Ökumene

Genau 500 Jahre nach der Exkommunikation Martin Luthers durch Papst Leo X. am 3. Januar 1521 hat der Augsburger Bischof Bertram Meier dazu aufgerufen, in der Ökumene nach vorn zu blicken. Eine Aufhebung der Exkommunikation hält er für nicht notwendig, denn „die Exkommunikation des Reformators wurde bereits mit seinem Tod aufgehoben“. Bischof Meier, der derzeit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern vorsteht, erinnerte an positive Würdigungen Luthers durch die letzten Päpste: „Johannes Paul II. hat Luthers Grundanliegen insofern gewürdigt, dass er die 1999 in Augsburg unterzeichnete ‚Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre‘ unterstützt und als ‚Meilenstein auf dem ökumenischen Weg‘ bezeichnet hat. Benedikt XVI. bescheinigte in Erfurt dem deutschen Reformator, ein ‚ehrlicher Gottsucher‘ gewesen zu sein und damit die Gottesfrage thematisiert zu haben. Auch Papst Franziskus fand über Martin Luther durchaus lobende Worte.“ Viele Elemente, die Martin Luther für die geistliche Erneuerung der Kirche damals gefordert habe, seien mittlerweile von den Katholiken aufgegriffen worden. „Bei aller Dankbarkeit für das Gemeinsame müssen wir uns theologisch redlich mit den Fragen beschäftigen, die uns noch trennen, und miteinander in Liebe die Wahrheit ans Licht heben.“ Der 500. Gedenktag an die Confessio Augustana von 1530 könne „eine Steilvorlage sein, um auf Grundlage dieser evangelischen Bekenntnisschrift den Weg der Suche nach der vollen Einheit geduldig und hartnäckig weiter zu gehen. Die in der Confessio Augustana behandelten Themen könnten gut als Raster für ökumenische Fortschritte dienen.“ (bistum.augsburg.de u. vn v. 3. 1.)

 

Der päpstliche Einheitsrat und der Lutherische Weltbund haben gemeinsam ein Geleitwort zur neuen italienischen Übersetzung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ des Jahres 1999 verfasst. Hier einige Zitate aus der offiziellen deutschen Übersetzung: „ ‚Wir Katholiken und Lutheraner haben begonnen, auf dem Weg der Versöhnung voranzugehen.‘ Mit diesen Worten würdigte Papst Franziskus am 31. Oktober 2016 beim ökumenischen Gebet in Lund den fünfzigjährigen Dialog zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche. […] Zu den Früchten dieses Dialogs zählen auch eine gemeinsame neue Sicht auf Person und Werk Martin Luthers, eine gemeinsame Würdigung seiner ursprünglich katholischen Anliegen. […] Ganz bewusst wurde als Datum der Veröffentlichung [des neuen Geleitswortes] der 3. Januar 2021 gewählt. An diesem Tag jährt sich die Exkommunikation Martin Luthers zum fünfhundertsten Mal. […] Wir können die Trennungsgeschichte nicht ungeschehen machen, aber sie kann Teil unserer Versöhnungsgeschichte werden. […] Die mit der Exkommunikation Martin Luthers zusammenhängenden Fragen sind sehr vielschichtig und bedürfen einer historischen, theologischen und kirchenrechtlichen Erschließung in ökumenischer Perspektive. Eine katholisch-lutherische Expertengruppe widmet sich derzeit dieser Aufgabe. […] Genf und Rom, am 3. Januar 2021.“ (vn v. 5. 1.)

