag wurde das nächste Treffen des GLOBAL COUNCIL NETWORK im November in Aparecida weiter geplant.

Einige der TeilnehmerInnen gehören allen drei Gruppierungen an.

 

Für WAC-I waren folgende Länder vertreten:

Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, USA; als Gast war Rene Reid von Catholic Church Reform International zeitweise dabei. Kate McElwee aus den USA (sie lebt derzeit in Rom) ist Mitglied und zugleich Repräsentantin von Women’s Ordination Worldwide.

 

Am Freitagnachmittag  waren alle drei Gruppen beisammen. Martha Heizer berichtete von ihrer Teilnahme an der Konferenz Asian Youth Academy/Asian Theological Forum in Yogyakarta/Indonesien im Juli 2017 und den Konsequenzen, die sich ihrer Meinung nach aus dieser Kooperation für WAC-I ergeben.

Edson Silva aus Brasilien war gebeten worden, über die derzeitige Lage der Befreiungstheologie zu erzählen (siehe eine englische Zusammenfassung im Anhang).

 

Die Neuwahl des Vorstandes von WAC-I ergab folgendes:

Colm Holmes von Irland hat den Vorsitz übernommen, Martha Heizer ist stellvertretende Vorsitzende.

Für die Medien bleibt Marianne Duddy-Burke aus USA zuständig.

Valerie Stroud aus UK bleibt Webmasterin. Ashiknaz Khokhar aus Pakistan wird die Social Media -Arbeit intensivieren.

Jean-Pierre Schmitz aus Frankreich kümmert sich weiter um Außenkontakte. Ihm hilft Ed Schreurs aus den Niederlanden.

Martha Heizer wurde gebeten, die Innen-Kontakte zu pflegen (kind of pastoral care for the members). Eric Westerberg aus Schweden wird sie dabei unterstützen.

Für die Arbeit des Kassiers hat sich bisher niemand gemeldet. Bisher hat Colm Holmes diese Agenda betreut, er wird es wohl noch ein Weilchen machen müssen, aber es ist nicht sehr sinnvoll, wenn der Vorsitzende zugleich Kassier ist. Wenn jemand in diese Gruppe einsteigen und diese Arbeit übernehmen will, sind wir sehr dankbar.

 

Valerie sagt in ihrem Bericht über die Arbeit als Webmaster:

www.we-are-church.org 

Im Durchschnitt wird unsere Seite im Monat ca. 200 000x aufgerufen. Viele der geposteten Artikel werden von ca. 1000 Menschen, manche von 2000 gelesen. Das heißt, eine große Gruppe von Leuten, auch aus dem Vatikan, sind sehr interessiert daran, was wir sagen und befürworten.

173 neue Artikel sind seit November 2016 (unserem letzten Treffen) gepostet worden, viele Presseaussendungen und deren Übersetzungen. https://goo.gl/GTgTfV .

 

Spannend waren auch die Berichte aus den Mitgliedsländern. Pakistan war via Skype zugeschaltet. Die jungen Leute aus Pakistan kämpfen nicht nur gegen islamistischen Terror, sondern auch gegen Missachtung der eigenen Kirchenoberen, die keine Reformen wollen.

 

Die Bedingungen für Reformarbeit sind unterschiedlich, aber die Initiativen der verschiedenen Länder sind vielfältig. Dänemark z.B. wird einen Studientag veranstalten zum Thema: „Brauchen wir die Kirche? – Braucht die Kirche uns?“

 

Petra Schäffer hat vorgeschlagen, einen INTERNATIONALEN TAG DER KIRCHENREFORM zu feiern. Dieser Vorschlag ist sehr gut aufgenommen worden. Wir denken an den 6. Dezember: Niko-laos (Sieg des Volkes) als Patron.

Und am Samstagabend feierten wir eine VIGIL, ein gemeinsames öffentliches Abendgebet mit Blick auf den Petersdom. War schön.

 

Der Sonntag war Edson Silva aus Brasilien und seinem Organisationsteam gewidmet: er erzählte von den Vorbereitungen für das Treffen in Aparecida, das ein kleines „Konzil des Gottesvolkes“ werden soll. Die Planung ging dann am Nachmittag weiter.

 

Den Abschluss bildete eine Eucharistiefeier – mit großer Laienbeteiligung natürlich.

 

 

Edson Silva on Liberation Theology: Originated out of the experience of conquered people in Latin and South America, struggling with the emergence of communist, socialist, and capitalist systems. Popular and trade union movements in Latin America, particularly in Brazil, led to emergence of base communities among Catholics in the 1950s and 1960s. Many priests were engaged with these struggles and the communities, following the spirit of Vatican Council II. The Medellin Conference in 1968 dealt with the Church in the life of Latin American people and led to much of the Church having a focus on human rights. The three principles of Theology of Liberation that emerged in 1980s:

  • Social Gospel
  • Theology of Hope
  • Anthropological Theology

There was strong commitment to the needs of the poor people, and theology rooted in the lives of people, with reference to psychology, sociology, economics, etc.

 

During the papacies of John Paul II and Benedict XVI, liberation theology was oppressed. JP II appointed bishops who opposed and censured liberationists (Leonardo Boff, Yvonne Gaberra). It could not be taught or developed in Latin universities. Current leaders have roots in popular movement. Resistance to liberation theology is still widespread in the official church. In 2003, XXXXX  was established, and the World Forum for Theology and Liberation was created. Annual conference is celebrated annually, and it is an interreligious movement with a focus on social justice. Has led to development of Black Theology, Feminist Theology, Ecological Theology, Queer Theology, and more …. now seen as Pluralist Theologies of Liberation.

 

Currently many prominent church leaders and national bishops’ conferences are aligned with repressive governments. Lay movements are not supported. It is difficult for lay people to get theological education that includes liberationist thought. 100,000 base communities still exist, along with lay groups, meetings on faith and politics, and Catholic involvement in social movements. Francis’ meeting with Gustavo Gutierrez in May 2015 sent a good sign that there is at least the possibility of dialogue. In Oct. 2017 150 liberation theologians wrote a letter to Francis on the importance of the little ones. “The starting point of theology must be the feet on the ground.” (Boff) The only possibility for transformation comes from the exploited and abused ones and arise from the communities they form.

 

 

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