Der liberale muslimische Theologe Mouhanad Khorchide (Universität Münster) erteilt einem Höllenort im Jenseits eine Absage:

„Immer mehr muslimische Gelehrte, sogar saudische, wie der zeitgenössische Gelehrte Hassan Farhan al-Maliki, stellen in Frage, ob die Hölle wirklich ein Ort ist, an dem Gott sich an allen rächt, die das falsche Etikett tragen […] Problematisch am Glauben an ewige Höllenstrafen für alle Nichtmuslime […] ist, dass dieser Glaube eine Grundlage dafür liefert, religiös begründete Hierarchien unter den Menschen herzustellen […] Dann steckt darin eine gewisse Legitimation für Extremisten, Gewalt gegen Nichtmuslime auch in diesem Leben auszuüben. […Gott ist gerecht und] werde Menschen nur für vorsätzliche Verfehlungen zur Rechenschaft ziehen, nicht aber jemanden der […] ein verzerrtes Bild von ihm hat. Deshalb lehne es Gott ab, dass so jemand in der Hölle verewigt werde, das wäre ungerecht.“ (Die Furche vom 19. 11.)

 

 

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