 

Der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Magdeburger Bischof Gerhard Feige, hält die Debatte um eine gemeinsame Eucharistie von Katholiken und Protestanten weiterhin für offen. „Wir lassen bei der Frage nicht locker“, so der Bischof in einem Interview der Bistumspresse. Hintergrund ist ein Papier des Ökumenischen Arbeitskreises vom Herbst 2019, das eine wechselseitige Teilnahme am Abendmahl beziehungsweise an der Eucharistie theologisch rechtfertigt. Im September 2020 hatte die vatikanische Glaubenskongregation Einwände gegen das Papier erhoben und geltend gemacht, dass die Unterschiede im Eucharistie- und Amtsverständnis „noch so gewichtig“ seien, dass dies derzeit noch nicht möglich wäre. Für die evangelischen Kirchen stellt es kein Problem dar, römisch-katholische Christen zum Abendmahl einzuladen. Dazu Bischof Feige: „Wir können das umgekehrt nicht, jedenfalls nicht offiziell und generell. Allerdings sehen wir als katholische Kirche in Deutschland durchaus Spielraum für die persönliche Gewissensentscheidung des Einzelnen.“ (katholisch.de u. vn v. 7. 1.)

 

Der Lutherische Weltbund (LWB) und der Päpstliche Einheitsrat werden am 25. Juni in Rom einen gemeinsamen Versöhnungsgottesdienst abhalten. Er soll von LWB-Generalsekretär Martin Junge und dem Kurienkardinal Kurt Koch geleitet werden, berichtet der italienische evangelische Pressedienst „riforma.it“. Anlass ist der 500. Jahrestag der Exkommunikation Martin Luthers durch die Bulle „Decet Romanum Pontificem“ von Papst Leo X. am 3. Januar 1521. „Im Geiste der Verpflichtung, weiter daran zu arbeiten, vom Konflikt zur Gemeinschaft zu gelangen, wird sich die gemeinsame Veranstaltung auf die wichtigen ökumenischen Entwicklungen der letzten Zeit konzentrieren“, so Junge und Koch in einem Schreiben. „Es wird skizziert, wie die ökumenische Reise der letzten Jahrzehnte es ermöglicht hat, sich zwar auf einen schmerzhaften Moment in der Geschichte zu beziehen, aber daraus zu Offenheit für das Geschenk der Einheit zu finden, für die Lutheraner und Katholiken weiterhin beten und arbeiten.“ Der Jahrestag des damaligen Reichstags von Worms 1521 ist Anlass von vielen Veranstaltungen in Deutschland. (kap u. vn v. 9. 1.)

 

Am 31. Jänner begehen die beiden großen Kirchen gemeinsam den ökumenischen Bibelsonntag. Wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in Bonn hervorhob, ist dieses Modell „weltweit einmalig“. 2019 hatte Papst Franziskus festgelegt, dass der dritte Sonntag im Jahreskreis weltweit als „Sonntag des Wortes Gottes“ gefeiert wird. Dieser liegt auch in der Nähe zur ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen (18.–25. Jänner). Damit soll der Sonntag des Wortes Gottes auch die ökumenische Bedeutung, denn „die Heilige Schrift zeigt denen, die auf sie hören, den Weg, der beschritten werden muss, um zu einer authentischen und soliden Einheit zu gelangen“, zitiert die DBK Papst Franziskus. Es handle sich um ein „wunderbares Zeichen“ für die Ökumene, sagte in diesem Zusammenhang die geschäftsführende Direktorin des Katholischen Bibelwerks, Katrin Brockmöller. Das Bibelwerk bereitet den Bibelsonntag u. a. mit dem Deutschen Liturgischen Institut und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland vor. (vn v. 14. 1.)

 

Das Erdbeben in Kroatien führte zu einer ökumenischen Annäherung zwischen der serbisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche: Der Metropolit von Zagreb, Porfirije (Peric), und der Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanic, haben gemeinsam die beiden beschädigten Kathedralen Zagrebs besucht. Im Gespräch mit Journalisten wies laut „Pro-Oriente“ Kardinal Bozanic darauf hin, dass die Begegnung mit dem Metropoliten im Vorfeld der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen stattfand. Er das Streben nach Einheit. Die römisch-katholische Kirche habe viel mit der serbisch-orthodoxen Kirche gemeinsam. Metropolit Porfirije sagte: „Wenn wir im 'Anderen' den Nachbarn sehen, dann werden alle Schwierigkeiten leichter, und sie werden leichter zu überwinden sein". Das Erdbeben sei eine Erinnerung daran, dass die Menschen dazu berufen sind, „in Verschiedenheit einig zu sein". (kathpress.at. v. 15. 1.)

