Kurienkardinal Gianfranco Ravasi macht im Gespräch mit Radio Vatikan darauf aufmerksam, dass schon in den Evangelien das Thema Ehe und Familie „ganz unterschiedlich durchdekliniert“ wurde:

So sei der erste Evangelist Markus „radikal“, wenn er Jesus von der Unauflöslichkeit der Ehe sprechen lasse. „Matthäus wiederholt diese Radikalität, nennt dann aber eine Ausnahme [= der Vorbehalt Ehebruch]. […] Das bedeutet, dass er das pastorale Problem in seiner Komplexität wahrnimmt.“ Der Kardinal und Präsident des Päpstlichen Kulturrates vergleicht die Bischofssynode mit dem sogenannten Apostelkonzil von Jerusalem. Dort sei ein „Kompromiss“ zwischen juden- und heidenchristlichen Positionen gefunden worden. Allerdings habe sich später herausgestellt, „dass das Problem dadurch nicht völlig gelöst wurde“. Von der Synode erhofft sich Kardinal Ravasi, dass sie konfessionell oder religiös gemischte Ehen und Familien ganz neu in den Blick nimmt. (www.vaticanhistory.de vom 21.10.; it.radiovaticana.va vom 21.10.)

 

 

Artikelempfehlungen

Der Autor des äußerst kontroversen Buches „The Dictator Pope“, der britische Historiker Henry Sire, ist vom...
In einer Predigt am 21. März in der römischen Kirche San Gregorio VII. vor ca. 900 Opfer des „organisierten Verbrechens...
Bei einer Buch-Präsentation in der nordisraelischen Stadt Akko erinnerte Prinz Hassan daran, dass das Christentum kein...