Frohbotschaft statt Drohbotschaft

Bischof Kräutler: Romero-Seligsprechung war überfällig

Erzbischof Oscar Romero wird am Samstag seliggesprochen, und es ist "höchst an der Zeit, dass es endlich stattfindet", so der austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler im Interview mit der Agentur Kathpress. In Lateinamerika werde Romero längst als Heiliger verehrt. Es habe scheinbar eines Papstes aus Lateinamerika bedurft, damit die offizielle Seligsprechung endlich vollzogen werden kann, so der Bischof von Altamira-Xingu in Nordbrasilien. Die Befreiungstheologie sei nur aus europäischem Unverständnis heraus als marxistisch bezeichnet worden.

Epochenwechsel in der römisch-katholischen Kirche?

Das Frühjahrs-Heft "Kirchen in Bewegung" des „Forschungsjournals Soziale Bewegungen“ enthält auf über 200 Seiten Beiträge u.a. von Prof‘in Sabine Demel, Prof. Karl Gabriel, Karin Kortmann (ZdK), Prof. Thomas Meyer, Dr. Thomas Mittmann, Dr. Peter Neher (Caritas), Prof. Thomas Schüller, Dr. Thomas Wagner und Christian Weisner (Wir sind Kirche“).

Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 1/2015: "Kirchen in Bewegung"
www.forschungsjournal.de

Walter Kardinal Kasper: Papst Franziskus - Revolution der Zärtlichkeit und der Liebe: Theologische Wurzeln und pastorale Perspektiven

Walter Kasper erklärt Wurzeln und Perspektiven der Theologie von Papst Franziskus. Mit seinem Buch "Barmherzigkeit" hat der deutsche Kardinal ein Leitmotiv des lateinamerikanischen Papstes angesprochen. Jetzt beschreibt er, wie sehr der Aufbruch des Papstes eine Revolution der Zärtlichkeit und Liebe darstellt: Für Franziskus ist der Glaube ein Weg, keine Festung, und das Evangelium keine unerbittliche Moral, sondern Wegweiser ins Leben.

PREDIGT VON PAPST FRANZISKUS

»Herr, wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde«. Von Mitleid bewegt, streckte Jesus die Hand aus, berührte ihn und sagte zu ihm: »Ich will es – werde rein!« (vgl. Mk 1,40-41). Das Mitleid Jesu! Dieses Mit-leiden, das ihn jedem leidenden Menschen nahebringt! Jesus schont sich nicht, nein, er lässt sich hineinziehen in den Schmerz und in die Not der Menschen, einfach weil er „mit-leiden“ kann und will, weil er ein Herz hat, das sich nicht schämt, „Mitleid“ zu haben.

Martin Werlen: Heute im Blick

Verrät die Kirche ihren Auftrag, wenn sie sich nur auf sich konzentriert? Müsste sie sich nicht intensiv dem Heute, der Zeit zuwenden? Mit brennender Sorge, aber auch mit Leidenschaft und aus einem inneren Feuer heraus geschrieben, ist das Buch des bekannten Schweizer Mönches Martin Werlen, dem populären Altabt von Einsiedeln. Er lenkt den Blick auf die zentralen Fragen und weist heilsame, spirituelle Wege, die auch nach innen führen. Gegen Doppelbödigkeit und die Häresie der Äußerlichkeit setzt er eine klare Perspektive der Hoffnung.

"Vatikan-Verwaltung leidet an „geistlichem Alzheimer“ und Machtstreben"

Dieses vernichtende Urteil stammt nicht etwa von einer der "aufmüpfigen" kirchlichen Reformbewegungen, sondern vom Oberhaupt der katholischen Kirche höchstpersönlich.

Papst Franziskus hat bei seiner traditionellen Weihnachtsansprache vor Leitern und leitenden Mitarbeitern der Vatikan-Verwaltung vor „spirituellen Krankheiten“ in der Kurie gewarnt. Dabei zählte er 15 Krankheiten auf, an denen die Kurie leide.

Vatikan stellt Abschlussbericht der Untersuchung der U.S. Frauenorden vor

Der folgende Bericht ist dem Newsletter der Organisation "Pink Smoke Tour - Roy Bourgeois: Vom Schweigen zur Solidarität - Initiative für Frauenrechte in der Kirche" vom 16.12.2014 entnommen.

In einer Pressekonferenz stellte der Vatikan heute den abschließenden Bericht einer langjährigen Untersuchung der U.S. Ordensfrauen vor.

Der Bericht liest sich vornehmlich positiv, ja lobt das Leben der Ordensfrauen und ihre Arbeit, aber er enthält auch versteckte, bissige Kritik.