 

Papst Franziskus erinnerte an das Thema der Gebetswoche für die Einheit der Christen: „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen (Joh 15,8-9)“. […] Am Montag, den 25. Januar, werden wir [die Woche] mit der Feier der Vesper in der Basilika San Paolo fuori le Mura abschließen, gemeinsam mit den Vertretern der anderen christlichen Gemeinschaften, die es in Rom gibt,“ so der Papst. „Beten wir in diesen Tagen einmütig, auf dass sich der Wunsch Jesu erfüllen möge: ,Dass sie eins sind‘ (Joh 17,21)“. (vn v. 17. 1.)

 

Die Papstpredigt zur ökumenischen Gebetswoche für die Einheit der Christen in der offiziellen deutschen Übersetzung in Auszügen: Wir können „nur wachsen und Frucht bringen können, wenn wir mit Jesus vereint sind. Heute Abend schauen wir auf diese unverzichtbare Einheit, die mehrere Ebenen hat. […] Der erste Kreis, der innerste, ist das Bleiben in Jesus. […] Aber vor allem erfahren wir, wenn wir im Gebet auf Jesus als Mittelpunkt ausgerichtet sind, seine Liebe. […] Der zweite Kreis ist der der Einheit mit den Christen. Wir sind Reben desselben Weinstocks, wir sind kommunizierende Röhren: das Gute und das Böse, das jeder tut, wirkt sich auf die anderen aus. […] Es ist nämlich unmöglich, Jesus ohne seinen Leib zu begegnen, der aus vielen Gliedern zusammengesetzt ist, die so zahlreich sind, wie es Getaufte gibt. Wenn unsere Anbetung echt ist, werden wir in der Liebe zu all denen wachsen, die Jesus nachfolgen, unabhängig von der christlichen Gemeinschaft, der sie angehören, weil sie, auch wenn sie nicht zu „den unsrigen“ gehören, sein sind. […] Bitten wir daher den Vater, die Vorurteile über die Anderen und die weltlichen Anhänglichkeiten zurückzuschneiden, die die volle Einheit mit all seinen Kindern verhindern.[…] Der dritte Kreis der Einheit, der weiteste, ist die gesamte Menschheit. […] Derselbe Geist, der den ökumenischen Weg angestoßen hat, ist es, der uns heute Abend zum Gebet zusammenführt. Und während wir die Einheit erfahren, die aus der Hinwendung zu Gott mit einer einzigen Stimme entsteht, möchte ich all denen danken, die in dieser Woche für die Einheit der Christen gebetet haben und darin fortfahren. Ich richte meine brüderlichen Grüße an die Vertreter der hier versammelten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften: an die jungen orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Christen, die mit der Unterstützung des Rates für die Einheit der Christen in Rom studieren […] Liebe Brüder und Schwestern, bleiben wir vereint in Christus! …“. (vn v. 25. 1.)

 

Mit einem Gottesdienst zur „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ (18.-25. Jänner) ist in Hamburg auch das „Jahr der Ökumene 2021/2022“ eröffnet worden. Zu dem Gottesdienst hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland eingeladen. Ihr Vorsitzender, der griechisch-orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron, betonte in seiner Predigt, dass Glaube und Handeln für Christinnen und Christen untrennbar zusammengehören. Dies bilde die Grundlage dafür, dass sich die ACK in Deutschland im „Jahr der Ökumene“ zum einen bei der Feier des ökumenischen „Tags der Schöpfung“ engagiere oder sich für Umweltschutz-Projekte einsetze. Zum anderen diskutiere die ACK auch über die theologischen Fragen von Abendmahl und Amt oder sei präsent auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Im „Jahr der Ökumene 2021/2022“ stehen mehrere große Ereignisse bevor, die das ökumenische Zusammenleben in Deutschland stärken sollen. (vn v. 25. 1.)

