Gesegnete Weihnachten u. ein glückliches neues Jahr

„Immer wieder fällt ein Stückchen Himmel auf die Erde,

dir in den Schoß…“

 

Diese himmlische Erfahrung wünschen wir allen unseren Mitgliedern von „Wir sind Kirche-Österreich", allen SympathisantInnen und auch allen, die ganz zufällig auf diese Seite geraten sind.

Mögen die vielen Tage und die vielen Situationen des kommenden Jahres  „immer wieder!“ ein Stück Himmel  erleben lassen!

 

Der Vorstand

 

 

 

Einfach zum Nachdenken .....................

 

Dorothee Sölle: In dieser Nacht

 

In dieser nacht
verließen die sterne ihre angestammten plätze
und zündeten lärmfeuer an
überschallschnell

 

In dieser nacht
verließen die hirten ihre arbeitsstellen
und schrien sich in die verkrusteten ohren
die neuen parolen

 

In dieser nacht
verließen die füchse die wärmenden höhlen
und der löwe wiegte den kopf
"das ist das ende
der revolution"

 

In dieser nacht
liefen die rosen der erde davon
und fingen das blühen an
im schnee

 

Aus: Dorothee Sölle, Meditationen und Gebrauchstexte.

© Wolfgang Fietkau Verlag, Berlin 1982, 4. Auflage

 

 

Vor der Krippe

 

Den Armen der Erde bleibt immer nur Stroh,
die Früchte verschwinden anderswo.

 

Wenn die Menschen reden wie Frost und Wind,
wärmt stumm dich der Ochs und der Esel, mein Kind.

 

Der König, die Wirte, sie hören es nicht,
was der Engel den frierenden Hirten verspricht.

 

Der weiseste Weise, der dem Stern in der Nacht
nachfolgt, hat dir bittere Myrrhe gebracht.

 

Die Axt und die Säge hängt himmlisch erhellt
als Szepter der Demut im Dunkel der Welt.

 

Der Liebe genügt einer Stalllatern‘ Glanz.
und das Holz und das Stroh dient Gott als Monstranz.

                                                                       Christine Busta

 

Text für eine Weihnachtspostkarte

 

Auch wenn uns kein Engel begegnet:
die Königskerze an steinigem Wegrand
kann uns ein Licht aufstecken
für die grüne Botschaft der Erde.
Und die Blattrosette des Löwenzahns
strahlt als Bethlehemstern.

                                                 Christine Busta

 

Kurt Marti: flucht nach ägypten

 

Nicht
ägypten
ist
fluchtpunkt
der flucht

 

das kind
wird gerettet
für härtere tage

 

fluchtpunkt
der flucht
ist
das kreuz

 

Kurt Marti: Weihnacht

 

Damals
als gott
im schrei der geburt
die gottesbilder zerschlug
und
zwischen marias schenkeln
runzelig rot
das kind lag

 

 

 

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