Der frühere Generalvikar des Erzbistums Luxemburg plädiert für eine Entmachtung der römischen Kurie:

Die Kirche solle sich weg von Rom und der Macht zu einer „Gott-unter-den-Menschen-Kirche“ entwickeln, fordert Generalvikar Erny Gillen am 2. April in einem offenen Brief an Papst Franziskus. Der Theologe schlägt dem Papst vor, vom Vatikan in die römische Lateran-Basilika umzuziehen. Dies wäre ein „heilsamer Schock“. Auch die Verwaltung solle aus dem Vatikan ausziehen, denn „die hohen Mauern und der Geruch einer höfischen Kultur erdrücken ihre Lebendigkeit“. Im Zuge einer Dezentralisierung der katholischen Kirche sind die regionalen Bischofskonferenzen zu stärken: Durch diese sollen die Bischöfe künftig gewählt werden. „Nicht die Kurie gibt die Richtung vor, sondern das Volk und die Gläubigen“, müsse das Leitbild der Reformen lauten. Der Vatikan solle seine Gebäude und Kunstschätze an gemeinnützige Organisationen übertragen. Freiwerdende Büros und Dienstwohnungen sollten als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. Der Vatikan werde dadurch „als humanitäres Leuchtfeuer mitten in einer opulenten und korrupten Welt“ erscheinen. (http://www.kath.ch vom 2. 4.)

 

 

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