 

Die orthodoxen Patriarchen und römisch-katholischen Bischöfe Syriens zeigen sich in einem gemeinsamen Brief an US-Präsident Joe Biden überzeugt, dass die USA ihre legitimen Interessen auch verfolgen können, ohne die syrische Bevölkerung durch die Wirtschaftssanktionen kollektiv zu bestrafen. Die kollektive Bestrafung führe das Land in eine humanitäre Katastrophe. Unterzeichnet ist das Schreiben unter anderen vom melkitischen Patriarchen Joseph Absi, dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Ignatius Aphrem II., dem syrisch-katholischen Patriarchen Ignatius Youssef III. und den beiden in der syrischen Metropole Aleppo residierenden Bischöfen Antoine Audo (chaldäische Kirche) und Jean-Clement Jeanbart (melkitische Kirche). Aber auch einige Bischöfe aus Europa stehen hinter dem Aufruf. Notwendige Hilfe, aber auch Investitionen, die für die Wirtschaft und das syrische Gesundheitssystem dringend notwendig wären, würden durch die Sanktionen unmöglich gemacht, so die Kirchenvertreter unisono. (kap u. vn v. 25. 1.)

 

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen war auch in Rumänien von vielen besonderen Gebetsmomenten geprägt: Lutheraner, Reformierte, Anglikaner, Armenier, Orthodoxe, messianische Juden sowie Anhänger der römisch-katholischen und griechisch-katholischen Kirchen Rumäniens beteten in dieser Woche (18. – 25. Jänner) gemeinsam um das Geschenk der Einheit. Ordensvertreter übermittelten Videobotschaften, die zum gemeinsamen Zeugnis in der Liebe, im Dienst an den Armen, Bedürftigen und Ausgegrenzten einladen. Das Oberhaupt der rumänisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Daniel, betonte, die Kirche Christi müsse in ihrer Sendung die Heiligkeit der Ehe, die Solidarität in der Familie und die Geschwisterlichkeit als Gaben der barmherzigen Liebe Gottes betonen. Großerzbischof Lucian Mureșan von der mit Rom unierten griechisch-katholischen Kirche erinnerte an die Einladung, die Papst Franziskus bei seinem Besuch im Juni 2019 an die Rumänen gerichtet hatte: „Mögt ihr Zeugen der Freiheit und der Barmherzigkeit sein, wenn ihr die Geschwisterlichkeit und den Dialog über den Konflikt stellt und zugleich die Blutsverwandschaft vertieft, die aus der Leidenszeit stammt, als sich die im Lauf der Geschichte getrennten Christen wieder näherkamen.“ Im rumänischen Reșița hielten Vertreter der verschiedenen christlichen Kirchen ein gemeinsames Gebet für die Einheit: eine Initiative, die Pfarrer Iosef Pál, heute römisch-katholischer Bischof von Timișoara, ins Leben gerufen hatte und aus der inzwischen ein christliches Fest für die ganze Stadt geworden ist. „Dieser Moment des Gebets für die Einheit ist auch ein Moment der Geschwisterlichkeit“, sagte Bischof Pál bei dem Gebetstreffen in Timișoara. (vn v. 28. 1.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Zum vom Vatikan ausgesprochenen Segnungsverbot für Homosexuelle haben Vertreter der römisch-katholischen Kirche eine Unterschriftenliste von 200 Menschen an Bischof Helmut Dieser und Birgit Mock übergeben, den beiden Vorsitzenden des Synodal-Forums „Sexualität und Partnerschaft“. „Wir verbinden damit die Erwartung, dass gleichgeschlechtliche liebende Paare künftig nicht nur die Möglichkeit einer kirchlichen Segnung erhalten, sondern volle Anerkennung erfahren", sagte der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose bei der Übergabe im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Unter den Unterstützern sind Priester, Ordensleute, Theologen, Seelsorger sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten. Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich bereit, weiterhin homosexuelle Paare zu segnen. (sz.de v. 28. 3.)

