Der Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, hofft auf baldige Änderung der kirchlichen Praxis für wiederverheiratete Geschiedene.

Es stünden die Chancen derzeit sehr gut, besonders nach der Aufsehen erregenden Rede von Kardinal Walter Kasper am 20. Februar vor der Kardinal-Vollversammlung in Rom mit dem Papst und 150 Kardinälen, so Erzbischof Franz Lackner in einem Interview in der Wochenzeitung „Die Furche“. Es habe ihn „schon immer gestört, dass man gemeint hat, nichts tun zu können“. Es gelte nun, „auf allen Ebenen die Hausaufgaben“ zu machen. Dies betreffe sowohl die Bischöfe als auch Rom selbst: „Änderungen muss es auf allen Ebenen geben“, eine Verschiebung der Verantwortlichkeit „auf die jeweils nächsthöhere Ebene“ dürfe es nicht mehr geben. Ihn störe, „dass wir immer nach Rom schielen. Wir müssen uns fragen: Was tun wir selber?“ Am „Idealtypus Familie“ dürfe nicht gerüttelt werden, aber man kann ihn auch nicht eins zu eins in die Realität übersetzen. (Die Furche vom 17. 4.; KAP v . 17. 4.; JA v. 27. 4.)

 

Artikelempfehlungen

Die römisch-katholische Kirche in Kerala (Südindien) initiiert eine Gruppe von Priestern, Ordensschwestern und Laien,...
Vor mehreren zehntausend jungen KenianerInnen im Kasarani-Stadion von Nairobi rief er zu „Widerstand“ gegen Praktiken...
Er spricht von einer „neurotischen Fixierung“  in der Ehe- und Familienpastoral, speziell in den Bereichen der...