Angesichts des Priestermangels und der dadurch schwierigeren pastoralen Versorgung der Pfarrgemeinden will die Diözese Linz die Laien in ihrer Verantwortung für die Pfarren stärken:

In vier Broschüren, die am 24. März in Linz im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert wurden, werden verschiedene praxiserprobte Leitungsmodelle von Pfarren und Dekanatsprozesse dargestellt, in denen auf die "geänderten Herausforderungen der heutigen Zeit" eingegangen wird, wie Generalvikar Severin Lederhilger bei der Präsentation laut einer Aussendung der Diözese Linz betonte. Die Pfarren bräuchten heute vor allem Klarheit, Mut, Offenheit und die Bereitschaft zum Teilen, verwies Lederhilger auf die gleichlautenden Titel der Broschüren. Man wolle einen Perspektivenwechsel, damit bei der Seelsorge "nicht mehr nur vom Priester her, sondern auch von den Ehrenamtlichen" her gedacht werde, so der Generalvikar: "Die Menschen müssen entdecken, dass sie selbst Kirche sind." Die Diözese sehe es als ihre Aufgabe, dafür Strukturen zu schaffen, und setze dabei "auf eine Vielfalt von Modellen, Strukturen und Ermutigungen". (Kathweb/KAP v. 25. 3.)

 

 

Artikelempfehlungen

Der englische Kardinal Vincent Nichols bittet für die Art und Weise der früheren Adoptionsvermittlung unehelich...
In der Einrichtung des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg (LSVD) informierte er sich gemeinsam mit der...
Diese Verklagung eines Bischofs durch einen Bischof ist sensationell und zeigt die Entwicklung zu mehr Offenheit in der...