     

  • Paul Jacques Marie Desfarges, der Erzbischof von Algier, hat die Geschwisterlichkeit am Osterfest betont und sieht darin eine Chance für den interreligiösen Dialog. In einem Brief an seine Diözese stellt er eine Verbindung zwischen Ostern und der Irak-Reise des Papstes im März 2021 her: Jesus Christus habe sich allen „zum Bruder gemacht“, Gott selbst sei „unser geschwisterliches Band mit allen Menschen“. Der Papst habe bei seiner Irak-Reise auf diese Bedeutung der Geschwisterlichkeit in Ur, der Ursprungsstadt Abrahams, hingewiesen, „indem er zu seinen Brüdern der verschiedenen muslimischen Konfessionen, der großen schiitischen und sunnitischen Traditionen und der verschiedenen Minderheiten, der Jesiden, Mazdäer, Sabäer und anderen“ gegangen sei. Desfrages wies darauf hin, dass dies auch die Berufung der algerischen Kirche sei. Ein besonderer Moment, um diese Geschwisterlichkeit zu leben, sei der Fastenmonat Ramadan (13. 4. – 12. 5.): „Diese Zeit der spirituellen Erneuerung für unsere muslimischen Brüder und Schwestern ist eine Gelegenheit, uns mit unseren Herzen mit ihren Gebeten zu verbinden.“ (vn v. 3. 4.)

     

  • Zum ersten Mal seit 1983 ändert ein Papst das kirchliche Gesetzbuch „Codex Iuris Canonici“ (CIC) substantiell. [P. W.: 1983 bis 2017 gab es nur unwesentliche Änderungen.]: Um den Frauen die Möglichkeit zu geben, als Lektorinnen oder Akolythinnen im Altarraum einen offiziellen Dienst zu tun, streicht Papst Franziskus ein Wort, und zwar: „männlich“: Somit beginnt der Satz in CIC c. 1024 jetzt nur mehr mit „Laien, die das Alter und die Begabung haben…“  [P. W.: Es gäbe noch zahlreiche Stellen des CIC, wo „männlich“ bzw. „Mann“ gestrichen werden sollte!] (Wir-sind-Kirche-Zeitung Nr. 109/2021)

     

  • Die Schweizer Kirchen starten ab Ostern mit einer neuen Initiative: Auf www.lichtschenken.ch kann man virtuell Lichter anzünden und so ein Lichtermeer der Solidarität bilden. Ökumenisch gemeinsam veröffentlichen die evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS), die römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz, die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), die Christkatholische Kirche der Schweiz, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz und die Schweizerische Evangelische Allianz dafür eine dreisprachige Gedenkseite. Die Pressesprecherin der SBK, Encarnación Berger-Lobato, dazu im Gespräch mit Radio Vatikan: Wegen Corona „war es der SBK und anderen christlichen Kirchen wichtig, eine ökumenische Solidaritätsaktion zu starten und so ein gemeinsames Zeichen der Hoffnung zu setzen. […] Diese Kerzen werden uns vom Karsamstag bis zum Pfingstmontag begleiten und uns immer wieder daran erinnern, dass Jesus Christus das Licht in unserem Leben ist und dass nicht der Tod die Pandemie besiegen wird, sondern das Leben und die Hoffnung.“ Was von vornherein klar war: Es sollte ein ökumenisches Projekt sein. Für Rita Famos, Präsidentin der EKS, ist es wichtig, das Osterlicht, das das Leben symbolisiert, weiterzugeben. „Lichtschenken.ch wird eine ganz andere Art von Corona-Demonstration sein: Eine Demonstration unseres Zusammenhalts und unserer Zuversicht.“ (vn v. 3. 4.)

     

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