Der Trierer Bischof Stephan Ackermann verlangt ein Überdenken der katholischen Morallehre: Es ist z. B. nicht mehr zeitgemäß, eine neue Ehe nach einer Scheidung als „Todsünde“ darzustellen.

Jetzt sei die richtige Zeit für Weichenstellungen in der römisch-katholischen Kirche auf allen Gebieten: „Wir müssen neue Wege finden, um auf der Höhe der Zeit zu sein und Orientierung zu vermitteln  …  Wenn eine kirchliche Lehre in der Breite auf Dauer nicht angenommen wird, dann muss man über die Lehre nachdenken“. Zu Sex vor der Ehe: „Wir können die katholische Lehre an diesem Punkt nicht verändern, aber Kriterien erarbeiten, anhand derer man sagt: In diesem oder jenem Fall ist es verantwortbar.“ Zur Homosexualität: Er warnt vor Promiskuität, aber „wir dürfen nicht sagen, Homosexualität sei widernatürlich.“ Wenn homosexuell fühlende Menschen ihn um einen Segen bäten, „dann verweigere ich das nicht.“ Wenn durch eine eingetragene Lebenspartnerschaft Verantwortungsbewusstsein und gegenseitige Treue gestützt werden: „Das sind doch auch kirchliche Werte, wie kann ich die schlecht finden?“ (www.allgemeine-zeitung.de v. 8. 2.; JA v. 16. 2.)

 

Artikelempfehlungen

Konkrete Maßnahmen gegen Hassreden, will das „Internationale Dialogzentrum König-Abdullah“ (KAICIID) in Wien setzen....
Dies sagte er am „Dies facultatis“ der Universität Innsbruck. Das vorbildliche dialogische Verhalten der römisch-...