Dem radikalen Rabbiner Benzi Gopstein droht in Israel ein Verfahren wegen antichristlicher Hetze.

Die israelische Staatsanwaltschaft habe der Polizei grünes Licht für die Aufnahme von Ermittlungen gegen den Rabbiner gegeben, berichtete die Tageszeitung „Haaretz". Gopstein, Vorsitzender der rechten jüdischen Organisation „Lehava", hatte im Advent zur Vertreibung von Christen aus Israel aufgerufen und Christen als „Blutsauger“ bezeichnet. Die römisch-katholischen Bischöfe des Heiligen Lands hatten seine Aussagen verurteilt und als „reelle Gefahr für die friedliche Koexistenz in diesem Land" eingestuft. (www.de.radiovaticana.va u. kap vom 23. 2.; JA v. 6.3.)

 

 

Weitere aktuelle Hoffnungszeichen

  • Papst Franziskus empfing am 3. Februar den Kronprinzen von Bahrain, Salman bin Hamad al Khalifa. Nach Angaben der Königsfamilie war bereits im Vorfeld des Besuchs durchgesickert, dass der Kronprinz den Papst nach Bahrain einladen will. Das Königshaus zeigte wiederholt Interesse an guten Beziehungen zum Vatikan. Anzunehmen ist, dass es in dem Gespräch auch um das in Abu Dhabi unterzeichnete „Dokument zur Geschwisterlichkeit aller Menschen“ ging. König Hamad, der Vater des Kronprinzen, hat die Gründung eines „Zentrums für das friedliche Zusammenleben“ veranlasst. Bischof Camillo Ballin, der zuständige Apostolische Vikar, ist unter den zehn Mitgliedern des Vorstands dieses Zentrums. Die Kirche genießt völlige Kultfreiheit, sagte Bischof Ballin. „Das heißt, dass wir in unseren Kirchen bzw. in Kirchenarealen unseren Glauben frei praktizieren können.“ Die neue Kathedrale „Unserer Lieben Frau von Arabien“, die König Hamad 2014 bei einem Treffen mit Papst Franziskus zugesagt hatte, soll schon im September 2020 fertig sein. Zudem soll auch ein Pastoralzentrum entstehen. Dieses Zentrum sei für die Katholiken Saudi-Arabiens von großer Bedeutung, denn Bahrain und Saudi-Arabien sind nur durch eine 24 Kilometer lange Brücke getrennt: „Die Gläubigen aus Saudi-Arabien können also sehr einfach nach Bahrain kommen und wir können ihnen hier einen Platz für ihr Glaubensleben bieten und sie auch unterbringen“, erläuterte der Bischof. (kap u. vn v. 3. 2.)

     

  • Die deutschsprachigen römisch-katholischen Frauenverbände fordern in einer gemeinsamen Erklärung einen gleichberechtigten Zugang von Frauen und Männern zu allen Diensten und Ämtern in ihrer Kirche. „Wir glauben, dass Menschen Gottes Ebenbild sind. Deshalb kommen Frauen und Männern die gleiche Würde und die gleichen Rechte zu", heißt es in dem am 3. Februar veröffentlichten Papier der Vorstände des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), der Katholischen Frauenbewegung (kfb) Südtirol, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds (SKF). Die Katholische Frauenbewegung Österreich (kfbö), die an dem Treffen nicht teilnehmen konnte, teilte mit, sie schließe sich dem Schreiben an. Gefordert werden in dem Papier mit dem Titel „bleiben und erneuern!" unter anderem auch eine Überwindung von Klerikalismus und eine „gendersensible Sprache in der Verkündigung". (kna u. kap v. 3. 2.)

     

  • Vertreterinnen und Vertreter von sieben christlichen Kirchen Oberösterreichs haben am 23. Jänner im Linzer Mariendom einen gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst geleitet. Der Anlass war die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Derartige ökumenische Gottesdienste fanden in vielen Gemeinden aller neun Diözesen statt. (JA v. 2. 2.)

     

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