Bericht

Versuchslabor für verheiratete Priester

Im Jahr 2011 schuf die katholische Kirche für anglikanische Gläubige und Priester die Möglichkeit der Konversion zum katholischen Glauben bei gleichzeitiger Beibehaltung verschiedener anglikanischer Traditionen. Eine aktuelle Studie der Saint Barnabas Society sowie der Katholischen Universität St. Mary's in Twickenham (England) zeigt nun, dass ehemalige Anglikaner mittlerweile ein Drittel des katholischen Klerus in Großbritannien ausmachen. Das aus katholischer Perspektive Besondere daran: Die meisten der ehemaligen anglikanischen Priester sind verheiratet.

Papst ohne Priesterweihe

Es war ein turbulentes Jahr, das 1276 über die Kirche kam: Zunächst verstarb am 10. Jänner mit Gregor X. jener Papst, der den Stuhl Petri nach der längsten Papstwahl der Geschichte - nahezu unvorstellbare drei Jahre - bestiegen, das Verfahren der Papstwahl grundlegend reformiert und das Konklave eingeführt hatte. Keine zwei Wochen später wurde Innozenz V. nach nur eintägigem Konklave gewählt, doch Innozenz verstarb nach nicht einmal einem halben Jahr.

Erstmals Frau an der Spitze der österreichischen Orden

Sr. Franziska Madl von den Dominikanerinnen in Wien-Hacking ist die neue Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz. Sie folgt damit auf den emeritierten Erzabt von St. Peter in Salzburg, Korbinian Birnbacher. Der Propst des Stiftes Klosterneuburg, Anton Höslinger, wurde zu ihrem Stellvertreter gewählt. Sr. Christine Rod wurde als Generalsekretärin im Amt bestätigt.

Inhalt UND Struktur

In einem am 20. 10. 2025 erschienenen Interview mit katholisch.de warb der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf für eine offene Kirche, die mitten in der Gesellschaft stehe und sprach sich gegen eine Mentalität des „heiligen Rests“ aus. Dabei äußerte er sich auch kritisch zum Begriff der Neuevangelisierung, der zuweilen zu einem Kampfbegriff geworden sei. Der Bischof sparte auch Strukturthemen nicht aus und betonte, dass auch die Arbeit an einer glaubwürdigen Gestalt der Kirche Evangelisierung sei.

Weltmissionssonntag: Pfarre teilt mit Frauen aus dem Süden

In Enns – St. Laurenz entschied der Pfarrgemeinderat vor einigen Jahren, am Weltmissionssonntag nicht mehr um Spenden für missio Österreich zu bitten, weil missio Österreich damals u.a. eine österreichische Jugendzeitschrift sponserte, die ein Kirchenbild vertrat und ein Sexualitätsverständnis vermittelte, das in den Augen des Ennser Pfarrgemeinderates nicht unterstützungswürdig war. Ein Schreiben des Pfarrleiters an missio OÖ blieb damals unbeantwortet.

David Steindl-Rast zum Nachhören

Am 10.10.2025 bekam Bruder David Steindl-Rast gemeinsam mit Prof. Martin Lintner in Enns (OÖ) die „Trompete von Jericho“ überreicht, einen Preis der österreichischen Kirchenreformbewegungen, der jährlich für Mut und Aufrichtigkeit gegen starre kirchliche Normen vergeben wird. Trotz seines hohen Alters (99) kam Bruder David persönlich ins Pfarrzentrum Enns - St. Laurenz, um den Preis entgegenzunehmen.

Gefahr von Rechts

Bei ihrem Vortrag über "Die Quellen des Muts" im Rahmen der Kirchenvolkskonferenz 2025 am 11.10.2025 in Enns (OÖ) thematisierte die Salzburger Moraltheologin Angelika Walser auch aktuelle politische Entwicklungen in ihrer Bedeutung für die Kirche: Nicht nur die Säkularisierung fordere die Kirche heute heraus, sondern auch die politische Vereinnahmung von Rechts.

Nur Mut!

Am 11. Oktober 2025 ging in Enns (OÖ) die diesjährige Kirchenvolkskonferenz über die Bühne. Viele Teilnehmende fanden sich bereits am Vortag zu einer Führung durch die sehenswerte Basilika Enns - St. Laurenz und zur Verleihung der „Trompete von Jericho“ an Bruder David Steindl-Rast und Pater Martin Lintner ein. Der 11. Oktober – Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils – stand nun ganz unter dem Zeichen der Ermutigung. Die Salzburger Theologin Angelika Walser referierte zum Thema „Die Quellen des Muts.

Es war ein Fest!

Am Vorabend zum Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, 10.10.2025, fand im Pfarrzentrum Enns - St. Laurenz die Verleihung der diesjährigen "Trompete von Jericho" statt. Dieser Preis, den die vier Kirchenreformbewegungen Österreichs jährlich für Mut und Aufrichtigkeit gegen starre kirchliche Normen vergeben, erging heuer an Bruder David Steindl-Rast und den Brixener Moraltheologen Prof. Martin Lintner. Es war ein großartiger Abend mit Zuversicht und Ermutigung, zu dem sich weit über 100 Menschen eingefunden haben, denen die Reform der Kirche ein Herzensanliegen ist.